Microsoft Windows 7 Ultimate
| Hersteller: | Microsoft |
|---|---|
| Kategorie: | Betriebssysteme |
| Preise: | 73 Angebote ab 74€ |
| Testnote: | - |
| Leserwertung: |
Ratgeber Windows 7
Schutz und Navigation
In den Betaversionen von Windows 7 hatte Microsoft erfolgreich die PC-Schutzvorrichtung Safeguard integriert. Es handelt sich dabei um „Mandatory-Profiles“. Damit lassen sich Benutzerkonten oder das System insgesamt komplett in einem bestimmten Zustand einfrieren: Normales Arbeiten ist möglich, aber das System verwirft alle Änderungen nach dem nächsten Start. Natürlich kann der Admin einen Ort definieren, wo das Speichern von Benutzerdateien erlaubt bleibt. Microsoft bietet diese Funktion unter dem Namen „Shared Computer Toolkit“, inzwischen als „Steady State“ bekannt, kostenlos zum Download an. Steady State 2.5 ist mittlerweile auch Vista-tauglich.
Safeguard fehlt: Ebenso überraschend wie unverständlich ist, dass Microsoft die Funktion Safeguard, die den Benutzerkonten in den Betaversionen von Win 7 zur Verfügung stand, wieder entfernt hat. Bis Oktober hat Microsoft nun zwei Möglichkeiten: Entweder kommt die für viele unverzichtbare Schutzfunktion wieder in das finale Windows 7, oder es gibt eine Version als freien Download. Derzeit lässt sich nämlich auch Steady State 2.5 nicht unter Windows 7 installieren, selbst wenn man in den Kompatilitätseinstellungen den Check der Windows-Version deaktiviert.
Ob sich Microsoft mit der Einführung der Junctions und Symlinks in Vista einen Gefallen getan hat, scheint zweifelhaft. Das Umlenken von Scheinordnern auf die tatsächlichen Roaming-Pfade ist nicht nur für Anwender verwirrend. Auch Programme, die versuchen, rekursive Dateilisten auf dem Systemlaufwerk zu erstellen, können in einer Endlosschleife scheitern. Doch Win 7 hat das Vista-Konzept bislang mit allen nachteiligen Konsequenzen übernommen.
Verwirrende Navigation: Bibliotheken in der Explorer-Navigationsleiste gehorchen anderen Regeln als die Favoriten an gleicher Stelle. Für einen normalen Anwender ist es nicht zu durchschauen, dass er hier im tatsächlichen Ordner arbeitet, bei den Favoriten jedoch nur einen simplen Link benutzt. Außerdem scheinen nicht verfügbare Bibliotheken-Ordner manchmal den Explorer zum Wackeln zu bringen. Obwohl es technisch möglich ist, eine (Teil-)Bibliothek auf ein USB- oder Netzlaufwerk festzulegen, ist dies derzeit nicht zu empfehlen. Hier ist eine klarere optische Abgrenzung der verschiedenen Navi-Elemente gefordert, damit der Nutzer weiß, was er gerade wo macht.


