Ratgeber Videobearbeitung

Schritt 3: Exportieren

Donnerstag den 26.08.2010 um 10:15 Uhr

von Benjamin Schischka

Beim Export der Videodatei entscheidet sich noch einmal alles. Jetzt wird festgelegt, wie hoch die Auflösung und wie gut die Qualität ist. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
  • Auflösung: Üblicherweise wird die Auflösung des besten Filmclips verwendet. Wenn also Teile des fertigen Videofilms sowohl mit 640 x 480 Pixeln als auch mit 1920 x 1080 Pixeln vorliegen, sollten Sie im Interesse der Qualität immer die höhere Auflösung verwenden. Dabei wird das niedrig aufgelöste Filmmaterial auf die höheren Pixelwerte umgerechnet. Das bringt zwar keine sichtbare Qualitätsverbesserung für die Partien mit 640 x 480 Pixeln, aber der Film überzeugt dafür bei den höher aufgelösten Sequenzen.
  • Datenrate: Dieser Wert wird in Mbit/s angegeben. Er bestimmt, welche Bandbreite dem Film bei der Wiedergabe zugestanden wird. Je höher der Wert, desto besser die Qualität. Der Nachteil: Bei besserer Qualität steigt auch der Speicherbedarf des Films. Ein Full-HD-Clip sollte wenigstens eine Datenrate von 15 Mbit/s mitbringen - das entspricht knapp 2 MB/s oder 7,2 GB pro Stunde. Die Bedeutung dieses Werts kann gar nicht genug betont werden, denn eine Full-HD-Auflösung nützt gar nichts, wenn die Datenrate zu gering ist. Allerdings ergibt es auch keinen Sinn, schlecht aufgelösten Videos eine hohe Datenrate zu spendieren. Der Speicherbedarf nimmt dadurch zu, die Qualität verbessert sich nicht.
  • Filmformat: Wenn keine speziellen Gründe dagegen sprechen, verwenden Sie für die Ausgabe am besten MP4/H.264. Das Format bietet die beste Qualität bei geringerer Bandbreite und wird breit unterstützt. Ein Film mit 1280 x 720 Pixeln und einer Datenrate von 10 Mbit/s sieht beispielsweise im MP4-Format viel besser aus als etwa im schlechteren MPEG-Format.

In Pinnacle Studio Ultimate funktioniert der Export wie folgt: Klicken Sie auf "Film erstellen". Wählen Sie als Dateityp MPEG-4 und bei "Voreinstellung" die gewünschte Auflösung. Exportieren Sie den Film mit einem Klick auf "Datei erstellen". Kontrollieren Sie, ob Sie mit dem Resultat zufrieden sind. Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können Sie auch selbst in die Exporteinstellungen eingreifen. Wählen Sie dazu bei "Voreinstellung" den Punkt "Benutzerdefiniert" und klicken Sie danach auf "Einstellungen". Es öffnet sich ein neues Fenster. Definieren Sie hier "Dateityp", "Auflösung" und "Datenrate". Es wäre zu schön, an dieser Stelle die idealen Einstellungen zu nennen. Das geht leider nicht. Es benötigt ein wenig Erfahrung, um zu einem Film die Idealwerte zu finden. Stellen Sie deshalb für Tests einen kurzen Clip zusammen, der für den Export nicht allzu viel Zeit braucht, und experimentieren Sie drauflos.

Dieser Artikel stammt von Klaus Zellweger von unserer Schwesterpublikation PCtipp .

Donnerstag den 26.08.2010 um 10:15 Uhr

von Benjamin Schischka

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