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Kontrolle über IT-Systeme behalten

16.05.2008 | 10:01 Uhr |

Die Anzahl der zu überwachenden Dienste und Anwendungen, die auf Unternehmens-Servern laufen, steigt stetig an. Mit Zabbix behalten Administratoren den Überblick über ihre Server.

Die Sicherheit der eigenen IT-Infrastruktur sollte einem viel wert sein, auch wenn professionelle Überwachungstools oft viel Geld kosten. Dennoch gibt es kine Garantie, dass wirklich alle wichtigen Dienste überwacht sind. Hinzu kommt das Problem, dass Closed-Source-Prgramme nicht unbedingt erweiterbar sind. Damit wird es schwierig, eigene Produkte in die Überwachung einzubinden.

Zabbix ist ein Open-Source-Tool, das beliebig erweiterbar ist. Es unterstützt serverseitig eine Vielzahl von Betriebssystemen wie Linux, Solaris, HP-UX, AIX, FreeBSD oder OpenBSD. Auf verschiedenen anderen "Unix-Like-Plattformen" kann es zwar ebenfalls funktionieren, jedoch ist dies nicht getestet. Windows hingegen kann nicht als Zabbix-Server dienen. Dafür gibt es aber zumindest einen Überwachungs-Agenten. Die Software unterstützt NT 4.0, Windows 2000/XP/2003 und Windows Vista. Letzteres in der 32- und 64-Bit-Variante. Als Datenbank-Backend können Sie in Version 1.4.2 MySQL, PostgreSQL, Oracle oder SQLite einsetzen.

Zabbix ist sehr komplex. Unsere Kollegen vom TecChannel stellen Ihnen im ersten Teil dieses Arttikels die Installation, Konfiguration und grundsätzliche Arbeitsweise von Zabbix 1.4.x vor. In einem zweiten Teil gehen sie detailliert auf das Frontend von Zabbix ein.

Der Aufbau von Zabbix

Zabbix besteht aus insgesamt drei Komponenten: Agenten, Server und Front-End. Die Agenten sammeln Daten und speichern diese in einer Datenbank auf dem Zabbix-Server. Mit Hilfe des Web-Front-Ends rufen berechtigte Anwender die Daten jederzeit ab und stellen sie grafisch dar.

Die Entwickler raten bei den Mindestsystemanforderungen zu 128 MByte RAM und 256 MByte freiem Festplattenplatz. Ist mehr Arbeitsspeicher vorhanden, arbeitet die Datenbank – sprich Zabbix – schneller.

Um Zabbix nutzen zu können, benötigen Sie zusätzlich mindestens Apache 1.3.12, PHP 4.3 und das PHP-4.3-GD-Modul. Je nach gewünschter Datenbank kommen dann MySQL 3.22, PostgreSQL 7.0.2, Oracle 9.2.0.4 oder SQLite 3.3.5 sowie das entsprechende PHP-Modul dazu.

Weitere sinnvolle Komponenten sind OpenSSL und NET-SNMP oder UCD-SNMP. Diese sind jedoch optional. Bei den meisten Distributionen finden Sie alle für Zabbix benötigten Programme normalerweise auf den Installationsmedien. Sollte dies nicht der Fall sein, lassen sich die Pakete in der Regel online nachinstallieren.

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