Die Linux-Distribution Ubuntu gibt es nicht nur als Windows-Ersatz für den Desktop. Sondern beispielsweise auch als optimiertes Ubuntu Server für den professionellen Einsatz. Wir stellen die verschiedenen Ubuntu-Varianten für Netbooks, Server, MIDs, Sicherheitsbereiche und mehr vor.
Für den Profi-Einsatz ist Ubuntu Server gedacht. Dabei handelt es sich um eine Auswahl von Software aus dem Ubuntu-Repository, mit dem man verschiedene Servervarianten aufsetzen kann. Obwohl eine grafische Oberfläche möglich ist, wird Ubuntu Server standardmäßig über die Konsole bedient und auf eine grafische Oberfläche verzichtet – dadurch reduziert man die auf dem Serversystem vorhandene Software, die für Angriffe ausgenutzt werden kann. Ganz nach dem Motto: was nicht vorhanden ist kann auch nicht gehackt werden. Ebenso erfolgt auch die Installation von Ubuntu Server über ein Textmenü ohne grafischen Schnickschnack.
Allerdings ist das Aufsetzen eines leistungsfähigen Profi-Server alles andere als trivial. Anders als bei der Installation der Desktop-Variante von Ubuntu spielen bei Ubuntu Server eine Reihe von zusätzlichen Optionen eine wichtige Rolle, beispielsweise um ein RAID-System samt Logical Volume Manager LVM zum Laufen zu bringen. Gut: Der Administrator kann aus fertig zusammengestellten Serverpakete auswählen, beispielsweise um ein LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP) schnell einzurichten. Ein LAN-Server mit Masquerading, DHCP-Server und gegebenenfalls DNS-Server ist ebenso schnell aufgesetzt wie ein NFS-Fileserver oder ein LDAP-Server. AppArmor steht zur Absicherung ebenso bereit wie die Möglichkeit, mit Kerberos einen Authentifizierungsserver einzurichten. Letztendlich können Sie all das natürlich auch mit jedem anderen (Ubuntu)-Linux realisieren, Ubuntu Server erleichtert aber einiges durch seine Paketzusammenstellung.
Um mit Ubuntu Server zurecht zu kommen, sind aber fundierte Linux-Konsolenkenntnisse erforderlich. Für Ein- und Umsteiger ist Ubuntu Server also eher nicht geeignet.
Bei Ubuntu Server werden die LTS-Versionen (die eine längere Supportzeit bieten) sogar fünf Jahre lang unterstützt. Das gibt den Administratoren Planungssicherheit und vermeidet allzu häufige Updates oder Neuaufsetzen des Servers, was im Unternehmenseinsatz besonders ärgerlich, aufwändig und teuer ist. Zu Ubuntu Server gehört zudem JeOS (Just Enough Operating System), eine abgespeckte Untervariante des Servers, die für den Einsatz in virtuellen Umgebungen wie Vmware gedacht ist.
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