171100

22 geniale Gratis-Sicherheits-Tools für Windows

02.11.2016 | 14:09 Uhr |

Geben Sie Dieben und Datenverlust keine Chance! Mit den richtigen Tools ist es ein Leichtes, Ihre Daten zu schützen, Hacker abzuwehren oder Gelöschtes wiederherzustellen.

Digitale Informationen sind ständig Gefahren ausgesetzt: Mal schickt sich ein Erpresservirus an, sie zu verschlüsseln; mal dringen neugierige Hacker ins System ein und wollen sie kopieren; oder die Speichersysteme machen schlapp und schicken ganze Gigabytes an wichtigen Daten ins digitale Nirwana. Damit ist jetzt Schluss. PC-WELT stellt Ihnen 29 geniale Tools vor, die einfach zu bedienen sind und auch die größten Datenkatastrophen meistern können.

Auch interessant: Die PC-WELT Sicherheitszentrale

Informationen schützen

Sicherheit ist in erster Linie der Schutz von Daten. Egal, ob Sie sich gegen schnüffelnde Mitbewohner, gierige Onlinebanking-Diebe oder kriminelle Möchtegernhacker wehren wollen – mit unseren Programmen sind Ihre Informationen vor dem Zugriff durch andere sicher verwahrt.

1. Veracrypt: Daten verschlüsseln

Das Ende von Truecrypt hat die IT-Landschaft schwer getroffen. Zum Glück gibt es mit Veracrypt einen würdigen Nachfolger, der die Code-Basis von Truecrypt nutzt und mit bereits erstellten Containern zum Teil kompatibel ist.

So geht’s: Veracrypt legt verschlüsselte Container an, in denen Dateien abgelegt werden. Sie müssen zu Beginn die Größe und das passende Kennwort definieren, anschließend können Sie den Container entpacken und wie eine zusätzliche Festplatte nutzen. Interessant ist der „Plausible Deniability“-Modus: Dieser erstellt im verschlüsselten Container eine weitere, versteckte und verschlüsselte Festplatte. Erst wenn ein zweites Kennwort eingegeben wird, entsperrt sich auch diese. Die erste Platte füllen Sie mit beliebigen harmlosen Daten.

2. Freeraser: Daten sicher löschen

Der Windows-Papierkorb ist kein Ort für sensible Daten. Freeraser löscht Daten, indem sie mehrfach mit zufälligen Daten überschrieben werden und so (meist) nicht mehr hergestellt werden können.

So geht’s: In den Einstellungen können Sie festlegen, wie oft die Daten mit Zufallszahlen überschrieben werden sollen – einfach, dreifach oder 35-fach. Je öfter die Daten überschrieben werden, desto sicherer ist es, aber es dauert auch länger. Aktivieren Sie anschließend das Löschprogramm aus der Taskleiste, und ziehen Sie das zu löschende Dokument auf das Icon. Freeraser wird aktiv und löscht die Daten sicher.

Lastpass ist ein cloudbasierter Kennwortdienst, der Zugangsdaten sicher speichert und dank Browser-Plug-ins automatisch dort einfüllt, wo sie benötigt werden. (Quelle: LastPass)
Vergrößern Lastpass ist ein cloudbasierter Kennwortdienst, der Zugangsdaten sicher speichert und dank Browser-Plug-ins automatisch dort einfüllt, wo sie benötigt werden. (Quelle: LastPass)

3. Document Metadata Cleaner

Office-Dokumente sind voller verräterischer Nutzerinformationen, darunter ist der Benutzername oder das Unternehmen, auf welches das Office-Paket zugelassen ist. Document Metadata Cleaner entfernt diese sensiblen Informationen schnell und bequem.

So geht’s: Das Programm ist einfach zu nutzen: Nach dem Start können Sie die relevanten Dokumente zunächst analysieren und im nächsten Schritt von persönlichen Informationen säubern.

