29.04.2011, 08:41

Arne Arnold, Thorsten Eggeling

Ratgeber Sicherheit

Schritt 6: Ermitteln Sie, ob unerwünschte Prozesse laufen

Diese Gefahr droht: Auf einem Windows-PC laufen meist Dutzende von Prozessen. Es handelt sich um Programme, die Sie gestartet haben, aber auch um Dienste und Hilfsprogramme, die Windows beim Systemstart automatisch geladen hat. Nicht alles davon ist nötig, und manches kann sogar gefährlich sein. Je mehr Prozesse auf Ihrem System gleichzeitig laufen, desto größer ist die Fläche für Angriffe. Und bei der Installation so mancher kostenloser Software schleichen sich weitere Programme ein, die Sie eigentlich gar nicht wollten. Viele dieser Programme setzen sich gleich in den Autostart.
Sicherheits-Check: Was auf Ihrem PC alles automatisch gestartet wird, ermittelt Autorunsfür Sie. In unserem Tool PC-WELT Sicherheits-Check finden Sie das Tool über die Schaltfläche "Autostart". Autoruns liefert umfassende Informationen zu den verschiedenen Autostart-Pfaden. Unnötige Autostart-Kommandos lassen sich vorübergehend abschalten oder löschen.
Alternativ können Sie das Windows-eigene Tool Msconfig verwenden (Start über [Win]-[R]). Es bietet verglichen mit Autoruns allerdings deutlich weniger Funktionen. Wenn Sie wissen wollen, was auf Ihrem PC gerade läuft und was sich genau hinter den Prozessnamen verbirgt, starten Sie PCWELT Sicherheits-Check und klicken auf "Prozesse". In einer Liste sehen Sie dann alle Programmnamen und den Pfad, aus dem die Anwendung jeweils gestartet wurde. Mehr Infos erhalten Sie, indem Sie einen Namen in der Liste anklicken und dann auf "PC-WELT" gehen. Im Browser öffnet sich dann die Prozessdatenbank von Pcwelt-wiki.de, mit Angaben zum Hersteller des Programms oder zu möglichen Schadprogrammen, die unter diesem Namen bekannt sind.
Über die Schaltfläche "Software" erhalten Sie in PC-WELT Sicherheits-Check eine Liste der installierten Anwendungen. Prüfen Sie hier, ob Sie wirklich alles benötigen. Über die Schaltfläche "Deinstallieren" entfernen Sie das gerade markierte Programm.
So schützen Sie sich: Installieren Sie nur die Software, die Sie wirklich brauchen. Achten Sie darauf, dass bei der Installation nicht zusätzlich unerwünschte Programme auf der Festplatte landen. Zahlreiche Freeware-Programme installieren etwa Toolbars für den Browser, über die der Hersteller des Programms sich finanziert. Das ist zwar nicht unbedingt schädlich, aber in manchen Fällen lästig.
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