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So schützen Sie Ihre sensiblen Daten

Egal wie groß oder klein: Jede Firma ist durch Wirtschaftsspionage bedroht. Dennoch wird die Gefahr in deutschen Unternehmen grob unterschätzt. Dabei lauert sie überall, sei es durch Reinigungskräfte, Einbrecher, Hacker oder gar das eigene Personal. Dabei ist der Schutz gegen den Datenklau kein Hexenwerk.

Das Thema Wirtschaftsspionage taucht immer mal wieder sporadisch in den Medien auf, ist aber niemals so präsent, wie es eigentlich sein sollte. Denn Unternehmen jeglicher Größe sollte klar sein, dass auch deutsche Firmen im Visier von Wirtschaftsspionen stehen. Diese woll auf relativ einfache Weise vorhandene Wettbewerbsvorteile egalisieren - und zwar rund um die Uhr. "Aus unserer Sicht sind Angriffe auf das Know-how von Unternehmen ein Dauerbrenner", sagt Wilfried Karden, Projektverantwortlicher für Spionageabwehr im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen. Seine Aufgabe: "Wir versuchen, dass die Firmen trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten derzeit das Thema Spionage nicht aus den Augen verlieren."

Die Methoden der Angreifer sind meistens interessant, manchmal hinlänglich bekannt und gelegentlich sogar amüsant. Nicht immer ist IT im Spiel, auch wenn digitale Daten am leichtesten zu klauen sind. Mal legen Angreifer einen WLAN-Router außerhalb des Firmengebäudes ab, mal werden Speicherkarten oder Festplatten in Abteilungsdruckern vor Ort beziehungsweise über das Netz kopiert, und seit dem vergangenen Jahr sind vermehrt Keylogger im Einsatz, die sensible Informationen an der Tastatur abgreifen und an den Angreifer versenden. Karden zufolge wurden diese im Sommer 2008 nicht nur im öffentlichen Sektor aufgespürt, "sondern in einem breit gestreuten Spektrum der Industrie bis hin zur Versicherungswirtschaft".

Das Problem besteht gerade für kleine Ingenieur-Büros darin, dass die gesamte wirtschaftliche Existenz an einem Entwicklungsprojekt hängt. Kann sich ein Unbefugter Zugriff auf die Informationen verschaffen und dem Unternehmen zuvor kommen, ist auf einen Schlag die gesamte Investition und damit unter Umständen die wirtschaftliche Grundlage dahin.

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