4. Lastpass: Passwortmanager

Komplexe Kennwörter kann sich kaum jemand merken. Zum Glück gibt es mit Lastpass einen praktischen Kennwortmanager, der sich über die Cloud bequem über verschiedene Browser und Systeme synchronisiert.

So geht’s: Lastpass installiert sich als Erweiterung in aktuelle Browser und importiert anschließend sämtliche gespeicherten Zugangsdaten. Anschließend können Sie bei jedem neu angelegten Konto ein starkes Kennwort erstellen und automatisch speichern lassen. Lastpass ist kostenlos; alternativ können Sie auch einen Premium-Account mit mehr Funktionen abschließen.

Tipp: Die neuesten Sicherheitsupdates

5. Keepass: Kennwortverwaltung

Zugangsdaten sind sensibel, nicht jeder möchte einem Clouddienst wie Lastpass (siehe oben) diese Informationen anvertrauen. Zum Glück gibt es mit Keepass eine vielseitige Open-Source-Lösung.

So geht’s: Keepass ist ein einfach zu verstehendes Windows-Programm, in dem Sie beliebige Zugangsdaten speichern können. Wenn Sie ein Kennwort benötigen, können Sie es bequem kopieren. Zudem können Sie zahlreiche Plug-ins installieren, um Keepass an sie anzupassen.

6. Volume Shadow Copy

Der Volume Shadow Copy Service von Windows erstellt automatisch Schnappschüsse von Ihren Daten, wenn diese geändert werden. Bei einem Fehler lassen sich ältere Zustände recht leicht wiederherstellen.

So geht’s: Seit Windows 7 ist die Shadow-Copy-Funktion Teil von Windows, Sie können sie über die Computerverwaltung „Freigegebene Ordner –> Alle Tasks –> Schattenkopien konfigurieren“ aktivieren. Achten Sie allerdings auf genügend Speicherplatz. Weitere Infos finden Sie in diesem Ratgeber .

Bvckup 2 bietet eine ebenso schlichte wie flinke Oberfläche, über die Datensicherungen schnell und sicher durchgeführt werden. Es eignet sich für Nutzer, die ein unkompliziertes Backuptool suchen.
Vergrößern Bvckup 2 bietet eine ebenso schlichte wie flinke Oberfläche, über die Datensicherungen schnell und sicher durchgeführt werden. Es eignet sich für Nutzer, die ein unkompliziertes Backuptool suchen.

7. Bvckup 2: Simples Backup-Tool

Bvckup 2 – ausgesprochen „Backup“ – hat ein Ziel: einfache Datensicherungen, ohne die Nutzer mit Schnickschnack abzulenken.

So geht’s: Sie richten Bvckup 2 ein und können das Tool anschließend vergessen. Es arbeitet im Hintergrund und sichert Daten von A nach B. Das klappt auch mit großen oder gesperrten Dateien sehr gut. Auf Wunsch sichert Bvckup 2 nur die neuen Informationen – gerade bei großen Dateien ist das sehr praktisch. Das Tool kostet einmalig etwa 18 Euro.

8. Bonkey: Datensicherung Plus

Bonkey ist das Gegenteil von Bvckup 2: Es gibt kaum eine Funktion oder einen externen Dienst, den dieses praktische Tool nicht kennt.

So geht’s: Installieren Sie Bonkey, und sagen Sie dem Tool, welche Dateien wohin gesichert werden sollen. Neben lokalen Speichern oder Netzwerkspeicherorten sind auch Clouddienste wie Amazon AWS möglich. Anschließend können Sie noch die Backup-Frequenz einstellen, und Bonkey macht sich an die Arbeit. Ein sinnvolles und noch dazu kostenloses Tool.

9. F-Secure Freedome: VPN

Der Hersteller von Antivirensoftware F-Secure bietet seit einiger Zeit einen VPN-Dienst an. Dieser stützt sich auf starke finnische Datenschutzgesetze und ist angenehm schnell: perfekt für Notebook oder Smartphone, um eigne Daten in öffentlichen WLANs zu schützen.

