30.08.2012, 11:36

Moritz Jäger

Sicherheit und Android-Smartphones

Die Top-10-Bedrohungen für Android-Nutzer

Teaser ©istockphoto.com/mikkelwilliam

Android ist populär - das zieht aber nicht nur Nutzer, sondern auch Kriminelle an. PC-Welt zeigt Ihnen die Top-10-Bedrohungen für das Google-Smartphone-Betriebssystem
Googles Smartphone-Betriebssystem ist inzwischen das populärste mobile Betriebssystem, unter anderem wegen seiner offenen Architektur. Diese Popularität sorgt allerdings dafür, dass Android wieder im Visier von Angreifern ist. PC-Welt stellt die zehn größten Gefahren vor, denen Android-Besitzer gegenüber stehen und liefert praktische Ansätze, wie man sie umschiffen kann.
Ein Wort allerdings vorweg: Dieser Artikel soll keine Panik schüren, sondern Android-Nutzer offen auf mögliche Schwachstellen und Angriffsvektoren hinweisen. Einige der erwähnten Punkte, etwa zu den Fehlern im Betriebssystem, Diebstahl des Smartphones oder zu Schnüffel-Apps sind kein reines Android-Problem, sondern lassen sich auf andere Betriebssysteme, etwa iOS, übertragen.
Malware: Android ist ein populäres Betriebssystem und diese ziehen naturgemäß Malware-Autoren an. Daher ist es kein Wunder, dass sich die Sicherheitsanbieter mit Anti-Viren-Apps überschlagen. Tatsächlich schaffen es einzelne bösartige Programme immer wieder in den offiziellen Android Marktplatz, Google Play, trotz diverser Sicherheitsmaßnahmen.
Abhilfe: Die gute Nachricht: Aktuell gibt es noch keine Malware, die sich ohne Zutun des Nutzers verbreiten kann. Mit etwas gesundem Menschenverstand sollten Anwender also sicher sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich eine Anti-Viren-App installieren. Diese schützen zumindest vor bekannter Malware.
Keine Updates: Die nächste Schwachstelle von Android liegt in der Update-Politik. Neue Programmversionen liefern nicht nur zusätzliche Funktionen, sondern schließen bekannte Sicherheitslücken. Allerdings geht die Firmware zunächst von Google zu den Smartphone-Herstellern, anschließend zu den Mobilfunkbetreibern und wird erst danach an die Nutzer ausgeliefert. Dazu kommt, dass die Hersteller für ältere Smartphones oft keine Updates mehr liefern. So kommt es zu einer Fragmentierung im Android-Markt bei der ein Großteil der Nutzer mit veralteten Betriebssystemen arbeiten, die noch dazu bekannte Sicherheitslücken aufweisen.
Abhilfe: Leider kann der Endnutzer hier wenig unternehmen, außer den Herstellern ständig auf allen möglichen Kanälen (Social Media, Foren, E-Mails) auf die Nerven zu gehen. Die Alternative sind Custom ROMs, also Firmware-Versionen, die von der Community entwickelt wird. Diese setzen allerdings etwas Wissen voraus, zudem setzt man seine Garantie aufs Spiel. Eine gute Anlaufstelle für Interessierte ist das Forum XDA-Developers.
Schnüffel-Apps im Markt: Applikationen müssen nicht unbedingt bösartigen Code enthalten, einige legitime Apps haben in den letzten Monaten eine ungesunde Neugier bewiesen. Diese Apps laden private Informationen auf den Server des Anbieters, meist ohne dass der Nutzer davon etwas mitgebekommt.
Abhilfe: Achten Sie in jedem Fall auf die Rechte, die sich eine App einräumt. Wirkt hier etwas seltsam, dann suchen Sie zunächst auf den Seiten des Entwicklers nach einer Erklärung, lesen Sie die Bewertungen und schreiben Sie den Entwickler im Zweifel an. Solange Sie aber ein schlechtes Gefühl haben, sollten Sie diese App nicht installieren. Root-Nutzer könne Firewalls wie DroidWall nutzen, um den Zugriff ins Web zu überwachen - allerdings hilft das wenig, wenn die Applikation sowieso mit dem Internet Verbindung aufnimmt.
Fehler und Schlampereien in Apps: Noch schlimmer als Schnüffel-Apps sind schlampig programmierte Anwendungen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der populäre Instant Messenger WhatsApp. Diese App nutzt zwar SSL für die Verbindung, die eigentlichen Nachrichten werden aber unverschlüsselt übertragen. Das bedeutet, dass jeder, der Kontrolle über den WLAN-Access-Point hat, die Kommunikation mitlesen kann. In offenen WLANs kann sogar jeder Nutzer im Umkreis die Daten auslesen.
Abhilfe: Fehler in Apps werden meist per Zufall gefunden und zum Glück oft behoben. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Apps so aktuell wie möglich halten. Nimmt ein Hersteller keine Verbesserung vor, sollten Sie die App im Zweifel deinstallieren.
Phishing: Die Browser in Android werden immer besser, vor allem seit es Apps wie Chrome gibt. Damit steigt allerdings auch die Gefahr durch Phishing-Attacken. Die meisten Sicherheitsfunktionen, die es über die Jahre in Desktop-Browser geschafft haben, fehlen in mobilen Geräten noch. Zudem kann man aufgrund des kleineren Platzes oft nicht die komplette URL einsehen, eine geschickt gefälschte Seite könnte auf Android (oder iOS oder Windows Phone) also deutlich überzeugender sein als auf dem Desktop.
Abhilfe: Die allgemeinen Anti-Phishing-Tipps gelten auch auf mobilen Geräten. Achten Sie auf den Absender der Mail, geben Sie die Adressen Ihrer Bank oder von sensiblen Seiten direkt ein oder speichern Sie diese in den Favoriten. Apps wie Lookout bieten in der Premium-Version einen Scanner für Webadressen.
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