Server-Hardware

Auswahlkriterien für Hochverfügbarkeits-Server

Dienstag, 27.11.2007 | 10:56 von DR. KLAUS MANHARD
Kaum ein Unternehmen - unabhängig von der Branche - kann sich heute noch den Ausfall von Servern leisten. Dies gilt insbesondere für kritische Prozesse in Produktion und IT. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl dafür vorgesehener Server auf Hochverfügbarkeit zu achten. Die wichtigsten Kriterien stellen wir Ihnen vor.

Der Mail-Server antwortet stundenlang nicht, die Auftragsverwaltung gibt keinen Mucks von sich, Drucker spucken keine Lieferscheine aus. Für moderne Unternehmen sind solche Ausfälle Katastrophen, die im schlimmsten Fall die Existenz der ganzen Firma aufs Spiel setzen können.

Zumindest bei kritischen Unternehmensprozessen sind heute 24 Stunden Verfügbarkeit an jedem Tag der Woche unabdingbar. Im Idealfall dürfen Netz oder Netzzugänge nie ausfallen, Server nie stillstehen und Daten nie unerreichbar sein. In der Praxis ist perfekte Verfügbarkeit zwar nie gewährleistet, doch für viele Firmen ist es wichtig, diesem Ideal möglichst nahe zu kommen.

Verfügbarkeiten werden als Verhältnis von Uptime – der Zeit, die der Server verfügbar ist – zur Gesamtzeit, also Uptime plus Downtime gemessen: Uptime / (Uptime + Downtime). Standardkomponenten erreichen heute eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Das klingt beeindruckend, reicht aber in der Praxis oft nicht. Denn immerhin lassen 99,9 Prozent einen Zugriffsverlust von 8,7 Stunden pro Jahr zu – sind es acht Stunden in der Geschäftszeit, kann dies zu lang sein.

Eine der nächst höheren Stufen der Verfügbarkeit ist eine Ausfallsicherheit von 99,99 Prozent. Dies entspricht einem Systemausfall von etwa 50 Minuten pro Jahr. Auch das ist für manche Einsatzgebiete zu wenig. Als magischer Wert gelten „Five Nine“: 99,999 Prozent Verfügbarkeit – also weniger als fünf Minuten Ausfall pro Jahr.

Ausfallsicherheit gibt es nicht umsonst, sie kostet Geld. Je höher die Sicherheit, umso mehr finanzielle Mittel müssen in die Systeme gesteckt werden. Davon sind nicht alle Unternehmen in gleicher Weise betroffen. Je kritischer aber ein Systemausfall für eine Firma ist, umso eher wird in eine höhere Ausfallsicherheit investiert.

Auf der anderen Seite gibt es viele kleinere und mittelständische Unternehmen mit geringeren Anforderungen, etwa im Bereich Dateiablage, Drucken oder E-Mail. Sie kommen mit einfacheren Mitteln aus und brauchen weniger zu investieren.

Dienstag, 27.11.2007 | 10:56 von DR. KLAUS MANHARD
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