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So erkennen Sie Viren

25.02.2010 | 10:25 Uhr |

Der Verdacht auf einen Virus oder Trojaner kommt schnell auf, wenn Windows abstürzt oder Anwendungen sich nicht wie gewohnt verhalten. Keine Panik: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr System auf Viren prüfen.

Der erste Schritt beim Verdacht auf einen Viren- oder Wurmbefall ist ein Check mit einem Virenscanner. Überschätzen Sie die Fähigkeiten solcher Tools aber nicht: Sie können nur bekannte Malware zuverlässig erkennen, und dazu müssen sie mit aktuellen Signaturen versorgt sein. Avira Antivir Personal , das für die private Nutzung kostenlos ist, leistet gute Dienste. Die Bereiche Ad- und Spyware deckt Antivir zumindest in Version 8 nicht ab. Wir empfehlen daher zusätzlich Windows Defender und Microsoft Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software . Diese Gratis-Tools sind zudem auf bestimmte Würmer und Trojaner spezialisiert. Einsteigern raten wir zu einem Bezahlprogramm. Denn es bringt zusätzlich Wächter für Mails oder Instant Messenger mit. Eine Übersicht gibt der Artikel "10 Antiviren-Programme im Test" . Antivir arbeitet im Hintergrund und belastet das System nicht sehr. Der Virenscanner verewigt sich im Systray, der aufgespannte Regenschirm signalisiert den aktiven Schutz. Gelangt etwa beim Download einer Datei ein Schädling auf die Festplatte, schlägt Antivir Alarm. Das Tool aktualisiert sich selbst und die Virendefinitionen regelmäßig aus dem Web. Nach der Erstinstallation eines Virenscanners, aber auch in regelmäßigen Abständen zwischendurch empfiehlt es sich, die Festplatte vollständig prüfen zu lassen. Dafür klicken Sie im Kontextmenü des Antivir-Icons auf "AntiVir starten". Im Programm gehen Sie links auf "Lokaler Schutz, Prüfen", klicken im rechten Bereich des Fensters auf "Vollständige Systemprüfung" und dann auf das Icon mit der Lupe ("Suchlauf mit dem ausgewählten Profil starten"). Daraufhin durchsucht Antivir alle Dateien auf allen Festplatten, den Bootsektor und die Registry. Abhängig von der Zahl der Dateien kann der Vorgang einige Zeit dauern.

Bei der Eicar-Test-Signatur schägt der Virenscanner Alarm
Vergrößern Bei der Eicar-Test-Signatur schägt der Virenscanner Alarm
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Testen Sie die Funktion des Scanners
Um zu prüfen, ob der Virenscanner korrekt arbeitet, laden Sie sich eine Antivirus/Anti-Malware-Testdatei des European Institute for Computer Antivirus Research herunter. Die Viren-Testdatei gibt es in mehreren Varianten, beispielsweise als TXT- oder ZIP-Datei. Jede enthält die Zeile

X5O!P%@AP[4\PZX54(P^)7CC)7}$EICAR-STANDARD-ANTIVIRUS-TEST-FILE!$H+H*

Beim Anblick dieser Datei schlägt jeder Scanner Alarm. Aber keine Angst: Sie enthält nur harmlosen Code, der keinen Schaden anrichten kann. Sie können die Zeichenfolge auch einfach in einen Editor eintippen und unter dem Namen Eicar.com speichern. Achten Sie darauf, dass das dritte Zeichen des Strings ein großes "O" ist. Schon beim Speichern sollte der Virenwächter sich melden, spätestens aber, wenn Sie die COM-Datei per Doppelklick starten. Beim Downloaden der COM-Datei über www.eicar.org sollte der Virenwächter ebenfalls Meldung machen. Wenn Sie dagegen eine der ZIP-Dateien herunterladen, passiert in der Regel – abhängig von der Konfiguration des Virenscanners – erst einmal nichts. Beim Entpacken sollte der Virenscanner den Schädling aber sofort erkennen. Andernfalls hat wahrscheinlich ein Schädling das Programm deaktiviert. Die Neu-Installation eines Sicherheits-Programms ist bei diesem Schadensfall meist nicht mehr möglich. Sie müssen dann also Ihren Rechner von einem externen System aus prüfen und reinigen.

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