So geht’s: Nach der Installation können Sie auswählen, an welchem Ort der Welt Sie Freedome verorten soll. Anschließend können Sie den VPN-Dienst mit einem Klick aktivieren und Ihre Daten zuverlässig schützen. Freedome kostet ab 49,90 Euro im Jahr.

Freedome von F-Secure ist ein schneller VPN-Client, der Ihnen erlaubt, verschiedene Standorte auf der ganzen Welt auszuwählen ? praktisch, um die eigenen Daten in offenen WLANs zu schützen und um Geosperren zu umgehen.
Vergrößern Freedome von F-Secure ist ein schneller VPN-Client, der Ihnen erlaubt, verschiedene Standorte auf der ganzen Welt auszuwählen ? praktisch, um die eigenen Daten in offenen WLANs zu schützen und um Geosperren zu umgehen.

3 Top-Sicherheitstools für Profis

SSL-Zertifikate waren lange Zeit teuer und umständlich einzurichten.Das hat sich mit Let’s Encrypt geändert: Die Initiative bietet für jedermann kostenlose SSL-Zertifikate und Tools, die die Installation enorm vereinfachen. Das ist nicht nur praktisch für Webseiten oder Applikationen, sondern lässt sich auch für Testumgebungen oder Netzwerkhardware nutzen, um nervige Fehlermeldungen loszuwerden. Inzwischen hat der Dienst die Betaphase hinter sich gelassen und bereits mehr als 1,7 Millionen gültige Zertifikate für mehr als 3,8 Millionen Webseiten ausgegeben. Auf der Website von „Let’s Encrypt“ finden Sie eine ausführliche Anleitung.

EMET von Microsoft hüllt Programme im Hintergrund in mehrere zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Vergrößern EMET von Microsoft hüllt Programme im Hintergrund in mehrere zusätzliche Schutzmaßnahmen.

Hinter dem Enhanced Mitigation Experience Toolkit , kurz EMET , steckt ein Tool von Microsoft, mit dem sich Sicherheitsrisiken in Programmen und die Angriffsflächen minimieren lassen. Das EMET legt eine zusätzliche Schicht um ausgeführte Programme und kann bekannte Schwachstellen oder Programmlücken durch zusätzliche Maßnahmen schützen. Das stellt Angreifer vor zusätzliche Hürden und hilft oft sogar bei gerade erst entdeckten Schwachstellen.

Bei der Fehlersuche oder beim Absichern von Webanwendungen muss man die übertragenen Daten manipulieren oder genau analysieren können, was beim Kontakt mit einer Webseite geschieht. Genau diese Funktionen bietet Fiddler , ein kostenloser und vielseitiger Webproxy, der sich allerdings aufgrund seiner Funktionsvielfalt und Komplexität eher an Profis als an Einsteiger wendet.

Daten retten und umziehen

Wenn Daten versehentlich gelöscht werden oder Speichermedien einen Defekt aufweisen, dann kann das schnell zu einer Katastrophe werden. Doch keine Panik, denn mit diesen Tools haben Sie die besten Chancen, die wichtigen Informationen dennoch zu retten!

Siehe auch: Der WLAN-Knack-Test

10. UC: Der geniale Kopierer

Wenn Festplatten oder Flashspeicher einen physikalischen Fehler aufweisen, scheitern normale Kopierprogramme oft beim Übertragen der Informationen. Der „ Unstoppable Copier “ von Roadkill versucht alle möglichen Informationen aus dem defekten Datenträger zu übertragen und diese wieder zusammenzusetzen. Das klappt extrem gut und kann oft bereits verloren geglaubte Daten retten.

So geht’s: Nach der Installation wählen Sie Quelle und Ziel, anschließend legt das Tool los und versucht, Ihre Daten zu übertragen.

