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Cloud-Speicher

Sicherheitsaspekte und Systemverbindung prüfen

23.05.2012 | 14:55 Uhr |

Sicherheitsaspekte beim Speichern in der Cloud

Die Sicherheit Ihrer Daten ist wichtig – denn sie berühren Ihre Privatsphäre. Daher gilt es, bei der Auswahl Ihres Cloud-Speichers einige Punkte zu beachten. Online-Speicher sind auf dem Server des Providers in der Regel unverschlüsselt. Sollten die Daten in den USA liegen, sind die Auswirkungen des USA Patriot Act zu bedenken. Außerdem empfiehlt es sich, den Zugang immer über eine sichere Https-Verbindung herzustellen. Bei Providern mit eigener Zugangs-Software ist eine Clientseitige Verschlüsselung wichtig.

Amerikanische Clouds: Verschlüsselung ist wichtig. Bei Nutzung eines amerikanischen Anbieters für Ihre Cloud-Storage liest der US-Geheimdienst potenziell mit.

Nach den Attentaten am 11. September 2011 hat die Regierung Bush den USA Patriot Act eingeführt. Mit diesem Gesetz sollten dem US-Heimatschutzministerium probate Mittel zur Bekämpfung des Terrorismus an die Hand gegeben werden. Wenn Sie einen US-Anbieter für Ihre Cloud Storage nutzen, könnte das bedeuten, dass sämtliche gespeicherte Daten von US-Behörden gelesen werden können, ohne dass Sie es mitbekämen. Dabei ist es nicht einmal notwendig, dass die Daten in den USA gespeichert sind.

Es reicht, wenn der Anbieter der Dienstleistung oder ein von ihm beauftragtes Rechenzentrum seinen rechtlichen Sitz in den USA hat. Das Gleiche gilt für Unternehmen mit Niederlassung in den USA. Vom USA Patriot Act ausgenommen wären lediglich Angebote von reinen EU-Unternehmen ohne konkretes US-Engagement. Dieser Standpunkt wird von US-Behörden verteten – die europäische Seite sieht diese Angelegenheit allerdings anders. Doch auch mit einem US-Angebot müssen Sie nicht auf die Vertraulichkeit der Daten verzichten.

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Wenn Sie Ihre Daten vor der Speicherung auf einen US-gestützten Dienst Client-seitig verschlüsseln, können die US-Behörden mit Ihren Daten nur sehr wenig anfangen. Wenn Sie ein Web-DAV-Angebot eines US-Providers nehmen, können Sie es in ein Teamdrive-Laufwerk einbinden. So sind die Daten sicher. Für Dropbox steht außerdem die Verschlüsselungslösung Boxcryptor zur Verfügung, die Sie auf Ihren Rechnern, Tablets und Smartphones installieren können.

Web-DAV-Speicher können Sie unter Windows problemlos mit
Bordmitteln als Laufwerk einbinden.
Vergrößern Web-DAV-Speicher können Sie unter Windows problemlos mit Bordmitteln als Laufwerk einbinden.

Online-Speicher in das eigene System einbinden

Ihren Cloud-Speicher können Sie mit einigen Gratis-Tools oder auch mit den Bordmitteln des Betriebssystems einbinden. Falls Sie sich für eine Web-DAV-Variante entschieden haben, ist das unter Windows ziemlich einfach. In der Laufwerksübersicht des Windows Explorers von Windows Vista und 7 finden Sie in der Menüleiste oben die Option „Netzlaufwerk verbinden“. Manchmal ist sie verdeckt, und Sie können sie mit einem Klick auf „>>“ sichtbar machen. Es erscheint ein Fenster mit der Frage: „Welcher Netzwerkordner soll zugeordnet werden?“. Sie weisen nun dem Online-Speicher einen Laufwerksbuchstaben zu und tragen die Adresse Ihrer Web-DAV-Festplatte ein. Wenn möglich, wählen Sie eine sichere Verbindung. Adressen, die mit einem „https“ beginnen, übermitteln Ihre Daten verschlüsselt über das Internet. Möchten Sie dieses Laufwerk gleich beim Start von Windows verbinden? Dann setzen Sie bei „Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen“ ein Häkchen.

Was Cloud-Dienste mit Ihren Daten tun dürfen

Wenn Sie auf dieses neue Laufwerk doppelklicken, fragt Sie Windows nach Ihrem Nutzernamen und Ihrem Passwort. Soll die Anmeldung automatisch erfolgen, setzen Sie hier ebenfalls ein Häkchen bei „Anmeldedaten speichern“. Die Einbindung in Android- und iOS- Smartphones oder -Tablets erfolgt bei Diensten, die eine Synchronisation anbieten, ebenfalls über eine proprietäre Zugriffs-Software der Anbieter, etwa bei Dropbox, Wuala oder Folio Cloud. Bei Anbietern, die Web-DAV nutzen, müssen Sie Software von Drittanbietern installieren, die kostenpflichtig sein kann.

Beispiele sind Web-DAV Navigator für iOS beziehungsweise Web-DAV Navigator Lite oder der Web-DAV File Manager. Foldersync Lite unterstützt auf Android-Geräten außer Web-DAV-Speicher und FTP auch Dropbox, Ubuntu One, Amazon S3 und Microsofts Skydrive. Für das Web-DAV-Angebot der Telekom Cloud gibt es eine eigene Zugangs-App.

Anbieter von Gratis-Speichern (in Teamdrive integrierbar):

Provider

Kostenloser Speicherplatz

URL für den Cloud-Speicher

Website

Teamdrive

2 GB

(in Teamdrive integriert)

www.teamdrive.com

CloudSafe

2 GB

https://account.webdav.cloudsafe.com/

www.cloudsafe.com

Drive.on Web

3 GB

https//storage.driveonweb.de/probdav

www.driveonweb.de

GMX

1 GB

https://mediacenter.gmx.net/

www.gmx.net

Mydrive

5 GB

https://webdav.mydrive.ch/

www.mydrive.ch

Strato

5 GB

https://account.webdav.hidrive.strato.com

www.free-highdrive.com

Telekom

25 GB

https://webdav.mediencenter.t-online.de /

www.telekom.de/cloud

WebDE

1 GB

https://webdav.smartdrive.web.de/

www.web.de

Insgesamt

44 GB

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