Sicherheit

So nutzen Sie Windows-, Desktop- & Hardware-Firewalls richtig

Mit einer Firewall schützen Sie Ihre Internetverbindung. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie mit Windows-Mitteln, Desktop-Firewalls oder mit einer Hardware-Firewall Ihre PCs absichern.
Eine Firewall schützt Ihren PC auf zwei Arten vor dem Internet: Einerseits verhindert sie Eingriffe von außen, andererseits legt sie fest, welche Programme mit dem Internet kommunizieren dürfen. Letzteres funktioniert jedoch nur, wenn Sie Ihre Firewall richtig konfigurieren. Im Folgenden erklären wir, wie Sie das bei der Windows-Firewall, bei Software-Firewalls und bei Hardware-Firewalls genau machen.
Windows-Firewall einstellen
Seit Windows XP verstärkt Microsoft den Computerschutz mit einer Firewall. Diese wird von Generation zu Generation immer besser. In Windows 7 lässt sie sich beispielsweise optimal auf den Netzwerkstandort ausrichten. Das heißt: Wenn Sie sich mit Ihrem Notebook von zu Hause ins Internet einwählen, werden automatisch andere Einstellungen verwendet als beim Surfen über ein öffentliches Funknetzwerk (WLAN). Aufgrund dieser Neuerungen und der vielen Optionen zeigen wir unsere Konfigurationstipps anhand der Firewall von Windows 7.
Grundlegende Konfiguration der Windows-Firewall
Öffnen Sie die Firewall von Windows 7 via Systemsteuerung/System und Sicherheit/Windows-Firewall. Anhand der grünen respektive roten Symbole erkennen Sie, ob die Firewall ein- oder ausgeschaltet ist. Sofern Sie auf Ihrem PC keine weitere Software-Firewall (zum Beispiel als Teil eines Rundumschutzes wie Norton Internet Security) installiert haben, sollten Sie die Windows-Firewall einschalten. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Empfohlene Einstellungen.
Internetzugriff erlauben: Standardmäßig informiert Sie die Windows-Firewall, wenn sich ein Programm zum ersten Mal mit dem Internet verbinden will. Achten Sie dabei genau auf den Programmnamen A und den Installationspfad B. Sie verraten Ihnen, um welche Software es sich handelt. Kennen Sie die Anwendung und wollen Sie diese öfters für den Internetzugriff benutzen, klicken Sie auf OK. Typische Beispiele sind Browser, E-Mail- oder Chat-Programm.
Unter Windows 7 lässt sich diese Erlaubnis individuell für den Netzwerkstandort konfigurieren: Von Haus aus erlaubt Windows einzelnen Programmen den Internetzugriff nur in Heimnetzwerken. Möchten Sie Ihr Mailprogramm oder den Webbrowser auch an öffentlichen WLANs benutzen, öffnen Sie das Menü Netzwerkstandort-Typen C. Kreuzen Sie dort die Option „Öffentlich: Netzwerke an öffentlichen Orten, beispielsweise Flughäfen oder Cafés“ an und bestätigen Sie per OK. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, hier nur die wirklich notwendigen Programme zuzulassen.
Internetzugriff verweigern: Meldet Ihnen die Windows-Firewall ein Programm, das Sie nicht kennen, wählen Sie Abbrechen D. Damit verbieten Sie ihm den Internetzugriff. Entscheiden Sie dabei aus Versehen falsch, ist dies nicht weiter schlimm. Alle Einstellungen lassen sich im Nachhinein korrigieren. Klicken Sie dazu im Hauptfenster der Windows-Firewall links oben auf Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen. Es öffnet sich ein neues Fenster. Scrollen Sie durch die Liste und haken Sie das Programm an.
Möchten Sie hingegen einer Software die Erlaubnis für den Internetzugriff entziehen, markieren Sie diese und wählen Entfernen. Der markierte Eintrag verschwindet aus der Liste. Sobald die Software das nächste Mal auf das Internet zugreifen will, verlangt Windows wieder eine Erlaubnis. Lehnen Sie dieses Mal ab. Per Doppelklick auf einen Eintrag lässt sich wie beschrieben die Zugriffserlaubnis für öffentliche WLANs aktivieren oder deaktivieren.
Hinweis: Die Einstellungen funktionieren nur bei Software. Windows-Dienste müssen Sie hingegen über die erweiterten Firewall-Eigenschaften konfigurieren. Wie das funktioniert, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
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