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Desktop-Firewall Schritt für Schritt erklärt

29.04.2010 | 11:12 Uhr |

Eine Firewall schützt Ihren PC vor unerwünschten Zugriffen aus dem Internet. Hier lesen Sie, für wen der Standardschutz genügt und wer eine aufwendigere Firewall einsetzen sollte. Am Beispiel Zone Alarm zeigt PC-WELT die optimale Konfiguration.

Microsoft hat Windows7 mit einer gegenüber XP weiterentwickelten Firewall ausgestattet.
Vergrößern Microsoft hat Windows7 mit einer gegenüber XP weiterentwickelten Firewall ausgestattet.
© 2014

Gegen die Angriffe Krimineller auf Ihren PC sollen Sicherheitsprogramme schützen: ein Antiviren-Programm und eine Firewall. Bei der Firewall haben Sie die Wahl zwischen einer schlichten Software oder einer Zwei-Wege-Lösung mit Regelassistent. Die Windows-Firewall blockt standardmäßig alle Zugriffsversuche aus dem Internet ab. Ein herkömmlicher DSL-Router bietet ebenfalls einen solchen Basisschutz. Eine Zwei-Wege-Desktop-Firewall dagegen kümmert sich auch um den Datenstrom, der von Ihrem PC aus ins Internet gelangt. So kann sie Spionage-Programme blockieren, die sich am Antiviren-Programm vorbeigeschmuggelt haben. In diesem Artikel erfahren Sie, für wen die einfacheren Schutzprogramme genügen und wer sich eine aufwendigere Desktop-Firewall installieren sollte. Dazu liefert die PC-WELT einen ausführlichen Workshop für die beliebte Gratis-Firewall 53/zonealarm_firewall/:Zone Alarm Free .

Windows-Firewall oder Zusatz-Software: Diesen Schutz brauchen Sie
Die gute Nachricht ist: Wer sich möglichst wenig mit dem Thema Sicherheit beschäftigen möchte, muss nicht unbedingt eine Firewall installieren. Denn Windows ist seit dem Service Pack 2 für XP mit einer aktiven Firewall ausgestattet. In Vista und Windows 7 hat Microsoft sie verbessert.

Windows-Firewall:
Die im Microsoft-Betriebssystem enthaltene Firewall lässt aus dem Internet nur Daten passieren, die der PC zuvor angefordert hat. Alle anderen Daten – und damit auch die Angriffe von Hackern – weist die Firewall ab. Nur diesen einen Weg, den eingehenden Verkehr, kontrolliert sie standardmäßig. Theoretisch könnte die Firewall in Vista und Windows 7 auch den ausgehenden Verkehr regeln. Praktikabel ist das allerdings nicht: Der Windows-Komponente fehlt dafür ein Konfigurationsassistent. Als Microsoft die Firewall in Windows integriert hat, vertraute anfangs kaum ein Windows-Kenner diesem Schutzprogramm. Zu schlecht war das Image des Herstellers, wenn es ums Thema Sicherheit ging. Die meisten Computerbesitzer installierten sich lieber eine Desktop-Firewall. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Windows-Firewall ihre Aufgabe zuverlässig erledigt und gegen Angriffe von außen sehr robust ist. Allerdings kontrolliert sie eben keine Daten, die vom PC aus ins Internet gesendet werden. Ein Trojaner, der vom Antiviren-Programm unbemerkt bleibt, kann von der Windows-Firewall ungestört Infos ins Web senden. Wer das verhindern möchte, benötigt eine Desktop-Firewall mit Zwei-Wege-Filter, etwa 53/zonealarm_firewall/:Zone Alarm Free .

Gratis-Desktop-Firewall:
Eine solche Firewall benachrichtigt Sie jedes Mal, wenn ein Programm online gehen will. Sie haben dann die Möglichkeit, die Aktion zu stoppen oder zu erlauben. Wahlweise können Sie aus Ihrer Entscheidung gleich eine Regel erstellen lassen. Durch diese Meldungen bekommen Sie einen genauen Überblick, welche Online-Aktivitäten sich auf Ihrem Rechner abspielen.

Kostenpflichtige Desktop-Firewalls:
Diese Tools unterscheiden sich von den Gratis-Programmen hauptsächlich durch eine einfachere Bedienung. Statt bei jedem Online-Programm den Anwender um Erlaubnis zu fragen, treffen sie die Entscheidung aufgrund einer Datenbank. Empfehlen kann PC-WELT die Bezahl-Programme aber kaum. Wer für mehr Komfort Geld ausgeben möchte, sollte besser gleich in eine komplette Sicherheits-Suite investieren. Darin arbeiten Virenschutz und Firewall optimal zusammen. Empfehlenswert sind etwa die Software-Pakete 96996/g_data_internetsecurity_201:0/:G-Data Internet Security 201:0 oder Symantecs Norton Internet Security 201:0 .

DSL-Router:
Die meisten Anwender profitieren noch von einer Firewall-ähnlichen Funktion in ihren DSL-Routern – der NAT-Funktion (Network Address Translation). Diese arbeitet im Prinzip wie die Windows-Firewall. Sie blockiert alle Datenpakete aus dem Internet, die zuvor nicht angefordert wurden. Doch vom PC aus fließen Daten ungefiltert ins Internet.
Empfehlung: Wer einen DSL-Router hat, ist bereits gut geschützt. Die Windows-Firewall liefert zudem eine gute Grundsicherung gegen Angriffe aus dem Internet. Eine zusätzliche Desktop-Firewall ist für alle Anwender interessant, die die volle Kontrolle über ihren Rechner haben wollen. Dafür müssen sie allerdings einen hohen Aufwand bei der Konfiguration in Kauf nehmen. Damit Sie es dabei so leicht wie möglich haben, finden Sie hier Tipps zur leistungsfähigen Desktop-Firewall 53/zonealarm_firewall/:Zone Alarm Free .

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