11. Recuva: Daten wiederherstellen

Wenn wichtige Daten aus Versehen gelöscht werden, dann kann das ein großes Unglück bedeuten. Recuva kann hier helfen und versuchen, Daten von Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten zu retten.

So geht’s: Recuva bietet ein einfaches, grafisches Interface, über das Sie das zu prüfende Laufwerk auswählen können. Anschließend scannt Recuva dieses Verzeichnis und zeigt alle Dateien, die enthalten sind oder gerettet werden können. Wählen Sie diese Daten aus, und versuchen Sie, mit einem Klick diese wiederherzustellen. Recuva ist in der Grundversion kostenlos, alternativ gibt es eine Profiversion für knapp 23 Euro.

12. Comodo Rescue Disk

Die Notfalldisk von Comodo kann einen problematischen Rechner starten und bietet anschließend zahlreiche Tools, um diesen zu reparieren. Dazu gehören ein Antivirenscanner, der sich automatisch aktualisiert, sowie verschiedene Werkzeuge zur Datenrettung.

So geht’s: Sie können die Comodo Rescue Disk im ISO-Format herunterladen und auf eine CD brennen oder einen USB-Stick kopieren. Anschließend können Sie den Problemrechner damit booten und über die grafische Oberfläche die notwendigen Tools auswählen.

13. Clonezilla: Laufwerke kopieren

Conezilla kann direkte Kopien von Laufwerken erzeugen, etwa für Backups oder um Systeme in neuen Umgebungen wiederherzustellen.

So geht’s: Clonezilla ist eine auf Linux basierende Live-CD, mit der Sie das zu sichernde System starten müssen. Das Design ist zwar nicht besonders stylisch, erfüllt seinen Zweck aber sensationell gut.

Tipp: Die besten Passwort-Helfer

14. Acronis Migrate Easy

Wem Clonezilla etwas zu spartanisch ist, der sollte Acronis Migrate Easy ausprobieren. Das Programm ist ideal, um etwa von einer alten Festplatte auf eine neue umzuziehen

So geht’s: Dank der grafischen Benutzeroberfläche ist Migrate Easy intuitiv zu verwenden. Ein Assistent führt Sie durch die Migration und hilft Ihnen beim automatischen oder manuellen Upgrade von Festplatten. Die Software passt auch den Bootvorgang an, falls das notwendig sein sollte. Acronis Migrate Easy kostet 39,95 Euro.

Malwarebytes will mit Antiransomware ein spezielles Abwehrsystem gegen Erpressersoftware liefern. Aktuell ist das Schutzprogramm in der Betatestphase und kostenlos erhältlich.
Vergrößern Malwarebytes will mit Antiransomware ein spezielles Abwehrsystem gegen Erpressersoftware liefern. Aktuell ist das Schutzprogramm in der Betatestphase und kostenlos erhältlich.

Mit diesen 3 Apps die Android-Sicherheit erhöhen

Auch für Android gibt es zahlreiche Apps, mit denen Sie die Sicherheit erhöhen können. Einer davon ist der QR Scanner von Kaspersky. Wenn Sie damit einen QR-Code einscannen, überprüft die Applikation den verknüpften Inhalt und warnt, falls gefährliche Inhalte geladen werden sollen.

Nicht nur PCs, auch Android-Geräte werden immer wieder von Ransomware attackiert. Diese tarnt sich beispielsweise als Update für Flash oder als beliebte, scheinbar kostenlose App – und verschlüsselt dann die Inhalte. Anschließend soll der Nutzer ein Lösegeld zahlen, um wieder an die Daten zu kommen. Oder Sie nutzen die Avast Ransomware Removal App , um die bösartigen Applikationen zu löschen und das Handy wieder zu befreien.

Wenn Sie auf der Suche nach einer Rundumsicherheitslösung für Android sind: Lookout hat mit der App Antivirus & Sicherheit ein passendes Angebot. Neben einem Virenscanner ist auch der Schutz vor Spyware oder eine Funktion zur Geräteordnung mit dabei.

