Ratgeber Sicherheit

Schritt 2: Testen Sie, ob Ihre Daten auf dem PC geschützt sind

Freitag den 29.04.2011 um 08:41 Uhr

von Arne Arnold, Thorsten Eggeling

Diese Gefahr droht: Neugierige Zeitgenossen bekommen Ihren Rechner und damit Ihre Daten in die Finger - etwa wenn Sie Ihr Notebook verlieren oder aus Ihrem PC die Festplatte gestohlen wird.

Sicherheits-Check: Wer seinen Rechner nicht ausschließlich in einem vielfach gesicherten Tresorraum nutzt, kann einen Verlust oder Diebstahl nie ganz ausschließen. In diesem Fall bleiben die Daten dem unbefugtem Auge nur dann verborgen, wenn Sie vorher eine sichere Datenverschlüsselung eingesetzt haben.

So schützen Sie sich:

Anwender der Pro- oder Ultimate-Varianten von XP, Vista oder Windows 7 können auf die NTFS-Verschlüsselung setzen. Um einen Ordner oder eine Datei zu chiffrieren, wählen Sie im Kontextmenü "Eigenschaften" und klicken auf der Registerkarte "Allgemein" auf "Erweitert". Mit "Inhalt verschlüsseln" werden die Daten zuverlässig geschützt.

Nach der Verschlüsselung nutzen Sie selbst den Ordner oder die Datei wie gewohnt. Sollte jemand Ihre Festplatte in einen anderen Rechner einbauen oder Ihren PC mit einem Live-System starten, hat er keinen Zugriff auf die verschlüsselten Dateien und Ordner.

Achtung: Wenn Sie Windows neu installieren müssen, verlieren Sie selbst den Zugriff auf die Daten. Das können Sie verhindern, indem Sie zuvor Ihren privaten

Schlüssel, den Windows automatisch angelegt hat, auf ein externes Medium sichern.

Hierfür starten Sie den Internet Explorer, wählen "Extras, Internetoptionen", aktivieren die Registerkarte "Inhalte" und klicken auf "Zertifikate". Markieren Sie dann Ihren Schlüssel. Sie erkennen ihn daran, dass er auf Ihren Benutzernamen ausgestellt wurde, hundert Jahre gültig ist und der Zweck des Zertifikats "Verschlüsselndes

Dateisystem" lautet. Dann klicken Sie auf "Exportieren", wählen "Ja, privaten Schlüssel exportieren", geben ein Kennwort ein und sichern die Schlüssel-Datei beispielsweise auf einen USB-Stick.

Alternative: Anwender der Home-Versionen von XP, Vista oder Windows 7 können auf Truecrypt setzen. Die kostenlose Software erstellt eine Container-Datei, die sich nach Eingabe des Passworts in eine virtuelle Festplatte verwandelt. Darauf speichern Sie Daten wie auf eine ganz gewöhnliche Platte. Wenn Sie zudem die portablen Versionen von Firefox und Thunderbird in diesem Container nutzen, kommt auch kein Spion an Ihre Surfspuren und Mails heran. Sie kopieren also Firefox Portable und Thunderbird Portable in den verschlüsselten Container und starten sie von hieraus. Dann landen auch alle Benutzerdaten in dem Container.

So geht’s:

Installieren Sie Truecrypt, kopieren Sie die deutsche Sprachdatei in das Truecrypt-Verzeichnis, und erstellen Sie anschließend über "Volume erstellen" eine Container-Datei. Es startet ein Assistent, in dem Sie alle Einstellungen übernehmen können. Sie müssen nur drei Eingaben machen: den Speicherort des Containers und seine Größe bestimmen sowie ein Passwort vergeben. Bei der Größe sollten Sie nicht knausern, da sie sich später nicht ändern lässt. Wenn auf Ihrer Platte genug Platz frei ist, ist 1 GB ein guter Richtwert. Nachdem Sie die Maus etwas hin und her bewegt haben, damit das Tool noch zufällige Daten für die Verschlüsselung bekommt, formatiert der Assistent den Container als neues Laufwerk. Danach klicken Sie auf "Datei" und wählen die zuvor erstellte Container-Datei aus. Klicken sie auf einen bisher nicht verwendeten Laufwerksbuchstaben in der Liste und dann auf "Einbinden". Danach steht Ihnen der verschlüsselte Container im Windows-Explorer zur Verfügung.

Freitag den 29.04.2011 um 08:41 Uhr

von Arne Arnold, Thorsten Eggeling

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