Buffalo LinkStation Pro
| Hersteller: | Buffalo Technology |
|---|---|
| Kategorie: | NAS-System |
| Preise: | 52 Angebote ab 160€ |
| Testnote: | - |
| Leserwertung: |
Gefahren durch portable Speicher
Sicherheit beim Speichern
In Runde drei steigern wir die Umgebungstemperatur auf tropische 30 Grad Celsius. Diese Temperatur ist im Sommer auch in europäischen Breitengraden nichts Ungewöhnliches und in unklimatisierten Räumen durchaus keine Seltenheit. Unter diesen verschärften Bedingungen müssen unsere Testgeräte einen "kühlen Kopf" bewahren und ihr Kühlkonzept unter Beweis stellen. Wie die Messergebnisse zeigen, setzen die Temperaturbedingungen den Testkandidaten ordentlich zu. Die 2,5-Zoll-Laufwerke von Plextor und Sharkoon haben noch keine Probleme, die Wärme aus dem Inneren der Gehäuse herauszubefördern.Dagegen erreichen die 3,5-Zoll-Festplattensysteme wie Plextor PX-EH40L und WD My Book Pro Edition mit 55,1 und 66,5 Grad Celsius unter Last schon kritische Werte. Denn die eingebaute Festplatte Deskstar 7K400 im Plextor-Gerät hat der Festplattenhersteller Hitachi nur für Betriebstemperaturen von 5 bis 55 Grad Celsius spezifiziert. Dagegen liegt der Grenzwert der WD5000YS-Festplatte des WD My Book laut Hersteller erst bei 60 Grad Celsius. Mögliche Defekte an den Festplatten bei längerem Betrieb außerhalb der Spezifikationen sind nicht auszuschließen. Auch die Laufwerke FreeAgent Pro und Onetouch III arbeiten unter Last bereits im Grenzbereich der für die Festplatten spezifizierten Betriebstemperatur.
Auch unter Extrembedingungen wie einer Umgebungstemperatur von 35 Grad Celsius müssen die Laufwerkssysteme zuverlässig arbeiten. Diese strapaziösen Temperaturbedingungen kennt jeder, der etwa ein unklimatisiertes Arbeitszimmer mit Südausrichtung hat und keinen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung besitzt. Die Testkandidaten dürfen laut den Herstellern in einem Temperaturfenster von 5 bis maximal 35/40 Grad Celsius betrieben werden. Für den Betrieb der Systeme über diesen Grenzwerten übernehmen die Hersteller keine Funktionsgarantie. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und den externen Laufwerken mit 35 Grad Celsius den Härtefall zugemutet. Ergebnis: Alle Systeme liefen während unseres Tests fehlerfrei. Allerdings überschritten die Festplatten der Geräte Plextor PX-EH40L, Maxtor Onetouch III, Seagate Pushbutton Backup 750 GB / Freeagent Pro 750 GB und WD My Book Pro Edition mit 59,1, 64,5, 62,1, 66,6 und 73,9 Grad Celsius deutlich ihren maximalen Betriebsgrenzwert von 55 (Seagate-Festplatten) beziehungsweise 60 Grad Celsius. Schäden an den Festplatten und möglicher Datenverlust sind somit vorprogrammiert. Die Messungen im Testlabor zeigen auch, dass bei aktiver Kühlung wie bei der Buffalo Linkstation keine Gefahr für einen Schaden durch Überhitzung besteht. Auch bei korrekter thermischer Anbindung der Festplatte an das Laufwerksgehäuse, wie bei der Icy Box, kann das Risiko eines Festplattendefekts reduziert werden. Andere Lösungen unseres Testfelds (ausgenommen die 2,5-Zoll-Geräte) arbeiten im Extremfall am Limit, wie unsere Messwerte belegen. Die Festplatten dieser Systeme erreichen bei Dauerbetrieb eine deutlich geringere Lebensdauer, außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls.
Wie die Messergebnisse zeigen, überschreiten die verbauten Festplatten unter Extrembedingungen die maximal zulässigen Temperaturwerte. Manche 3,5-Zoll-Laufwerke wie in unserem Test das My Book von Western Digital bergen schon unter Normalbedingungen Sicherheitsrisiken für die gespeicherten Daten. Diese Speicherlösungen sind für einen Dauereinsatz nicht geeignet. Bei 2,5-Zoll-Lösungen werden die Festplatten nicht besonders stark thermisch gestresst, da sie für den mobilen Einsatz in Notebooks konzipiert sind und mit der Stromaufnahme beziehungsweise bei der Hitzeentwicklung sehr zurückhaltend sind. Um einem vorzeitigen Ausfall der Festplatte vorzubeugen, sollten Sie auf eine ausreichende Kühlung der innen liegenden Festplatte achten. Dazu gehört auch ein geeigneter Aufstellungsort mit ausreichender Durchlüftung.



