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Mit diesen Gefahren müssen Sie 2008 rechnen

21.02.2008 | 10:00 Uhr |

Die Entwicklung im Jahr 2007 zeigt, worauf sich PC-Anwender im Jahr 2008 gefasst machen müssen: Noch mehr Schädlinge, die es auf persönliche Daten abgesehen haben oder gleich den ganzen PC unter Kontrolle bringen wollen.

Schon in den vergangenen Jahren zeigte sich eine deutliche Tendenz weg von aufmerksamkeitsstarken Massenepidemien hin zur stillen und heimlichen Bedrohung durch Internet-Kriminalität. Das meldet der Sicherheitsspezialist Panda Security . Auch im Jahr 2008 wird die größte Bedrohung im Internet von länderübergreifend agierenden Organisationen ausgehen. Betrügerische Online-Bankgeschäfte, Identitätsdiebstahl und Datenerpressung haben sich zu den populärsten Schadaktionen im Internet entwickelt und werden auch im neuen Jahr einen weiteren Anstieg verzeichnen.

Im Jahr 2007 gab es nach der Zählweise von Panda Security 2.000.000 neue Schadprogramme. Die Zahl der neuen Internet-Schädlinge ist seit der Jahrtausendwende exponentiell angestiegen. Beschränkte sich die Anzahl der Schadprogramme im kompletten Jahr 2000 noch auf knapp 1.000 Exemplare, waren es im Jahr 2006 schon über 200.000 neue Malware-Muster, die für weltweite Infektionen und finanzielle Verluste im privaten und geschäftlichen Umfeld sorgten. Im vergangenen Jahr setzten Malware Programmierer noch einen drauf: Über 2.000.000 neue Schädlinge im Jahr 2007 bedeuten einen gravierenden Anstieg um weitere 800% im Vergleich zu 2006.

Eine grundlegende Änderung in der Absicht von Online-Kriminellen wird im Jahr 2008 wohl nicht zu erwarten sein. Mit der Online-Kriminalität hat sich für Betrüger ein Geschäftszweig eröffnet, der leider ungeheuer profitabel und vielfältig ist. Neben den schon bekannten Bedrohungsszenarien werden sich 2008 wohl noch einige neue Betrugsmöglichkeiten ergeben. So dürften Mac-Systeme oder VoIP Services und das iPhone in den Fokus der Angreifer rücken. Eine gefälschte iPhone Website, die der Originalseite zum Verwechseln ähnlich sieht, ist schon im vergangenen Jahr aufgetaucht. Panda Security erwartet zudem einen signifikanten Anstieg bei Trojanern, die für den Einsatz in sozialen Netzwerken, wie MySpace oder Facebook, entwickelt werden.

Ebenso steigt mit der Popularität von Online-Spielen gleichzeitig auch das Interesse von Online-Dieben. Deshalb wird auch das Ausspionieren und Entwenden von Zugangsdaten und User-Accounts zu Online-Spielen im neuen Jahr eine noch größere Rolle spielen. So gehörten die "Lineage"-Trojaner schon 2006 zur Familie der am stärksten verbreiteten Schädlinge. Der Trend zum Diebstahl von Spiele-Accounts war in den Jahren zuvor nicht sehr ausgeprägt. Doch der Wert von virtuellen Gütern ist von einigen Spielern von so großer Bedeutung, dass sie bereit sind viel Geld zu bezahlen, um sich über die Spieleridentitäten anderer Teilnehmer unfaire Vorteile zu verschaffen. Durch das rege Interesse dieser Spieler an "gekauften" Gütern entsteht ein neues, höchst profitables Geschäftsmodell für Cyber-Kriminelle. Indem sie die Aktivitäten von Online-Spielern ausspionieren und die zu Unrecht erworbenen Spielgüter in Foren oder Auktionshäusern im Internet-Schwarzmarkt an den Höchstbietenden verkaufen, wandeln sie virtuelle Güter in reales Geld um.

Zum Verbreiten der neuen Malware werden sich 2008 weiterhin Sicherheitslücken in Webanwendungen und Drive-by-Downloads eignen - also das Einschmuggeln von Schad-Software über die Schwachstellen eines Browsers durch einfaches Anschauen einer Seite. Auch Social-Engineering-Techniken werden noch immer zum Einsatz kommen, wenn auch in neuen Formen, wie über Grußkarten oder gefälschten Windows Updates. Fortsetzen wird sich auch die Programmierung und Verbreitung von Schädlingen mit Hilfe von Malware-Baukästen, die im Internet angeboten werden, sowie das Ausnutzen von Sicherheitslücken in Betriebssystemen und verschiedenen Anwendungen.

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