Sicherer Schutz

Diebstahl-Schutz für Laptops, Handys & Co.

Donnerstag den 09.06.2011 um 10:50 Uhr

von Tobias Weidemann

Bildergalerie öffnen Bart PE PC-WELT XPE Edition
Notebook-Ketten, Datenverschlüsselung oder gar GPS-Tracking? Ein wirklich sicherer Diebstahlschutz für Notebooks ist gar nicht so schwierig. So geht's.
Stahlschlösser von Kensington schützen Ihr Notebook mit
echter 'Hard'-ware.
Vergrößern Stahlschlösser von Kensington schützen Ihr Notebook mit echter 'Hard'-ware.
In Notebooks, die vorrangig Geschäftskunden ansprechen sollen, ist als Sicherungsvorrichtung oft ein Fingerabdruck-Scanner integriert. Und Mobil-PCs mit eingebauter Internetkamera lassen sich per Gesichtserkennung sichern. Anmelden kann man sich dann nur, indem man sich mit dem Zeigefinger auf dem Scan-Feld oder durch das Kamerabild als rechtmäßiger Besitzer des Computers legitimiert.

Allerdings blockieren solche Maßnahmen in der Regel ausschließlich den Zugang zum Computer. Einen wirksamen Datenschutz gewährleisten sie nicht. Fingerabdrücke lassen sich mit Hilfe einer Folie und eines Scanners kopieren, und manche Gesichtserkennungsprogramme können mit einem Foto überlistet werden. Baut der Dieb die Festplatte aus, kann er mit Hilfe eines anderen PCs die darauf befindlichen Daten sehr wohl auslesen. Daher sollten Sie zusätzlich die Partitionen mit Ihren persönlichen Dateien verschlüsseln, etwa mit dem leistungsfähigen Programm PC-WELT-PerfectCrypt , das die Redaktion für Sie entwickelt hat.

10 Programme für die Sicherung Ihrer Daten

Notebook mit Kette absichern

Viel abschreckender für Diebe ist eine recht einfache Hardware-Schutzvorrichtung, die bei den meisten Mobilgeräten zu finden ist, selbst in Billig-Notebooks für weniger als 300 Euro: der Kensington-Anschluss. Mit einem mit einem Drahtseil bewehrten Kensington-Schloss für diesen genormten Anschluss lässt sich der PC ähnlich wie ein Fahrrad wirksam an die Kette legen.

Die gute Nachricht: Selbst billigere Kensington-Schlösser für unter 20 Euro reichen für den normalen Gebrauch und sind nicht zu knacken, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Solche Schlösser sind eine gute Investition für jeden, der sein Notebook mal für einige Zeit unbeaufsichtigt lassen will oder muss, etwa in Bibliotheken oder wenn man als Mobilarbeiter beim Kunden beschäftigt ist.

Die 10 Todsünden der Datensicherheit

Schwachpunkt ist allerdings oft der am Notebook eingebaute Kensington-Anschluss selbst. Ist der nur einfach in den Gehäuse-Kunststoff gefräst, lässt sich das Schloss meist leicht herausbrechen. Bei einer in Metall eingefassten Öffnung würde diese Gewaltanwendung das Gerät für Diebe unbrauchbar und unverkäuflich machen.

Der GPS-Tracker fürs Notebook

Eine andere Form des Systemschutzes findet sich bei einigen neueren Notebooks für Geschäftskunden: „Computrace“. Dieses System legt den Mobil-PC an eine lange unsichtbare Kette, indem es über den eingebauten GPS-Empfänger oder die WLAN-Verbindung laufend dessen aktuellen Standort ermittelt und an einen Zentral-Server übermittelt. Kommt das Notebook abhanden, meldet das der Besitzer an den Dienst, der den PC dann über das Kontrollzentrum lokalisiert. Außerdem können die die Tastatureingaben mitgeschnitten werden, so dass die Computrace-Experten sehen, wer gerade im Besitz des Notebooks ist und was er damit tut. Optional lassen sich auch die Benutzerdateien aus der Ferne löschen.

So können Sie Ihre Notebook-Akkulaufzeit verlängern

Herzstück des Schutzsystems ist der Computrace Software-Agent. Diese Software integriert der PC-Hersteller direkt ab Werk in die Firmware der Computer. Sie bleibt selbst nach einem BIOS-Update, nach der Neu-Installation des Betriebssystems oder dem Austausch der Festplatte aktiv. Damit verbunden ist ein Überwachungs-Abonnement mit Kosten ab rund 31 Euro pro Jahr.

Notebook-Hersteller wie Acer, Asus, Dell oder HP bieten bereits Geräte mit Computrace-Funktion an. Eine Liste der aktuellen Modelle finden Sie auf der Internetseite von AbsoluteSoftware .

Donnerstag den 09.06.2011 um 10:50 Uhr

von Tobias Weidemann

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • Gyer 12:41 | 09.06.2011

    Anti-Diebstahl-Schutz

    Macht Ihr Euch mal bitte einen Kopf, was das Konstrukt [COLOR="Red"]Anti-Diebstahl-Schutz[/COLOR] in dem Zusammenhang bedeutet!? :dumm:

    Danke!

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