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XenServer 5 einrichten und konfigurieren

29.12.2008 | 10:01 Uhr |

Citrix hat sein Virtualisierungsprodukt in der Version 5 nochmals verbessert und die Features weiter ausgebaut. Dieser TecChannel-Artikel führt Sie durch die Installation und hilft bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Serverkonsolidierung.

Reichlich Auswahl: XenServer 5 unterstützt jede Menge Betriebssysteme als Gast.
Vergrößern Reichlich Auswahl: XenServer 5 unterstützt jede Menge Betriebssysteme als Gast.
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Die Virtualisierungsplattform Xen entstand ursprünglich an der University of Cambridge und wurde später als Open Source freigegeben, um Programmierern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung der Software zu geben. Vom Funktionsumfang her konkurriert Xen mit VMwares ESX-Server und Microsofts Hyper-V. Wenn Sie sich für diese Alternativen interessieren, finden Sie bei Tecchannel die passenden Beiträge dazu: Microsoft Hyper-V, Herausforderer in Sachen Virtualisierung und Workshop: VMWare ESX-Server .

Hinter der Open Source Xen stand bis 2007 als Vertriebspartner und Anbieter erweiterter Funktionen die Firma Xensource, bis diese von Citrix aufgekauft wurde. Citrix vermarktet das kommerzielle Xen-Produkt nun unter dem neuen Namen XenServer. Kurz nach der Übernahme von Xensource erschien mit Release 4.0.1 die erste Version von XenServer unter neuer Flagge. Seit Mitte September 2008 ist der Nachfolger, XenServer 5.0 , auf dem Markt.

Im Funktionsumfang hebt sich der XenServer gegenüber der Open-Source-Version von Xen vor allem durch komfortable Verwaltungs-Tools ab. Das zentrale Werkzeug ist hier das XenCenter, eine grafische Managementkonsole, in der virtuelle Maschinen und Hosts gesteuert werden.

Neue Funktionen im XenServer 5

Die Liste der neuen Funktionen kann sich sehen lassen. Zuerst einmal wurde die Unterstützung für weitere Gastsysteme implementiert, darunter:

  • Windows Server 2008 32-Bit und 64-Bit

  • Windows XP Service Pack 3, Windows Vista Service Pack 1,

  • SUSE Enterprise Linux 9 SP4 32-Bit, SUSE Enterprise Linux 10 SP1/2 64-Bit

  • Red Hat Enterprise Linux 4.7 32-Bit und Red Hat Enterprise Linux 5.2 32-bit/64-Bit

Neues gibt es auch in puncto Hochverfügbarkeit zu berichten. Beispielsweise können Ressource Pools nun hochverfügbar ausgelegt werden. Mithilfe von definierten Prioritäten lassen IT-Verwalter virtuelle Maschinen automatisch in einer bestimmten Reihenfolge neu starten, sollte es zu einem Systemausfall auf dem Host kommen.

Per Multipath ist eine redundante Storage-Anbindung möglich, die Speicher-Engpässen vorbeugt. Die Anbindung selbst kann nun auch über QLogic und Emulex 8 GByte Fibre Channel HBA gelöst werden. Dank NIC-Bonding bei der Netzanbindung sollen Ausfälle oder Flaschenhälse eingedämmt werden. Neue Möglichkeiten für die Systemsteuerung bieten ein Bootloader und die neue xsconsole.

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