11.08.2008, 08:48

Michael Thieroff

Sicherheit am Hotspot

Datenklau im Biergarten

Im Sommer schwitzt es sich im Büro mal wieder vorzüglich. Warum also nicht einfach den Arbeitsplatz in den Biergarten verlegen? Dank kabellosem Internet ist das vielerorts kein Problem mehr. Lesen Sie hier, wie Sie an öffentlichen Hotspots Ihre Daten und Verbindungen unter Verschluss halten.
Hotspots nennt man die heißen Punkte, an denen man sich von der Parkbank aus ins Internet einwählen kann. Zu finden sind sie nicht nur in Flughäfen, Hotels oder Bahnhöfen. Internet-Provider bauen das Netz der Einwahlpunkte immer weiter aus. Doch sind die öffentlichen Hotspots eigentlich sicher? Was muss man beachten, damit private Daten zwar in der Öffentlichkeit bearbeitet, aber nicht an die Öffentlichkeit gelangen können? Absolute Sicherheit gibt es leider nicht. Wenn Sie jedoch die folgenden zwölf Tipps beherzigen, sollten Sie auch im Biergarten recht gut geschützt sein.
Lassen Sie sich nicht auf Display und Tastatur schauen
Die einfachste Methode, ein Passwort zu stehlen, ist, bei der Eingabe zuzuschauen. Dazu braucht man weder Spezial-Software noch besondere Hardware. In einer Ecke des Cafés einen Stuhl in die richtige Position gerückt und der Datendieb kann bequem alles ausspähen, was auf Bildschirm und Tastatur geschieht. Was für Passwörter gilt, ist auch für vertrauliche Dokumente gültig. So sollten Sie in der Öffentlichkeit nicht unbedingt eine geheime Vorstandsvorlage bearbeiten, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob jemand auf das Display schauen kann.
Buchen Sie sich nur im Hotspot ein, wenn es keine Alternative gibt
Kabellos im Internet surfen ist zweifelsohne bequem. Bevor Sie sich jedoch bei einem Hotspot einloggen, sollten Sie nach Alternativen suchen. So bieten etwa die meisten Hotels bereits Hotspots an. Häufig besteht allerdings auch die Möglichkeit, sich über Modem oder Netzwerkkarte per Kabel ins Internet einzuwählen. Zwar ist die Geschwindigkeit bei der Einwahl per Modem deutlich niedriger, sicherer ist es aber allemal. Außerdem braucht eine einfache E-Mail durch das Modemkabel nur unwesentlich länger.
Minimieren Sie die Online-Zeit
Um den Zugang zu einem Computer zu knacken, benötigen Hacker Zeit. Je besser die Sicherheitseinstellungen sind, desto länger brauchen die Betrüger zum Einbrechen. Geben Sie Hackern also am besten nicht die Zeit, Daten von Ihrem Rechner zu klauen. Auch wenn Sie eine Hotspot-Flatrate haben, sollten Sie nur soviel Zeit wie nötig online sein. Laden Sie sich etwa Ihre E-Mails auf den Rechner und lesen Sie sie im Offline-Modus. Wenn Sie die Mails beantwortet haben – ebenfalls offline – können Sie sich kurz in den Hotspot einloggen, E-Mails versenden und wieder offline gehen. So haben Hacker gar keine Zeit, Ihr System zu knacken.
Lassen Sie den Rechner nie unbeaufsichtigt
Sie sollten Ihr Notebook in der Öffentlichkeit niemals unbeaufsichtigt lassen. Durch Festketten am Tisch schützen Sie höchstens Ihre Hardware, aber nicht unbedingt Ihre Daten. So könnten Datendiebe während Ihrer Abwesenheit Schädlinge oder Spionage-Software auf Ihrem Rechner installieren. Im schlimmsten Fall würden dann sämtliche ausgehenden Daten kopiert, ohne dass Sie etwas davon merken. Deshalb gilt: Lassen Sie den Rechner grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt. Sollte es doch nötig sein, schalten Sie ihn aus. Übrigens: Gleiches gilt auch für den Desktop-Rechner im Büro. Selbst bei einem kurzen Gang zur Kaffeemaschine sollten Sie sich abmelden.
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