Schritt für Schritt

Windows 8 in Virtualbox ausprobieren - so geht´s

Freitag den 16.09.2011 um 01:20 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Windows 8 in Virtualbox ausprobieren - so geht´s
Vergrößern Windows 8 in Virtualbox ausprobieren - so geht´s
Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Windows 8 Developer Preview als virtuelles Betriebssystem unter Virtualbox installieren und anschließend ausgiebig testen können.
Microsoft bietet allen interessierten Anwendern seit kurzem die Möglichkeit an, Windows 8 in einer Vorabfassung herunterzuladen und zu installieren . Auf welche spannend Neuerungen - inklusive Metro-Design-UI und -Apps - und Verbesserungen Sie sich freuen können, haben wir bereits ausgiebig erläutert . Sie haben keine Partition frei und möchten dennoch mal einen Blick auf Windows 8 Developer Preview werfen? In diesem Fall eignet sich der Einsatz der Freeware Virtualbox, mit der Sie ein oder mehrere Betriebssysteme virtuell auf ihrem Rechner installieren können.

1) Laden Sie Virtualbox   herunter und installieren Sie die Virtualisierungssoftware

2) Nun laden Sie Windows 8 Developer Preview herunter. Sollten Sie ein 32-Bit-Betriebssystem (etwa Windows 7 32-Bit) einsetzen, dann laden Sie die 32-Bit-Fassung der Windows 8 Developer Preview herunter, denn nur diese lässt sich später unter Virtualbox installieren. Nutzen Sie ein 64-Bit-Betriebssystem, dann können sie entweder die 32- oder 64-Bit-Fassung von Windows 8 Developer Preview herunterladen. In allen Fällen landet die Vorabversion von Windows 8 als ISO-Datei auf Ihrem Rechner. Praktisch: Für die Installation unter Virtualbox müssen Sie diese ISO-Datei nicht auf eine DVD brennen, denn Virtualbox kann die ISO-Datei direkt zur Installation eines Betriebssystems verwenden.


3) Starten Sie Virtualbox und klicken Sie auf den Button "Neu" in der Toolbar, um eine neue virtuelle Maschine zu erstellen. Den ersten Dialog bestätigen Sie mit einem Klick auf den "Weiter"-Button.

4) Geben Sie der virtuellen Maschine eine Bezeichnung, wie etwa "Windows 8 Developer Preview" und wählen Sie dann unter "Betriebssystem" den Eintrag "Microsoft Windows" und unter "Version" den Eintrag "Windows 7" oder "Windows 7 (64-Bit)", je nachdem welche ISO-Datei Sie von der Vorabversion von Windows 8 heruntergeladen haben (siehe Schritt 2). Klicken Sie auf den Button "Weiter".

5) Im nächsten Dialog legen Sie nun den Speicher fest, den die virtuelle Maschine verwenden darf. Gemäß den Windows-8-Systemvoraussetzungen   benötigt die 32-Bit-Fassung mindestens 1 GB RAM und die 64-Bit-Fassung mindestens 2 GB RAM. Wie viel RAM Sie der virtuellen Maschine darüberhinaus letztendlich zuweisen, hängt von der Speicherausstatung ihres Rechners aus. Je mehr Speicher das virtuelle Betriebssystem verwenden darf, desto besser.

6) Im nächsten Schritt können wird die virtuelle Festplatte angelegt, auf der dann später das virtuelle Betriebssystem installiert wird. Machen Sie ein Häkchen bei "Bootfestplatte" und wählen Sie dann "Festplatte erzeugen" aus.

7) Im neuen Dialog "Erstellen einer virtuellen Festplatte" wählen Sie nun "VDI (Virtual Box Image)" aus und klicken dann auf den Button "Weiter". Im folgenden Dialog haben Sie die Möglichkeit, der virtuellen Festplatte eine feste Größe zu vergeben oder die Funktion "dynamisch alloziert" auszuwählen, bei der die Größe der Festplatte dynamisch je nach Bedarf verändert wird. Um nicht mit der virtuellen Festplatte unnötig Festplattenspeicherplatz auf ihrem Rechner zu vergeuden, empfehlen wir die Auswahl von "dynamisch alloziert". Sollten Sie sich dennoch für die Auswahl von "fester Größe" entscheiden, dann sollten Sie daran denken, dass laut den Systemvoraussetzungen Windows 8 in der 32-Bit-Fassung mindestens 16 GB freien Speicherplatz und die 64-Bit-Fassung mindestens 20 GB freien Speicherplatz benötigen.

8) Im Dialog "Lage und Größe der virtuellen Festplatte" wählen Sie aus, an welchem Ort auf der "echten" Festplatte die virtuelle Festplatte gespeichert werden soll und legen auch die Größe der virtuellen Festplatte fest. Wenn Sie im Dialog davor "dynamisch alloziert" ausgewählt haben, dann nimmt die virtuelle Festplatte nicht tatsächlich die nun ausgewählte GB-Größe an, sondern "gaukelt" diese lediglich dem virtuellen System vor. Tatsächlich wird nur so viel Festplattenspeicherplatz belegt, wie benötigt wird.

