Smartphone-Sicherheit

Mehr Schutz durch clevere Sicherheits-Apps

Montag den 02.07.2012 um 11:01 Uhr

von Christoph Hoffmann

Bildergalerie öffnen Android, Sicherheits-Apps, Lookout Security
© istockphoto.com/mbortolino
Apple schottet seinen App Store ab und tut gut daran. Denn im Gegensatz zum Android Market gibt’s dort keine Malware und demnach auch keine Sicherheits-Apps. Die braucht man unter Android auf jeden Fall.
Die Nachricht kam für Fachleute nicht wirklich überraschend: Google musste Ende vergangenen Jahres eingestehen, dass einige aus dem Android Market – jetzt Google Play – geladene Apps als Malware auf den Geräten argloser Nutzer ihr Unwesen getrieben haben. Da es im Android Market nur geringe Sicherheitskontrollen gibt, waren die schädlichen Programme monatelang erhältlich. Die harmlos wirkenden Bildschirmhintergründe, Horoskope oder Spiele waren so programmiert, dass sie den Nutzer durch den Versand von teuren Premium-SMS-Nachrichten geschädigt haben. Erst auf Drängen von Lookout, dem Entwickler einer Sicherheits-Software, wurden schließlich 27 Apps aus dem Android Market entfernt. Da der Druck der Medien auf Google zunimmt, hat Google dem Android Market selbst einen automatischen Scanner namens Bouncer hinzugefügt. Dieser soll Malware-Apps sofort nach dem Hochladen durch die Entwickler erkennen. Dabei durchsucht der Google-Algorithmus neue Apps nach bekanntem Schadcode und prüft die Dateien auf verdächtige Verhaltensmuster. Bouncer nehme auch bereits hochgeladene Apps unter die Lupe, heißt es im offiziellen Blog ( http://googleblog.blogspot.com ). Allerdings sollte man sich als Android-Nutzer nicht ausschließlich auf Google verlassen. Ratsam ist es, selbst für mehr Sicherheit am Android-Smartphone zu sorgen – und zwar mit Apps aus dem Android Market. 


So landen Viren-Apps auf dem Smartphone

Die meisten Android-Viren werden heute an legale und beliebte Apps angehängt und daraufhin unter ähnlichem Namen neu im Android Market veröffentlicht. Beispiel: Aus der seriösen App Guitar Solo Light machten Virenprogrammierer einen Trojaner namens Super Guitar Solo. Diese App stellten sie neu in den offiziellen Android Market und fanden so Tausende von Opfern, die sich die verseuchte App bereitwillig installierten. Ist der Android-Virus aber erst einmal aktiv, kann er ähnlich großen Schaden anrichten wie ein Schädling auf Windows-PCs.

In der kostenlosen Basisversion prüft Lookout Security
& Antivirus bereits vorhandene und jede neu installierte
App.
Vergrößern In der kostenlosen Basisversion prüft Lookout Security & Antivirus bereits vorhandene und jede neu installierte App.

Virenprogrammierer haben sich eine weitere Methode ausgedacht, um ihre Schädlinge auf fremde Android-Handys zu bringen. Sie schalten in harmlosen, aber werbefinanzierten Apps eine Anzeige für ihre verseuchte App. Wer auf die Anzeige tippt, etwa weil dort ein neues Handyspiel beworben wird, landet dann auf einer Internetseite, die dem offiziellen Android Market zum Verwechseln ähnlich sieht. Dort wartet die infizierte App auf ihre Installation. Anwender, die in den Android-Einstellungen auch Apps aus fremden Quellen zulassen, werden vor der Installation nicht gewarnt. Es sei denn, sie nutzen eine Schutz-Software wie Lookout Security & Antivirus (Basisversion kostenlos).

Montag den 02.07.2012 um 11:01 Uhr

von Christoph Hoffmann

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