Genauso nachlässig wie viele Heimanwender beim Update ihres Scanners sind, so zeigen auch viele Administratoren bei der Wartung ihres Systems nicht die erforderliche Sorgfalt. Zunehmender Kostendruck und Zeitmangel in den Unternehmen führt dazu, dass dringend erforderliche Schulungen unterbleiben.
Gleichzeitig werden viele Systembetreuer mit einer Unzahl verschiedenster Aufgaben betraut: Von der Wartung des Druckers, bis zum Aufspielen neuer Anwendungsprogramme und der Fehlerbehebung bei angeschlossenen Rechnern. Da kommt die Systempflege und das regelmäßige Aufspielen der aktuellen Patches oft zu kurz.
Um Kosten zu sparen werden nur selten zusätzliche Administratoren eingestellt. Die Folge: Sicherheitslücken, die von Crackern eiskalt ausgenutzt werden. Zudem scheinen viele Administratoren dem Motto "Never change a running system" zu folgen. Gewachsene Strukturen werden ungern verändert, "nur" um potenzielle Sicherheitslücken zu schließen, wie Herr Binder meint.
Die zunehmende Verbreitung von Hacker-Literatur sieht man bei Sophos kritisch. "Sehr unangenehm sei die weite Verbreitung dieser Leitfäden zum Eindringen in fremde Rechner", meint Herr Pino v. Kienlin. Nichtsdestotrotz würde man sich wünschen, wenn stattdessen Administratoren häufiger zu den Lesern dieser Bücher zählen würden.
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