9) Klicken Sie nun auf "Weiter" und dann auf "Erzeugen", damit die virtuelle Festplatte angelegt wird.

10) In Virtualbox wird nun das neue Betriebssystem links in der Liste aufgelistet. Wir müssen es jetzt aber noch installieren. Wir gehen nun davon aus, dass Windows 8 Developer Preview in Form einer ISO-Datei auf der Festplatte liegt. Markieren Sie nun den Eintrag links in der Liste und klicken Sie auf den Button "Ändern". Klicken Sie nun im neuen Dialog auf den Eintrag "System" und anschließend auf den Tab "Beschleunigung". Sollte die in Ihrem Rechner befindliche CPU die Hardware-Virtualisierung unterstützen, dann sollte ein Häkchen bei "VT-x/AMD-V aktivieren" gesetzt werden. Im Tab "Prozessoren" können Sie nun festlegen, dass die virtuelle Maschine mehrere CPU-Kerne verwenden darf. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob die im Rechner befindliche CPU die Hardware-Virtualisierung unterstützt, dann können Sie wahlweise mühsam die AMD- und Intel-Websites nach dieser Information durchforsten oder die Freeware Speccy verwenden, um einfacher an diese Information zu gelangen. Laden Sie das Tool herunter und rufen Sie es anschließend auf (eine Installation ist nicht notwendig). Klicken Sie in der linken Leiste auf "CPU" und schauen Sie dann rechts im Eintrag "Virtualization" nach, ob dort "supported" (unterstützt) steht.

11) Nachdem wir uns um die Prozessor-Einstellung unter "System" in Virtualbox gekümmert haben, wechseln Sie nun in Virtualbox auf den Eintrag "Massenspeicher". Markieren Sie nun den Eintrag "leer" unter "IDE-Controller" und klicken Sie anschließend auf das CD/DVD-Icon rechts im Bereich "Attribute". Es erscheint ein Drop-Down-Menü, in dem Sie nun auf "Datei für virtuelles CD/DVD-ROM-Medium auswählen..." und im anschließenden Datei-auswählen-Dialog die ISO-Datei von Windows 8 Developer Preview auswählen.

12) Nun können Sie die virtuelle Maschine mit Klick auf den großen "Starten"-Button booten. Das virtuelle System bootet über das virtuelle DVD-Laufwerk die dort "virtuell" eingelegte Windows-8-Boot-DVD. Nun installieren Sie das Betriebssystem, indem Sie einfach den Anweisungen folgen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren der Vorabversion von Windows 8!

Freitag den 16.09.2011 um 01:20 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (29)
  • deoroller 01:04 | 03.06.2012

    Dann nicht. Aber die Leistung sollte schon vorhanden sein für Windows 8. Die VM braucht mehr Leistung als eine normale Installation.

    Antwort schreiben
  • wboeden 00:38 | 03.06.2012

    @deoroller,
    war das schon eine Antwort auf meine Fragen?
    ... Virtualisierung ist nötig, wenn mehr als eine CPU verwendet werden soll ...
    Naja, ich will aber nur eine CPU verwenden, also ist auch keine Virtualisierung nötig? Oder wie?

    Besten Gruß
    wboeden

    Antwort schreiben
  • deoroller 13:52 | 02.06.2012

    Virtualisierung ist nötig, wenn mehr als eine CPU emuliert werden soll.
    In der VM ist auch ein Kern eine CPU. Da wird kein Unterschied gemacht.
    Also 2 CPUs für Dualcore und 4 CPUs für Quadcore.

    Antwort schreiben
  • wboeden 13:45 | 02.06.2012

    Hallo liebe Leute,

    Ich beziehe mich auf Pkt. 10 der o. Anleitung:
    ... Sollte die in Ihrem Rechner befindliche CPU die Hardware-Virtualisierung unterstützen, dann sollte ein Häkchen bei "VT-x/AMD-V aktivieren" gesetzt werden. ...

    Das lässt zwei Antworten zu: Häkchen oder kein Häkchen.

    Was hat es mit dieser Option auf sich?
    Geht es auch ohne, bzw. läßt sich diese nachrüsten?
    Ich habe vorerst kein Bedürfnis, mir "zu Testzwecken" eine neue Maschine zu kaufen.
    Und warum steht, falls zwingend notwendig, so etwas zum Donnerwetter, nicht in den Systemvoraussetzungen?
    Besten Gruß
    wboeden

    Antwort schreiben
  • deoroller 14:54 | 19.03.2012

    Wenn es mir zu kalt ist, lese ich anstatt Grad Celsius Grad Fahrenheit ab und schon ist mir wieder warm.

    Antwort schreiben
1113725