Erpresserviren abwehren

Fast jede Woche taucht eine neue Ransomware auf: Diese bösartige Schadsoftware verschlüsselt die Daten der Nutzer und verlangt anschließend ein Lösegeld, um sie wieder freizugeben. Glücklicherweise lässt sich die Verschlüsselung teilweise knacken; alternativ können Sie sich mit speziellen Programmen (und regelmäßigen Daten-Backups) schützen.

15. Petya Decryptor

Die Petya-Ransomware treibt aktuell ihr Unwesen, der Decryptor ist ein gutes Beispiel für diese Programme. Ein Entwickler konnte einen Algorithmus entwickeln, mit dem sich verschlüsselte Daten innerhalb kürzester Zeit entsperren lassen.

So geht’s: Das Tool ist etwas komplex, leider. Zunächst müssen Sie einen Teil der infizierten Festplatte kopieren und hochladen (dabei hilft das Tool Petya Extractor von Fabian Wosar), anschließend muss diese Information auf der Webseite petya-pay-no-ransom.herokuapp.com hochgeladen werden. Anschließend macht sich das Tool an die Arbeit und liefert den richtigen Key. Petya ist nicht die einzige Ransomware, die von Experten geknackt wurde; googeln Sie bei einer Infektion also zunächst online, bevor Sie das Lösegelde zahlen.

16- Anti-Ransomware

Der Sicherheitsanbieter Malwarebytes bietet als einer der ersten Sicherheitsentwickler eine Anti-Ransomware-Lösung . Diese spezielle Sicherheitslösung achtet darauf, welche Daten die Malware zu verschlüsseln versucht, und stoppt sie, bevor sie aktiv werden kann. Aktuell ist die Software in einer ersten Betaphase und kann kostenlos getestet werden (Backups sollten Sie aber dennoch erstellen).

So geht’s: Der Einsatz ist recht einfach, Sie müssen lediglich die Vorabversion installieren und im Hintergrund laufen lassen. Sobald das Tool eine Ransomware entdeckt, wird es von selbst aktiv. Allerdings ist das Anti-Ransomware-Programm noch lange nicht final, Sie sollten daher Ihre Dateien in jedem Fall zusätzlich auf einem externen Medium sichern.

Praktische Zusatztools

Nicht alle Sicherheitstools sind direkt als solche gekennzeichnet. Dennoch sind auch solche Programme unverzichtbar, wenn Sie Ihren PC (oder den von Freunden und Familienmitgliedern) stärker schützen möchten.

17. PC Decrapifier: Aufräumen

Wer einen fertigen PC kauft, erhält neben dem Betriebssystem massenweise unnötigen Softwaremüll. Statt diese Daten per Hand zu löschen, können Sie den PC Decrapifier nutzen, um den Rechner deutlich schneller zu säubern.

So geht’s: Der PC Decrapifier listet alle auf dem PC installierten Programme auf, und Sie können Unerwünschtes anschließend auswählen und entfernen lassen. Die Software ist Donationware, Sie können das Programm kostenlos nutzen oder für wenig Geld erwerben, um die Entwicklung zu unterstützen.

18. Teamviewer: PC-Wartung

Familienmitglieder haben meist dann ein PC-Problem, wenn Sie nicht in der Nähe sind. Kein Problem mit Teamviewer ! Mit dem Tool können Sie den anderen PC übers Web ansteuern und ihn wie ihren eigenen PC vor Ort bedienen.

So geht’s: Teamviewer muss auf beiden Systemen installiert sein. Um auf einen PC zuzugreifen, benötigen Sie dessen ID (Ihr Gegenüber sollte diese auf dem PC sehen und Ihnen mitteilen können). Teamviewer ist für die nicht-kommerzielle Nutzung kostenlos – Sie sollten die Software daher bei jedem technisch weniger versierten Verwandten installiert haben.

