Zombie-PCs - Analyse und Abwehr
Beseitigung & Schutz
So lästig es ist: Einem einmal kompromittierten System kann man nie mehr wirklich vertrauen. Da hilft nur ein ganz harter Schnitt. Aber keine Sorge - nicht alles ist verloren. Benutzerdateien (Word, Excel, PDF), Musik, Videos, Bilder und so weiter können Sie sichern und später neu aufspielen, wenn Sie das System neu aufgesetzt und vollständig aktualisiert haben. Der Grund dafür: Dateien dieses Typs sind in der Regel nicht selbst ausführbar und können somit auch keinen ausführbaren Schad-Code transportieren. Ganz richtig ist das zwar nicht, da etwa speziell präparierte Bilder durchaus Schad-Code ausgeführt haben. Jedoch wurde diese Sicherheitslücke per Update geschlossen. Sie stellt somit kein Risiko mehr dar, solange das Update vor den Bildern auf den Rechner kommt. Tipp: Sichern Sie vor dem Formatieren Ihre Favoriten, Mail-Kontaktdaten und gespeicherten Web-Passwörter und Ähnliches. Das spart später eine Menge Arbeit.
Festplatten formatieren: Klicken Sie im Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste auf eine Nicht-System-Partition, und wählen Sie "Formatieren". Wiederholen Sie den Vorgang für alle anderen Nicht-System-Partitionen. Zuletzt kommt die System-Partition dran. Diese können Sie aus Windows heraus nicht formatieren. Aus dem Setup-Programm von Windows geht es aber. XP: Starten Sie den PC von der Windows-Setup-CD. Drücken Sie im ersten Dialog <Return>, um Windows zu installieren, und dann <F8>, um dem Lizenzvertrag zuzustimmen. Im nächsten Schritt ermittelt die Setup-Routine Ihre bestehende Windows-Installation. Drücken Sie <L>, dann <Enter> und <B>, um die Partition zu löschen. Mit <E> erstellen Sie dann in dem unpartitionierten Bereich eine neue Partition. Nun betätigen Sie <Return>, um die Installation fortzusetzen, und wählen im nächsten Dialog "Partition mit dem NTFS-Dateisystem formatieren". Nachdem alle Platten gesäubert sind, läuft die Installation automatisch weiter. Folgen Sie dem Assistenten. Vista: Folgen Sie dem Setup-Assistenten, bis der Dialog "Wo wollen Sie Windows installieren?" erscheint. Hier markieren Sie Ihr aktuelles Systemlaufwerk und klicken auf "Laufwerksoptionen". Danach wählen Sie "Formatieren". Ist die Formatierung abgeschlossen, wählen Sie "Weiter", um mit der Installation fortzufahren.
Nachdem die Windows-Installation abgeschlossen ist, sollten Sie in jedem Fall das aktuelle Service Pack und die zusätzlichen Updates einrichten, bevor Sie das erste Mal ins Netz gehen. Stecken Sie also den USB-Stick mit den gesicherten Updates an, und rufen Sie die Service-Pack-Datei per Doppelklick auf. Ist das erledigt, starten Sie den Rechner neu. Updates installieren: Nun rufen Sie vom Stick aus die pcwUltimateLoader.hta auf, wählen über ">>" ebendiesen Stick als Haupt-Zielverzeichnis und klicken auf "Installieren". Nachdem das Tool noch fehlende Updates ermittelt und installiert hat, starten Sie noch mal neu. Eingeschränktes Konto: Obwohl Ihr System nun auf einem aktuellen Update-Stand ist, sollten Sie sich angewöhnen, zum Arbeiten und Surfen ein eingeschränktes Benutzerkonto zu verwenden. Sie können es mit wenigen Klicks in der Systemsteuerung unter "Benutzerkonten" einrichten. Während Sie das System nach der Neu-Installation konfigurieren und Anwendungen installieren, müssen Sie aber noch als Admin arbeiten. Seien Sie also wachsam.
Software pflegen: Genau wie das System selbst, hat auch die darauf installierte Software Sicherheitslücken, die regelmäßig gestopft werden müssen. Deshalb bedeutet jede installierte Software sowohl Gefahr als auch Arbeit. Wählen Sie ganz bewusst aus, welche Software Sie wirklich brauchen, und beziehen Sie sie nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Sie brauchen sich nicht laufend darum zu kümmern, ob eine der installierten Anwendungen aktualisiert wurde. Ein Tool wie Updatestar informiert Sie darüber. Schutz-Tools einrichten: Außerdem können Sie sich einen Viren-Wächter wie /avira_antivir_personal_free_antivirus/:Antivir PE Classic und einen Spyware-Killer wie Spybot Search & Destroy installieren. So erkennen Sie Eindringlinge schnell. Solche Tools ersetzen aber nicht alle anderen Maßnahmen, sondern sind ein zusätzlicher Schutz.
Hardware-Firewall: Wenn Sie über einen DSL-Router ins Netz gehen, sorgen Sie dafür, dass dessen Firewall aktiviert ist. Eine solche Hardware-Firewall verhindert wirksam Netzverbindungen, die Sie nicht selbst veranlasst haben (eingehende Verbindungen). Außerdem darf das Router-Kennwort keinesfalls auf Werkseinstellungen stehen.



