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Sicherheitsmythen und Halbwahrheiten

10.03.2008 | 08:45 Uhr |

Hartnäckig halten sich eine Reihe von Behauptungen rund ums Thema PC-Sicherheit, an denen bei genauem Hinsehen nicht viel dran ist. Wir klären auf und sagen, was Sache ist.

Das größte Sicherheitsproblem im Bereich von PC-Technik sind Anwenderfehler, der durch Leichtsinn und Unwissenheit Angreifern die Türen öffnet. Einen Teil dazu tragen Behauptungen bei, die seit langem kursieren, sich jedoch bei genauem Hinsehen als Fehlinformation entpuppen.

Ein paar offene Ports schaden nicht weiter

Trotz einer gewissen Anzahl offener Ports ist mein Rechner sicher. Teilweise falsch! Wer offene Ports im Internet anbietet, läuft immer Gefahr, dass diese kompromittiert werden. Damit ein Programm überhaupt mit dem Internet kommunizieren kann, muss es auf Ihrem Rechner eine bestimmte Tür öffnen – einen Port. Wenn Anwendungen oder Systemdienste bestimmte Ports offen halten, kann der Rechner über diese Ports Anfragen von Clients entgegennehmen, verarbeiten und beantworten. Eine Gefahr stellen offene Ports allerdings nur dar, wenn das Programm, das dort antwortet, fehlerhaft ist. Im eher harmlosen Fall stürzt die Software einfach ab. Im schlimmsten Fall erlaubt es dem Anfrager, Schädlinge einzuschleusen oder gar vollständig auf das System zuzugreifen. Sie sollten deswegen dafür sorgen, dass nur wirklich notwendige Ports offen sind. Eine einfache Grundregel: Es ist grundsätzlich sicherer, Ports zu schließen, noch bevor eine Desktop-Firewall an dieser Stelle etwas zu tun bekommt.

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