Ratgeber: So knacken Sie Ihr vergessenes Passwort

19. Prey: Notebooks wiederfinden

Hoffentlich benötigen Sie Prey niemals – denn die Aufgabe der Software ist es, gestohlene Notebooks (und Tablets oder Smartphones) zu sperren und den Aufenthaltsort möglichst genau zu bestimmen. Die Software wartet im Hintergrund darauf, dass vom zentralen Prey-Rechner aus ein Notfallsignal geschickt wird. Dann wird die Software aktiv, sammelt die notwendigen Informationen und meldet diese zurück an den zentralen Rechner.

So geht’s: Prey muss installiert werden, bevor das Gerät gestohlen wird, danach ist es zu spät. Verschwindet das Gerät, können Sie Prey über die Webseite aktivieren. Dazu muss das System aber ins Internet gelangen – es lohnt sich also vielleicht, einen begrenzten Gastaccount ohne Passwort auf dem Notebook einzurichten, damit sich ein Dieb mit einem WLAN verbinden kann. Prey ist in der Grundversion kostenlos, wer mehr Funktionen benötigt, kann seinen Account kostenpflichtig upgraden.

20. Process Explorer

Profis nutzen den Windows Taskmanager häufig, aber nicht immer ist er das richtige Werkzeug. Der Process Explorer ist eine perfekte Alternative, die nicht nur kostenlos ist, sondern zudem zahlreiche neue Funktionen mitbringt.

So geht’s: Der Process Explorer lässt sich direkt von der Microsoft-Webseite herunterladen und anschließend direkt ausführen. Besonders praktisch ist der „Fadenkreuz-Modus“, mit dem Sie ein Programm auswählen und sich den zugehörigen Prozess direkt anzeigen lassen können.

Mehr Browsersicherheit

Browser sind wohl die am häufigsten genutzten Programme auf PCs. Das wissen auch Kriminelle: Webseiten und Browser sind gern genutzte Angriffsziele. Mit zwei cleveren Erweiterungen können Sie sich effektiv schützen.

21.  HTTPS Everywhere

Onlinedienste und Webseiten bieten immer häufiger verschlüsselte Verbindungen, allerdings noch nicht standardmäßig. Die Erweiterung HTTPS Everywhere der amerikanischen EFF setzt hier an und biegt Webanfragen vom unverschlüsselten http auf https um.

So geht’s: Nach der Installation der Erweiterung ist HTTPS Everywhere automatisch aktiv und arbeitet im Hintergrund. Sie selbst müssen sich um nichts mehr kümmern. Die Erweiterung gibt es für die Browser Firefox , Chrome , Opera und Android.

22. Umatrix: Die Webfirewall

Moderne Webseiten laden zahlreiche externe Daten und Skripte nach – nicht immer achten diese die Privatsphäre der Nutzer, teilweise werden sie sogar von Kriminellen für die Verteilung von Malware genutzt. Umatrix ist eine Art Firewall, mit der Sie gezielt einzelne Komponenten auf Webseiten blocken und sich so vor ihnen schützen können.

So geht’s: Umatrix blockiert nach der Installation zunächst einmal alle Skripte von externen Seiten; anschließend können Sie gezielt entscheiden, was Sie zulassen möchten. Das macht etwas Arbeit, aber es lohnt sich, damit Sie langfristig ein besseres (und sichereres) Surferlebnis haben. Umatrix gibt es für Firefox, Chrome und andere Browser.

Weitere Tools zum Schutz vor Viren

Avira Free Antivirus ist eine der beliebtesten Sicherheitslösungen und bei Millionen Anwendern im täglichen Betrieb. Avira Free Antivirus verfügt über die generische Reparatur. Mit ihr kann Avira Free Antivirus nicht nur die letzten Reste von entdeckter Malware beseitigen, sondern auch das beschädigte System reparieren beziehungsweise in seinen früheren Zustand zurückversetzen. In der PC-WELT-Download-Datenbank gehört das Gratis-Tool mit über 14 Millionen Downloads zu den erfolgreichsten Tools zur Bekämpfung von Viren.

