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Vermeidbare Fehler bei Blade-Servern

20.03.2011 | 07:19 Uhr |

Über die Vorteile von Blade-Servern ist schon viel geschrieben worden. Doch wie bei jeder neuen Technologie gilt es auch hier, die Grundregeln zu achten.

Der Autor

Carsten Unnerstall

ist Business Manager HP BladeSystem bei Hewlett-Packard Deutschland.

Von Carsten Unnerstall, Hewlett-Packard

Der erste und größte Fehler ist es, Blades als Lösung falsch einzuschätzen. Blades sind eben nicht als reine Server-Lösung zu betrachten. Denn mittlerweile stehen für das Blade Computing komplett integrierte Infrastrukturen zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglichen, Server- und Storage-Blades in einem Gehäuse beliebig zu kombinieren.

Ein weiterer Fehler steht damit in direktem Zusammenhang. Administratoren nutzen häufig nicht die Möglichkeiten, die ein Blade Enclosure für das zentrale, automatisierte und einheitliche Management aller Blade-Komponenten eröffnet. Dazu gehören zum Beispiel auch Meldungen, die bereits im Vorfeld von Störungen eingehen.

Denken Sie daran, die Server-Umgebung über eine virtuelle Ebene mit dem LAN und dem SAN zu verbinden.
Vergrößern Denken Sie daran, die Server-Umgebung über eine virtuelle Ebene mit dem LAN und dem SAN zu verbinden.
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Hier die Server, dort Storage Area Network (SAN) und Netzwerk (LAN) - das Silo-Denken ist bei den Administratoren noch weit verbreitet. Abhilfe schaffen hier moderne Architekturen wie "Virtual Connect" von HP, die eine virtuelle Verkabelung im Blade Enclosure ermöglichen, indem sie die Server-Umgebung über eine virtuelle Ebene mit dem LAN und dem SAN verbinden. Dies hat den Vorteil, dass jeder Server-Einschub vor der Erst-installation nur einmal verkabelt werden muss.

Soll später beispielsweise ein Blade Server ersetzt oder hinzugefügt werden, entfällt dadurch die bislang nötige und aufwendige Koordination zwischen den Storage-, Netzwerk- und Server-Administratoren. Dies schlägt auch auf der Kostenseite positiv zu Buche. Dank der "Virtual Connect"-Architektur wird der Aufwand für die Verkabelung um bis zu 94 Prozent reduziert. Zudem kommt die Infrastruktur insgesamt mit weniger Switch-Ports aus, sodass auch hier weniger Kosten anfallen. Bislang verzichten allerdings viele Unternehmen bei der Anschaffung auf eine Betrachtung der Gesamtkosten - ein Fehler, denn hier verbirgt sich enormes Einsparpotenzial.

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