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Windows sicher wie nie

21.01.2009 | 12:25 Uhr |

Windows XP & Vista stehen unter Dauerbeschuss: Risiken für Ihr System und Ihre Daten lauern im Internet, zu Hause, im Büro und unterwegs. Wie Sie sich in allen Situationen effizient schützen, lesen Sie hier.

Praktisch jeder Malware-Entwickler optimiert seinen Schad-Code, damit der Angriff auf Windows XP & Vista auch klappt. Jeden Tag erscheint neuer Schad-Code im Netz, der Sicherheitslücken im System ausnutzt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Microsofts Flaggschiffe stehen unter Dauerbeschuss - sie sind ja auch die am weitesten verbreiteten Betriebssysteme. Sie als Anwender nutzen Windows täglich als Werkzeug für Arbeit und Privates, haben aber nicht die Zeit, 24 Stunden am Tag jeder Sicherheitslücke nachzujagen. Ihr eigener Einzel-PC, den Sie ohne Vernetzung mit anderen lokalen Rechnern beispielsweise zu Hause nutzen und verwalten, ist vor allem den Gefahren aus dem Internet ausgesetzt. Ob Malware nun ohne Ihr Zutun aufgrund einer Sicherheitslücke auf Ihr System spaziert oder ob Sie sie mit einem versehentlichen Klick aktiviert haben: Die Folgen für Sie sind dieselben und häufig fatal. Schützen Sie sich, bevor es zu spät ist.

Windows- & Software-Updates
Grundvoraussetzung dafür, dass Ihr PC nicht von Malware, Viren oder Hackern angegriffen werden kann, ist ein lückenlos geschlossenes System, bei dem also auch neu entdeckte Sicherheitslöcher schnell wieder gestopft werden. Microsoft dichtet regelmäßig an seinem Patch Day (immer am zweiten Dienstag im Monat) neue Lücken in der gesamten Produktpalette ab (Windows, Office, Internet Explorer ...). Damit Ihr System immer auf dem neuesten Sicherheitsstand ist, kontrollieren Sie deshalb in der Systemsteuerung unter "Automatische Updates" (XP) beziehungsweise "Windows Update, Einstellungen ändern" (Vista), ob Updates automatisch installiert werden. Sollte das bei Ihnen nicht das Fall sein, dann aktivieren Sie die Option.

pcwUltimateLoader hilft, ein Archiv sicherheitsrelevanter Updates anzulegen
Vergrößern pcwUltimateLoader hilft, ein Archiv sicherheitsrelevanter Updates anzulegen
© 2014

Zusätzlich zu den automatischen Updates sollten Sie sich ein Archiv mit den Setup-Dateien aller relevanten Sicherheits-Updates anlegen. So müssen Sie im Falle einer Neu-Installation nicht ungeschützt ins Netz. Zu diesem Zweck haben wir ein einfach zu handhabendes Tool programmiert, den pcwUltimateLoader . Starten Sie das Programm, klicken Sie auf "", und wählen Sie ein leeres Haupt-Zielverzeichnis aus, in dem die Updates gespeichert werden sollen. Dann klicken Sie auf "Überprüfen", um alle relevanten Updates zu ermitteln. Es spielt für das Tool keine Rolle, ob die Updates bereits installiert sind oder nicht. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, klicken Sie auf "Laden", um alle Updates in dem angelegten Verzeichnis zu speichern.

Auch Software, die nicht von Microsoft stammt, kann Sicherheitslücken enthalten, die fatale Folgen für das System haben. Achten Sie deshalb auch darauf, dass die installierte Anwendungs-Software aktuell ist. Damit Sie das nicht manuell zu machen brauchen, nutzen Sie am besten die Software Updatestar . Nachdem Sie das Tool installiert und gestartet haben, führt es eine Inventur aller installierten Anwendungen durch. Nach einem Klick auf "Updates suchen" gleicht es die Inventur-Daten mit der Updatestar-Datenbank ab und listet auf der Registerkarte "Programme" alle Anwendungen auf, von denen neuere Versionen existieren. Über den "Download"-Knopf können Sie diese herunterladen und installieren.

Antivirus & Co.
Zur Grundausstattung jedes Systems gehört ein Virenwächter. Diese Programme sollten aber nicht nur als "Problemlöser" eingesetzt werden, wenn das System bereits infiziert wurde. Idealerweise dienen sie als Frühwarnsystem, damit es erst gar nicht zur Infektion kommt. Einen guten und kostenlosen Virenwächter bekommen Sie mit Avira Antivir . Nach dessen Installation lassen Sie zunächst die Datenbank seiner Virensignaturen via Internet aktualisieren. Danach ist das Tool sofort aktiv. Wenn Sie eine vom Programm als verdächtig eingestufte Datei aufrufen oder diese von einer Anwendung gestartet wird, unterbricht Antivir die Ausführung und meldet die möglicherweise schädliche Datei - in der Regel, bevor sie etwas anrichten kann.

Bei Vista ist standardmäßig ein eigenes Frühwarnsystem aktiv. Die Benutzerkontensteuerung (UAC) verhindert, dass Anwendungen die Systemeinstellungen etwa im Windows-Ordner oder im Registry-Schlüssel "Hkey_Local_Machine" verändern. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Tool aus einem Konto mit Standard- oder Admin-Rechten gestartet wurde. Falls Sie ein Tool nutzen wollen, das wirklich Admin-Rechte braucht, klicken Sie es mit der rechten Maustaste an und wählen "Als Administrator ausführen". Übrigens: Sie können die UAC unter "Systemsteuerung, Benutzerkonten" deaktivieren. Zu empfehlen ist das allerdings nicht.

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