Windows-Tuning

Schritt für Schritt: Windows 7 schneller hochfahren

Mittwoch, 28.03.2012 | 08:35 von Christian Remse / cs
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Unnötige Prozesse, Treiber-Leichen – Gründe für eine verlangsamten Windows-Start gibt es viele. Wir zeigen Ihnen wie Sie diese und andere System-Bremsen loswerden und den Boot-Turbo zünden.
Am Anfang startet der Rechner noch äußerst flott. Kein Wunder, gilt Windows 7 doch bislang als das schnellste Microsoft-Betriebssystem. Je mehr Programme Sie aber im Laufe der Zeit installieren, desto länger dauert der Bootvorgang – nicht zuletzt, da immer mehr Anwendungen gemeinsam mit Windows im Hintergrund hochfahren. Während einige dieser automatisch startenden Prozesse für den System-Start beziehungsweise für die Windows-Sicherheit unentbehrlich sind, bremsen andere das System aus.

In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen nicht nur wie Sie unnötige Anwendungen abschalten, sondern auch die Prozessorleistung optimal nutzen, die Registrierungsdatenbank manipulieren sowie Treiber-Leichen aufspüren – mit dem Ziel die Windows-Startzeit zu verkürzen.

Schritt 1: Autostart ausmisten

Fährt Windows hoch, starten gleichzeitig jede Menge Anwendungen im Hintergrund. Einige dieser Anwendungen sind für den Windows-Bootvorgang jedoch vollkommen unnötig und verlangsamen lediglich den System-Start. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese unnötigen Prozesse abschalten und Windows somit schneller hochfahren.

Für Fortgeschrittene: Unnötige Prozesse deaktivieren

Der Reiter „Systemstart“ listet sämtliche
Auto-Start-Prozesse auf
Vergrößern Der Reiter „Systemstart“ listet sämtliche Auto-Start-Prozesse auf

Eine übersichtliche Liste aller gleichzeitig mit Windows startenden Prozessen rufen Sie auf, indem Sie zuerst auf „Start“ und danach auf „Alle Programme“ klicken. Wählen Sie anschließend im Ordner „Zubehör“ die Option „Ausführen“ . Tippen Sie „msconfig“ in die Kommandozeile, öffnet sich die Systemkonfiguration. Wechseln Sie nun auf den Reiter „Systemstart“ und schalten Sie sämtliche unnötigen Prozesse ab, indem Sie das jeweils nebenstehende Kontrollhäkchen per Mausklick entfernen.

Hinweis: Sind Sie sich nicht sicher, welche Prozesse Sie problemlos deaktivieren können, sollten Sie das Kontrollhäkchen im Zweifelsfall gesetzt lassen. Dadurch vermeiden Sie vor allem sicherheitsrelevante Anwendungen versehentlich abzuschalten. Schalten Sie den Autostart von Virenwächtern und Firewalls ab, beschleunigt dies zwar einerseits den Windows-Bootvorgang; andererseits gefährdet diese Entscheidung die Windows-Sicherheit, da Sicherheitsprogramme nicht mehr automatisch starten und das Microsoft-Betriebssystem somit anfällig für Angriffe aus dem Internet wird.

Tipp: Ob es sich bei einem Prozess um eine sicherheitsrelevante Anwendung handelt, finden Sie heraus, indem Sie einen Blick auf den nebenstehenden Pfad werfen. Enthält dieser den Herstellernamen des installierten Antiviren-Tools wie beispielsweise „Avira“ für Free Antivirus , sollten Sie das Kontrollhäkchen auf keinen Fall entfernen.


Für Einsteiger: Autoruns hilft bei der Entscheidung

AutoRuns beschreibt die Funktion der einzelnen
Prozesse
Vergrößern AutoRuns beschreibt die Funktion der einzelnen Prozesse

Da der manuelle Eingriff in das Autostart-Konfigurationsmenü einiges an Grundkenntnissen voraussetzt, richtet sich diese Option in erster Linie an fortgeschrittene Nutzer; Einsteiger sollten das kostenlose Microsoft-Tool AutoRuns zu Rate ziehen. Der Reiter „Logon“ (zu Deutsch: Anmelden) listet Ihnen – ähnlich wie die Systemkonfiguration – sämtliche Prozesse auf, die gemeinsam mit Windows starten.

Anders als die Systemkonfiguration stellt AutoRuns nicht nur das Programm-Icon zur leichteren Wiedererkennung der einzelnen Anwendungen dar, sondern bietet zudem eine kurze, dafür informative Beschreibung zur Funktion des jeweiligen Prozesses. Weist die Beschreibung auf eine sicherheitsrelevante Anwendung oder einen System-Prozess hin, sollten Sie das Kontrollhäkchen auf keinen Fall entfernen; unnötige Prozesse wie die Update-Funktion „AdobeARM“ für den Adobe Reader können Sie getrost im Auto-Start deaktivieren und stattdessen – je nach Bedarf – manuell im Programm-Menü des Adobe Reader aufrufen.

Kleiner Nachteil: Da AutoRuns nur in englischer Sprache verfügbar ist, sollten Sie über ausreichend Englischkenntnisse verfügen, um das Tool optimal nutzen zu können.

Mittwoch, 28.03.2012 | 08:35 von Christian Remse / cs
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