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Die Surf-Falle

12.02.2008 | 16:40 Uhr |

Schädlicher Code lauert heute auf vielen bekannten und an sich harmlosen Web-Seiten. Cyber-Kriminelle nutzen neu entdeckte Browser-Bugs, um die Viren ohne das Zutun der Anwender auf ihre PCs zu schleusen. Surfen Sie sicher im Web - mit unseren Tricks.

Angriffe gibt es auf Server im Internet oder auf PCs von Anwendern. Schockierend: In den ersten sechs Monaten im Jahr 2007 richteten sich 95 Prozent aller Angriffe auf einfache PCs. Ihr Rechner zählt höchstwahrscheinlich auch dazu. Die Cyber-Kriminellen wollen nämlich an Ihr Geld. Das weiß auch Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec: „Viele Anwender verwalten vertrauliche Informationen, beispielsweise Kontodaten, auf ihren Rechnern, was ein lukratives Ziel für die Angreifer darstellt.“ Zudem seien die PCs sehr häuf g nur mangelhaft geschützt. Das ergab eine Untersuchung von Symantec .

Neues Einfallstor - neue Fallen
Früher sollte die Masse der Schädlinge per Mail den Weg auf Ihren Rechner finden. Diese Masche zieht aber immer seltener, weshalb die Kriminellen sich auf andere Tricks und Techniken verlegt haben: Neues, großes Einfallstor ist der Browser. Die Angreifer sind hier nicht wählerisch, sie attackieren jeden Browser. Für den Anwender ist es deshalb fast egal, welchen er einsetzt.

Lücken haben alle Browser: Laut Sicherheitsbericht von Symantec wurden in der ersten Jahreshälfte 2007 39 Sicherheitsprobleme in Microsofts Internet Explorer bekannt, 34 in Mozilla Firefox und 25 in Apples Browser Safari. Opera kam mit nur sieben Lücken etwas besser davon. Eine schlechte Nachricht vor allem für Anwender von Safari - denn im Jahr 2006 nannte der Sicherheitsbericht hier nur 4 Lücken. Es finden sich also zunehmend Löcher auch in der Apple-Software. Cyber-Kriminelle nutzen die Sicherheitslücken aus, indem sie ihren gefährlichen Code auf Websites packen, die von vielen Anwendern besucht werden. In vielen Fällen genügt der Aufruf dieser Sites für eine Infektion. Wir decken solche Sites auf, erklären, wie die Infektion abläuft, nennen weitere Verbreitungswege für Malware und zeigen, welche neuen Schutz-Tools es gibt.

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