Ratgeber Sicherheit
Schritt für Schritt zum Zweitsystem
Sie haben mehrere Möglichkeiten, um an Ihren ersten virtuellen PC zu kommen.
VPC herunterladen: Ein empfehlenswerter VPC ist Ubuntu 9.1 VMWare. Integriert ist der Browser Firefox, mit dem Sie wie unter Windows gewohnt surfen. Um den VPC zu starten, entpacken Sie das Archiv in ein beliebiges Verzeichnis. Starten Sie VM-Ware Player, und wählen Sie „Open a Virtual Machine“ und danach die Datei Ubuntu.vmx aus diesem Verzeichnis. Mit „Play Virtual Machine“ geht’s los. Falls mal ein Einloggen in Ubuntu fällig wird, geht das mit dem Anmeldenamen und dem Passwort „user“.
Weitere VPCs im Netz: Im Internet gibt es hunderte fertiger virtueller PCs für VM-Ware, mit denen Sie sofort loslegen können. In der Regel sind das Linux-Versionen, die bereits speziell an VM-Ware angepasst wurden. Sie stehen gratis zum Download bereit. Entpacken Sie das Archiv, und starten Sie den virtuellen PC über die Datei mit der Endung VMX oder über den VM-Ware Player und „Open a Virtual Machine, Play Virtual Machine“. In der Regel müssen Sie sich mit User-Name und Passwort anmelden. Welche das sind, verrät meist eine mitgelieferte Textdatei.
Sie können auch selbst ein System auf Ihrem virtuellen PC erzeugen. Das geht mit Windows oder mit Linux. Für Windows benötigen Sie aber einen Lizenz-Key. Starten Sie VM-Ware Player, und wählen Sie „Create a New Virtual Machine“. Ein Assistent begleitet Sie bei den nächsten Schritten. Wenn Sie gleich am Anfang das Installationsmedium bestimmen, in dem Sie etwa die Windows-DVD schon ins Laufwerk legen oder die ISO-Datei einer Linux-Distribution auswählen, dann bietet Ihnen VM-Ware Player meist eine automatische Installation an. Sie müssen dann nur noch definieren, wie groß die virtuelle Festplatte maximal werden soll und wo der VPC gespeichert wird. Tragen Sie gegebenenfalls noch einen Lizenz-Key ein. Alles Weitere geht automatisch.
Eigenen PC in einen VPC umwandeln: Mit dem Tool Disk2vhd aus der kostenlosen Sysinternals Suite können Sie auch ihr aktives System in eine virtuelle Festplatte umwandeln und anschließend als VPC nutzen. Alternativ können Sie den kostenlosen, englischsprachigen VM-Ware Converter einsetzen.
VPC konfigurieren: Sie können selbst die verwendete virtuelle Hardware bestimmen. Beim manuellen Erstellen eines VPCs geht das gleich, bei allen anderen auch nachträglich über den VM-Ware Player und dann „VM, Settings, Hardware“. In der Regel sind die vorgegebenen Werte in Ordnung, so dass Sie sie übernehmen können. Wichtig sind zwei Einstellungen: die Netzwerkkonfiguration und die Plattengröße. Bei der Netzwerkkonfiguration legen Sie fest, auf welche Weise ein VPC Verbindung ins Internet aufnimmt. Wählen Sie bei „Network Adapter“ die Einstellung „NAT“. Damit bekommt der VPC eine IP-Adresse zugewiesen. Unter „Hard Disk, Utilities“ können Sie die virtuelle Festplatte bei Bedarf vergrößern, verkleinern oder auch ins echte Dateisystem einhängen.
Nachdem Sie Ihren virtuellen PC zum ersten Mal gestartet haben, wird sich das System unter Umständen Updates laden wollen. Ist das erledigt, sollten Sie eine Sicherung des VPCs vornehmen, damit Sie bei Bedarf zu einem frischen VPC zurückgehen können. Das ist nötig, da VM-Ware Player keine Snapshot-Verwaltung bietet. Für die Sicherung beenden Sie den VPC. Dann gehen Sie in den Ordner, in dem Sie ihn gespeichert haben. Dort befinden sich zwar eine ganze Reihe von Dateien, verblüffenderweise besteht ein virtueller PC aber nur aus zwei Dateien.
Die erste Datei trägt die Endung VMDK. Sie entspricht der Festplatte des virtuellen Systems und ähnelt damit einem ISO-Image. Ihre maximale Größe lässt sich einstellen. Zunächst hat die Datei nur ein paar KB. Sie wächst erst, wenn Sie darauf ein Betriebssystem und weitere Software installieren. Es lassen sich auch Festplatten mit einer festen Größe erstellen, die sofort den angegebenen Platz einnehmen. Diese virtuellen Festplatten sind etwas schneller.
Die zweite Datei hat die Endung VMX. Es ist eine kleine Textdatei, in der die Konfigurationsdaten für den virtuellen PC eingetragen sind. Hier ist zum Beispiel festgelegt, welche Hardware-Komponenten emuliert werden sollen, wie viel Arbeitsspeicher für den virtuellen PC zur Verfügung steht und wo die Festplatten-Datei gespeichert ist. Wenn Sie einen virtuellen PC sichern wollen, brauchen Sie nur diese beiden Dateien in ein beliebiges anderes Verzeichnis zu kopieren. Auf die Kopie können Sie später direkt zugreifen, indem Sie den VPC über die VMX-Datei starten. Besser ist es aber, wenn Sie von der Kopie der VMDK-Datei eine neue Kopie zurückspielen.

