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Diese Ubuntu-Linux-Varianten gibt es: Server, Desktop, Mobile, IoT

20.10.2016 | 16:35 Uhr |

Ubuntu für den Desktop, für besonders schwache oder alte Hardware, für Server, für Smartphones, für die Schule und für das Wohnzimmer. Und ein Ubuntu mit macOS-Optik. Wir stellen die verschiedenen Ubuntu-Varianten vor.

Nicht erst seit dem schon länger zurückliegenden Ende von Windows XP sehen sich viele PC-Besitzer nach einer Alternative zu dem Betriebssystem aus Redmond um. Linux dürfte neben macOS die erste Wahl unter den Windows-Alternativen sein.

Ist die Entscheidung für Linux erst einmal gefallen, stellt sich die Frage nach der konkreten Linux-Distribution. Da fällt dann oft der Name Ubuntu - die Linux-Distribution des südafrikanischen Unternehmens Canonical, das Mark Shuttleworth gegründet hat. Der Ubuntu-Kosmos ist jedoch seinerseits riesengroß, es gibt viele unterschiedliche Ubuntu-Varianten für spezielle Einsatzzwecke. Wir stellen die einzelnen Ubuntu-Versionen vor (Hinweis: Die beliebte Desktop-Version von Ubuntu für PCs und Notebooks stellen wir Ihnen auf der nächsten Seite vor).

Ubuntu Server: Für den professionellen Einsatz

Für den Profi-Einsatz ist Ubuntu Server gedacht. Es macht hier Debian Konkurrenz, das die technische Basis für Ubuntu bildet. Dabei handelt es sich um eine Auswahl von Software aus dem Ubuntu-Repository, mit dem man verschiedene Servervarianten aufsetzen kann. Obwohl eine grafische Oberfläche möglich ist, wird Ubuntu Server standardmäßig über die Konsole bedient und auf eine grafische Oberfläche verzichtet – dadurch reduziert man die auf dem Serversystem vorhandene Software, die für Angriffe ausgenutzt werden kann, ganz nach dem Motto: Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht gehackt werden. Ebenso erfolgt die Installation von Ubuntu Server über ein Textmenü ohne grafischen Schnickschnack. Eine grafische Oberfläche lässt sich aber nachinstallieren.

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LAMP-System ist schnell eingerichtet

Allerdings ist das Aufsetzen eines leistungsfähigen Profi-Servers alles andere als trivial. Anders als bei der Installation der Desktop-Variante von Ubuntu spielen bei Ubuntu Servern eine Reihe von zusätzlichen Optionen eine wichtige Rolle, beispielsweise um ein Raid-System samt Logical Volume Manager LVM zum Laufen zu bringen. Gut: Der Administrator kann aus fertig zusammengestellten Serverpaketen auswählen, beispielsweise um ein LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP) schnell einzurichten.

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Ein LAN-Server mit Masquerading, DHCP-Server und gegebenenfalls DNS-Server ist ebenso schnell aufgesetzt wie ein NFS-Fileserver oder ein LDAP-Server. AppArmor steht zur Absicherung ebenso bereit wie die Möglichkeit, mit Kerberos einen Authentifizierungsserver einzurichten. Letztendlich können Sie all das natürlich auch mit jedem anderen (Ubuntu)-Linux realisieren, Ubuntu Server erleichtert aber einiges durch seine Paketzusammenstellung.

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Um mit Ubuntu Server zurechtzukommen, sind fundierte Linux-Konsolenkenntnisse erforderlich, insbesondere der für das Internet und die Netzwerkkonfiguration erforderlichen Befehle. Für Ein- und Umsteiger ist Ubuntu Server also eher nicht geeignet.

So lange gibt es Updates für die Ubuntu Server-Versionen
Vergrößern So lange gibt es Updates für die Ubuntu Server-Versionen
© Canonical

Bei Ubuntu Server bieten die LTS-Versionen genauso wie beim Ubuntu für den Desktop-Einsatz fünf Jahre lang Support. Das gibt den Administratoren Planungssicherheit und vermeidet allzu häufige Updates oder Neuaufsetzen des Servers, was im Unternehmenseinsatz besonders ärgerlich, aufwändig und teuer ist.

Ubuntu Core
Zu Ubuntu Server gehört zudem JeOS (Just Enough Operating System), eine abgespeckte Untervariante des Servers, die für den Einsatz in virtuellen Umgebungen wie Vmware konzipiert wurde. Aus JeOS wurde seit 2014 Ubuntu Core Snappy. Diese Weiterentwicklung ist für den Einsatz in Cloud-Containern und für das Internet der Dinge - Internet of Things, IoT - gedacht.

Ubuntu für Windows 10

Microsoft baut in Windows 10 ein Subsystem, mit dem sich eine Linux-Bash-Shell ausführen lässt. Mit allen Kommandozeilen-Befehlen von Linux. Dieses Linux für Windows 10 heißt "Bash on Ubuntu on Windows".

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