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19.01.2010, 13:12

Christian Löbering

Blitzreinigung für Windows

Schritt 8 - 12: Autostart-Einträge verringern

Laufende Anwendungen, die Sie nicht selbst aufgerufen haben, wurden meist beim Systemstart automatisch mitgestartet. Zu viel Autostart kostet Ressourcen und macht Ihr System angreifbar. Ein PC-WELT-Tool unterstützt Sie dabei, die Autostart-Einträge komfortabel zu verwalten. Mit pcwAutostart reduzieren Sie mit ein paar Klicks die Autostart-Einträge auf die wesentlichen. Rufen Sie das Tool per Doppelklick auf. Beim ersten Start unter Vista wird ein neuer Kontextmenü-Punkt "Als Administrator ausführen" angelegt. Rufen Sie in diesem Fall das Script danach per Rechtsklick über den neuen Menüpunkt noch einmal auf. In der oberen Fensterhälfte sehen Sie nun alle Startrampen, die Einträge enthalten. Markieren Sie eine davon, um deren Einträge in der unteren Fensterhälfte anzuzeigen. Sie räumen hier auf, indem Sie die Klickboxen neben den nicht benötigten Elementen aktivieren und auf "Entfernen" gehen. Wenn Sie nicht wissen, um was es sich bei einem bestimmten Eintrag handelt, aktivieren Sie die Klickbox daneben und klicken dann auf "Definieren". Damit rufen Sie eine Beschreibung der Datei aus unserem PC-WELT-Wiki auf.

Schritt 9: Überflüssige Dienste abschalten
Dienste sind privilegierte Systemprogramme, die beim Systemstart automatisch gestartet werden. In den Autostart-Rampen tauchen sie ebenso wenig auf wie in der Prozessliste des Task-Managers. In der Regel stellen sie Systemfunktionen bereit. Viele davon sind für den Normalbenutzer jedoch unnötig und kosten nur Rechenleistung. Mit den PC-WELT-Tools pcwXPServices beziehungsweise pcwVistaServices können Sie Ihre Dienste-Konfiguration anpassen. Rufen Sie das Tool für Ihre Windows-Version auf. Im Tool-Dialog können Sie zwischen verschiedenen Dienste-Strukturen wählen. Die Standardkonfiguration stellt die Dienste so ein, wie es von Microsoft vorgesehen ist.

Bei der PC-WELT-Konfiguration haben wir auf den Aufruf einiger Dienste verzichtet, deren Fehlen in der Regel nicht auffällt. Die Minimalkonfiguration schränkt die Dienste auf das absolut Notwendigste ein. Wählen Sie die gewünschte Konfiguration aus, und klicken Sie auf "Übernehmen". Nach einem Neustart greift die Änderung. Sollten Probleme auftreten, können Sie jederzeit über unser Tool die "Anfangs-Konfiguration wiederherstellen". Diese wird beim ersten Aufruf automatisch gesichert. Wenn Sie auf den Namen eines Dienstes klicken, erhalten Sie bei einer aktiven Online-Verbindung eine Beschreibung aus unserem PC-WELT-Wiki.

Schritt 10: Temporäre Dateien löschen
Viele Anwendungen und Setup-Prozesse legen temporäre Dateien an, löschen sie aber nach Abschluss nicht wieder. Im Laufe der Zeit sammeln sich so viele hundert MB an Datenmüll auf Ihren Platten an. Mit den PC-WELT-Aufräum-Tools pcwCleaner beziehungsweise pcwVistaCleaner machen Sie mit wenigen Klicks Platz. Starten Sie das entsprechende Tool für Ihre Windows-Version. Im Dialog können Sie dann auswählen, was entfernt werden soll.

Ein Klick auf das "?" neben jeder Option liefert Ihnen eine kurze Erläuterung. Um die Platzfresser zu entsorgen, aktivieren Sie die Klickboxen neben "*.tmp, *.chk, *.old, ~*.???, Iconcache.DB, Thumbs.DB löschen", "Sicherungskopien, *.wbk, *.bak, *.xlk löschen" und "Alle Dateien im %TEMP%-Ordner löschen". Zusätzlich können Sie nutzlose Link-Ordner entfernen. Aktivieren Sie dazu die Optionen "Office-Recent-Links löschen" und "Dokumentenlinks löschen".

Schritt 11: Systemsicherungen löschen
Systemwiederherstellungspunkte (RP - Restore Points) sind durchaus sinnvoll, um das System im Fehlerfall wieder in einen früheren Zustand zurückzusetzen. Allerdings brauchen sie jede Menge Platz - einige GB sind keine Seltenheit. Wenn Sie auf die alten Sicherungen und die Index-Datenbank der Windows-Desktop-Suche verzichten möchten, aktivieren Sie in unseren Tools pcwCleaner beziehungsweise pcwVistaCleaner die Option "Alle Dateien unter ‚System Volume Information' löschen". Damit entfernen Sie den gesamten Inhalt der versteckten Systemordner "System Volume Information" auf allen Partitionen. Ausgenommen sind einige aktuelle und daher gesperrte Dateien. Wenn Sie weniger radikal eingreifen möchten, starten Sie mit <win>-<r> und der Eingabe "Cleanmgr.exe" die Datenträgerbereinigung. Wählen Sie dann Ihr Systemlaufwerk aus, klicken Sie auf "OK", und öffnen Sie die Registerkarte "Weitere Optionen". Klicken Sie im Bereich "Systemwiederherstellung" auf "Bereinigen", um alle Wiederherstellungspunkte bis auf den letzten zu entfernen.

Schritt 12: Temporäre Internet-Dateien löschen
Temporäre Internet-Dateien, Verlauf und Formulardaten von Browsern belegen zwar nicht viel Speicherplatz. Andere Benutzer können damit jedoch etwa Ihr Surfverhalten nachvollziehen. Deshalb sollten Sie hin und wieder Ihre Web-Spuren löschen. Im Internet Explorer 7 wählen Sie dazu "Extras, Browserverlauf löschen". Sie können gezielt einzelne Punkte auswählen oder einfach alle Spuren löschen. In Firefox finden Sie ein ähnliches Bereinigungsmenü unter "Extras, Private Daten löschen". Unsere Tools pcwCleaner beziehungsweise pcwVistaCleaner übernehmen bei Bedarf ebenfalls die IE-Spurenbeseitigung für Sie. Aktivieren Sie dazu die Optionen "Temporary Internet Files löschen", "IE-Verlauf löschen", "Getippte Web-Adressen des IE löschen" und eventuell "Cookies löschen". Nachdem Sie die gewünschten Optionen in unserem Cleaner aktiviert haben, klicken Sie auf "Clean-Vorgang starten", um die Bereinigung durchzuführen. Achtung: Wenn Sie Ihre Cookies löschen, verlieren Sie Ihre Identität auf Web-Seiten, bei denen Sie ein Konto haben, und müssen sich beim nächsten Besuch manuell anmelden.
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