Vorsicht - Abzocker im Web
Sicherheits-Tool nur von vertrauenswürdigen Anbieter anwenden
Abzocke (4): Gauner bieten im Internet angebliche Sicherheits-Software an, etwa Antiviren-Programme. Diese gibt’s erst mal kostenlos zum Download. Wer aber nach der Installation einen Scan mit dem Tool startet, bekommt als Ergebnis auf jeden Fall die Meldung, dass der PC mit Viren verseucht ist. Die meisten der Abzocker-Tools melden Viren, obwohl keine vorhanden sind, einige bringen den Schädling gar selbst mit. Um diese zu entfernen, fordert das Tool den Anwender auf, die Vollversion zu kaufen. Mit drastisch klingenden Warnungen vor Schäden am PC durch die Viren wird der Nutzer regelrecht zum Kauf erpresst.
Abwehr: Sicherheits-Tools sollten Sie nur installieren, wenn diese von einem vertrauenswürdigen Anbieter stammen. Das Sicherheitslabor AV-Test bietet Links zu fast allen seriösen Antiviren-Herstellern der Welt.
Wenn Sie Ihren Browser in einer Sandbox („Sandkasten“) laufen lassen, ist Ihr System ziemlich gut vor Viren, Würmern und Trojanern geschützt, die sich beim Surfen einnisten. Dazu nutzen Sie Sandboxie. Das Tool legt auf dem Desktop ein Icon mit dem Namen „Sandboxed Web Browser“ an. Wenn Sie darauf klicken, startet der unter Windows als Standard festgelegte Browser innerhalb einer Sandbox – zu erkennen an den Zeichen [#] am Anfang und am Ende des Fenstertitels. Downloads, bei denen Sie sicher sind, dass sie ungefährlich sind, können Sie aus der Sandbox herauskopieren. Den restlichen Inhalt der Sandbox sollten Sie spätestens dann löschen, wenn Sie eine Infektion feststellen.
Noch sicherer als der Browser-Sandkasten ist es, mit einem virtuellen PC zu arbeiten. Diesen erhalten Sie zum Beispiel mit dem kostenlosen Mokafive Player. Zusätzlich müssen Sie sich noch ein virtuelles Betriebssystem herunterladen. Am einfachsten nutzen Sie „Fearless Browser“ – ein Eintrag dafür ist in Mokafive Player schon vorgesehen. Sie klicken auf den Play-Button (Pfeilchen), schon startet der System-Download, und der virtuelle PC beginnt bereits währenddessen zu booten. Sie landen in einem einfach zu bedienenden Linux-System mit vorinstalliertem Firefox-Browser. Damit können Sie nach Herzenslust im Web surfen – Viren und Würmer können dem Hauptsystem nichts anhaben.
Abzocke (3): Online-Betrüger verbreiten Malware, die Google-Ergebnislisten im Browser manipuliert: Wenn in den Trefferlisten Adressen von Online-Shops enthalten sind, bei denen die Online-Betrüger Mitglied im Partnerprogramm sind, werden diese Links von der Malware geändert. Sie führen zwar trotzdem noch zum richtigen Ziel, senden aber unbemerkt die Partnernummer der Betrüger mit. Wenn der Surfer dann zum Beispiel bei Amazon etwas bestellt, erhalten die Kriminellen eine Provision vom Shop.
Nicht jeder Schädling, der die Google-Suchergebnisse auf dem PC manipuliert, ist so harmlos für den Anwender. Es gibt auch welche, die in die Suchergebnisse Links zu verseuchten Websites einbauen. Die Schädlinge verbreiten sich weiter, indem sie auf der Festplatte nach Zugangsdaten für FTP-Server forschen. Finden sie welche, suchen sie auf dem FTP-Server nach HTML-Dateien und bauen ihr Weiterverbreitungs-Script ein. Wenn die HTML-Seiten zu einer Website gehören, werden deren Besucher infiziert. Vorausgesetzt, sie surfen mit einem Browser, der Sicherheitslücken enthält.
Abwehr: Benutzen Sie eine aktuelle Antiviren-Software (siehe Kasten Schutzpaket), und installieren Sie jedes Browser-Update sofort nach Erscheinen.


