Ratgeber Sicherheit

Sicheres Online-Banking – so geht’s

Donnerstag, 19.05.2011 | 12:05 von Benjamin Schischka
HBCI, Ubuntu, Anti-Keylogger-Tool – so verwandeln Sie Ihr Online-Banking-Konto in ein zweites Fort Knox, an dem sich Diebe die Zähne ausbeißen werden.
Gefahren beim Online-Banking (Bild © iStockphoto.com/
Carlos_bcn)
Vergrößern Gefahren beim Online-Banking (Bild © iStockphoto.com/ Carlos_bcn)
© iStockphoto.com/ Carlos_bcn

Erst im April wurden einer Deutschen beim Online-Banking 650 Euro gestohlen . Die Diebe hatten 100 TANs mit einem gefälschten Browser-Fenster ergaunert. Gemessen an der Zahl der geklauten TANs kann sich die Frau mit dem Verlust von 650 Euro wohl noch glücklich schätzen. Theoretisch können Online-Diebe die Bank-Konten ihrer Opfer noch weit mehr abschöpfen. Damit Ihnen das nicht passiert, verraten wir auf den folgenden Seiten wirksame Schutzmechanismen beim Online-Banking. Generell gilt: Ihre Bank wird Sie weder per Mail noch per Eingabe-Maske auffordern, TANs zu verraten. Ignorieren Sie derartige Anfragen zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Ratgeber: Die besten kostenlosen Sicherheits-Tools

A und O zur Sicherheit eines jeden Rechners ist aktuelle Antivirensoftware. Das gilt insbesondere dann, wenn der PC zum Online-Banking genutzt wird. Beliebt und kostenlos ist Antivir . Stellen Sie die automatischen Updates mindestens auf täglich, oder gar mehrmals täglich. Vergewissern Sie sich außerdem, ob Ihre Windows-Firewall aktiviert ist: „Systemsteuerung, System und Sicherheit, Windows-Firewall“. Alternativ können Sie natürlich auch eine andere Firewall nutzen, wie sie etwa in Komplett-Schutzpaketen integriert ist. Überprüfen Sie auch, ob die automatischen Windows-Updates aktiv sind: „Systemsteuerung, System und Sicherheit, Windows Update“.

Online-Banking - ist das wirklich sicher?
Online-Banking - ist das wirklich sicher?

Sinnvoller Zusatzschutz fürs Online-Banking: Die Freeware Secunia PSI erfasst auf dem PC installierte Programme und gleicht deren Versionsnummern permanent mit Online-Datenbanken ab. Sobald Ihre Version veraltet und womöglich ein offenes Tor für Viren darstellt, weist Sie PSI auf das fällige Update hin. Einige Programme kann PSI sogar selbstständig updaten.

Als Browser zum Online-Banking empfehlen wir Firefox , Chrome oder Opera , weil diese als vergleichsweise sicher gelten. Safari und Internet Explorer 8 wurden erst im März auf einem Hacker-Wettbewerb geknackt.

Von Online-Banking im Internet Cafe sollten Sie übrigens absehen. Sie wissen nie, welche Programme der Cafe-Besitzer oder der vorherige Nutzer installiert hat und die Sicherheit ist somit nicht gewährleistet.

Donnerstag, 19.05.2011 | 12:05 von Benjamin Schischka
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (15)
  • zwilling 00:48 | 17.11.2011

    Zitat: EBehrmann
    Bedeutet aber, dass ich das Hqndy anhaben muss und die Batterie voll ist. Und ich muss auch noch wissen, in welcher Ecke mein Handy sein Dasein fristet. Nee, ich bin mit TAN auf Papier mehr als zufrieden.
    Geht aber nicht mehr bei der Postbank! Ich habe drei alte Handys herumliegen. Da habe ich mir für eins eine Prepaidkarte von Tchibo besorgt (für 1,- €) und damit betreibe ich meine Konten in Deutschland (die Knalltüten akzeptieren kein finnisches Kännykkä!)! Das Handy liegt in der Schublade und wird immer nur fürs Banking eingeschaltet. Da hält eine Batterieladung ungefähr drei Monate.

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  • Schugy 23:00 | 16.11.2011

    Zitat: derdementor2
    Ich wüsste auch kein HBCI Programm das in Linux läuft, außer das Browser Banking.
    Auch wenn das Thema schon alt ist: Also ich benutze seit 2002 Moneyplex (erst 2001 und jetzt 2008) mit einem Cyberjack Pinpad USB. Der Funktionsumfang war damals bedeutend kleiner als bei Starmoney, hat aber inzwischen aufgeholt. (Depotverwaltung) Vor allem ist es nicht billiger als Starmoney, aber ich habe in den ganzen Jahren nur einmal die neue Version für EU-Überweisungen gekauft, während es bei der S-Edition von Starmoney Upgradezwänge gab, die dann aber jedes mal gekostet haben. Die Aktualisierungen schlugen dann auch noch fehl und nahmen jeweils Stunden in Anspruch. Der Kollege hat sich von dem Zwang befreit und ist jetzt glücklicher Nutzer des T-Online-Homebankings (noch immer unter Windows).

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  • Falcon37 11:42 | 22.05.2011

    Zitat: kingjon
    Die TAN auf Papier kannst du aber auch verlegen - so wie mir vor einem Monat passiert!
    Die (nähere) Zukunft gehört sowieso der optischen TAN.

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  • EBehrmann 11:28 | 22.05.2011

    Ich habe zwar eins, nutze es aber kaum, habe es auch kaum bei mir. Inzwischen bin ich auf rund 10,- € Gebühren im Jahr runter.

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  • Werner-walter 11:05 | 22.05.2011

    Zitat: kingjon
    Mein Handy hingegen habe ich noch nie verlegt Gruß kingjon
    Noch schlimmer dürfte es sein wenn, die Tan kommt und, du fest stellst, du hast kein Handy. :heul:

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