Download-Galerie: 20 geniale Gratis-Sicherheitstools für Windows

Doch nicht nur Ihre Zugangsdaten für Online-Dienste sollten Sie schützen. Auch der Desktop-PC muss nach wie vor gegen Hackerangriffe abgeriegelt werden. Das muss aber nicht viel kosten. Das stellen wir Ihnen mit den Gratis-Sicherheitstools unter Beweis. Die Tools sorgen dafür, dass Sie beruhigt im Internet surfen und am PC arbeiten können, ohne Angst vor Viren, Würmern, Schädlingen oder anderen Attacken haben zu müssen. Zusätzlich schützen die Tools auch Ihre Daten und Privatsphäre:

Aktuelle News und Ratgeber zum Thema Sicherheit

Ob Desktop-Firewall, Virenscanner oder Datenrettung - für jeden sicherheitsrelevanten Bereich sind Tools dabei. Auch Keylogger werden bekämpft. Außerdem hilft ein weiteres Tool Office-Anwendern dabei, nicht versehentlich Office-Dokumente weiterzugeben, in denen persönliche Informationen versteckt sind. Ebenfalls fündig werden Firefox-Fans und WLAN-Nutzer.

PC-WELT Sicherheitsnewsletter jetzt gratis abonnieren

Wenn Sie immer auf dem aktuellen Stand sein möchten, dann empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Sicherheits-Newsletter. Dieser Newsletter erscheint Montag bis Freitag und liefert Ihnen die wichtigsten Meldungen rund um das Thema Sicherheit frei Haus. Bei kritischen Meldungen erhalten Sie die Meldung darüber hinaus direkt als Sicherheits-Alarm an Ihre Mail-Adresse geschickt. Den Sicherheitsnewsletter können Sie ganz einfach hier abonnieren.

Alternativen zu bekannten Lösungen

Die Windows-Firewall ist inzwischen eine solide Lösung; wer aber etwas mehr Komfort sucht, der sollte sich Glasswire ansehen. Diese setzt auf die Microsoft-Software auf und sieht nicht nur enorm gut aus, sondern lässt sich auch deutlich einfacher bedienen. Gerade für mobile Geräte ist Glasswire eine gute Alternative zu „klassischen“ Firewalls, da sie die Ressourcen sehr gut nutzt und in der Grundversion kostenlos ist.

Von Avira dürfte der mit Abstand beliebteste kostenlose Antivirus kommen – nicht jeder ist allerdings damit zufrieden. Eine solide Alternative kommt von Panda mit Free Antivirus 2016 . Während der Installation muss man zwar darauf achten, dass die Homepage des Browsers und die Suche nicht auf Yahoo gesetzt werden; dafür erhält man ein ordentliches Antivirussystem, das auch bei Tests gut abschneidet.

Die Firewall Glasswire setzt auf die Windows-Firewall auf und erweitert diese um eine einfach zu verstehende und auffallend hübsche grafische Oberfläche. In der Basisvariante ist das Tool bisher noch kostenlos erhältlich.
Vergrößern Die Firewall Glasswire setzt auf die Windows-Firewall auf und erweitert diese um eine einfach zu verstehende und auffallend hübsche grafische Oberfläche. In der Basisvariante ist das Tool bisher noch kostenlos erhältlich.

Wireshark ist ein mächtiges Tool, das aber mit seiner Komplexität Nutzer auch abschrecken kann. Eine Alternative, gerade für Windows-Experten, ist der Message Analyzer von Microsoft. Dieser kann Netzwerkverkehr aufzeichnen und Protokolle analysieren, sowohl im Livebetrieb wie auch bei zuvor aufgezeichneten Dateien.

Weitere Sicherheits-Tipps:

Windows endlich sicher mit Gratis-Tool

Die besten Passwort-Addons für Firefox

0 Kommentare zu diesem Artikel
171100