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Schnell und unkompliziert mit Windows Movie Maker zum perfekten Video

14.08.2013 | 11:12 Uhr |

Videoschnitt klingt nach teuer, langwierig und kompliziert – stimmt aber gar nicht. PC-WELT zeigt, wie Sie mit dem kostenlosen Windows Movie Maker schnell perfekte Videos erstellen.

Früher brauchte man eine richtige Videokamera, heute lässt sich mit jeder Digitalkamera und jedem Handy filmen, vielfach sogar in Full-HD-Auflösung (1080p). Filmen kann man also überall schnell, doch damit das Resultat für mehr als nur einen Clip auf Facebook reicht, ist etwas Nacharbeit erforderlich.

Doch Videoschnitt-Software ist nicht ganz billig: Neben teuren Profiprogrammen wie Adobe Premiere Pro hat sich im 100-Euro-Segment unter anderem mit Premiere Elements von Adobe, Power Director von Cyberlink, Pinnacle Studio Ultimate von Corel und Video deluxe Plus von Magix eine ganze Palette guter Programme etabliert. Sie sind sowohl halbwegs einfach zu bedienen, bieten aber gleichzeitig vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten mit guten Resultaten. Nur um aber einmal jährlich ein Urlaubsvideo zusammenzuschneiden, sind auch 100 Euro noch eine Menge Geld. Da reicht der kostenlose Windows Movie Maker von Microsoft allemal.

Movie Maker im Paket Windows Essentials 2012

Wählen Sie bei der benutzerdefinierten Installation aus dem Windows Essentials Paket die Komponenten aus, die Sie installieren möchten, „ Live Fotogallery und Movie Maker“ sind rechts in der Mitte aufgeführt.
Vergrößern Wählen Sie bei der benutzerdefinierten Installation aus dem Windows Essentials Paket die Komponenten aus, die Sie installieren möchten, „ Live Fotogallery und Movie Maker“ sind rechts in der Mitte aufgeführt.

Die aktuelle Version von Microsofts Videoschnitt-Tool ist im Paket Windows Essentials 2012 enthalten, das Microsoft nun in einer einheitlichen Version für die 32- und 64-Bit-Versionen von Windows 7 und 8 zur Verfügung stellt. Der Download ist gut 130 MByte groß. Möchten Sie nicht alle Komponenten aus dem Paket installieren, klicken Sie im ersten Setup-Schritt auf die Option „Wählen Sie die Programme aus, die Sie installieren möchten“ und deaktivieren Sie anschließend die Paketteile, die Sie nicht benötigen. Lassen Sie in jedem Fall die Option „Windows Live Fotogalerie und Movie Maker“ aktiviert.

Die neuen Funktionen in Windows Essentials 2012

Nach Abschluss der Installation lassen sich die Fotogallerie und der Movie Maker getrennt über die jeweiligen Programmeinträge beziehungsweise Icons starten.

Windows Movie Maker 2012: Ganz einfach Videos schneiden

Über die Schaltfläche „Videos und Fotos importieren“ (oben) laden Sie die Inhalte ins Schnittprogramm, die daraufhin rechts im sogenannten Storyboard erscheinen.
Vergrößern Über die Schaltfläche „Videos und Fotos importieren“ (oben) laden Sie die Inhalte ins Schnittprogramm, die daraufhin rechts im sogenannten Storyboard erscheinen.

Das Rohmaterial laden Sie über die Funktion „Videos und Fotos hinzufügen“ links oben in der Menüleiste in das Schnittprogramm. Ob Sie das beziehungsweise die Videos dabei von der Festplatte oder von der per USB an den PC angeschlossenen Kamera importieren, ist unerheblich. Sie können darüber auch mehrere Videos und Fotos in einem Rutsch laden.

Sollte sich dabei das Filmmaterial – in seltenen Fällen und damit wider Erwarten – nicht abspielen lassen, fehlt vermutlich der spezifischen Codec. Den laden Sie über den kostenlosen K-Lite Mega Codec Pack nach.

Die importierten Inhalte zeigt der Movie Maker daraufhin rechts im sogenannten Storyboard. Dort können Sie die Inhalte mit der Maus per Drag and Drop (Ziehen mit gedrückter Maustaste) beliebig verschieben und neu gruppieren.

Noch befinden Sie sich auf der „Startseite“ von Windows Movie Maker, auf der das Schnittprogramm die wichtigsten Funktionen zusammenfasst. Dazu gehören die Eingabe von Titel, Bildtitel und Abspann sowie die „Autofilm-Designs“ oben in der Mitte. Mit dieser Funktion können Sie dem gesamten Film oder einem zuvor markierten Teil eine besonderes Design wie Sepia, Layout oder einen Überblendeffekt zuweisen.

Die besten Tipps zum Drehen eigener Videos

Möchten Sie einzelne Szenen und Teile entfernen oder zuschneiden, wechseln Sie oben in das Register „Bearbeiten“. Hier stehen über das „Zuschneidewerkzeug“ und Ein- oder Ausblende viele Möglichkeiten zur Verfügung. Die Funktionen auf den beiden Menübändern „Animationen“ und „Visuelle Effekte“ sollten Sie nur sparsam verwenden: Wo nämlich ein Effekt noch nett wirkt, schrecken zu viele in der Summe die Zuschauer ab.

Das fertige Video am Schluss veröffentlichen

„Projekt“ nennt Microsoft das Menüband, in dem sich das Bildformat und die Lautstärke der einzelnen Tonspuren festlegen lassen.
Vergrößern „Projekt“ nennt Microsoft das Menüband, in dem sich das Bildformat und die Lautstärke der einzelnen Tonspuren festlegen lassen.

Der Film ist fertig, zumindest fast. Bevor Sie das Video abschließend wieder auf der Startseite des Movie Makers über die gleichnamige Schaltfläche rechts speichern, werfen Sie noch einen Blick auf den Eintrag „Projekt“. Dort legen Sie unter anderem das Bildformat fest und definieren, ob der nachträglich aufgenommene Audiokommentar, die hinzugefügte Musik oder der Ton des Videos selbst hervorgehoben werden soll.

Schauen Sie sich den Streifen nun komplett über „Ansicht -> Vorschau im Vollbildmodus“ an. Wenn alles passt, wechseln Sie zurück auf die Startseite des Programms und klicken auf „Film speichern“. Hier stehen verschiedene fertige Ausgabeformate – für den PC, zum Brennen auf DVD, zum Versenden per Mail und zum Exportieren aufs Smartphone usw. – zur Verfügung. Daneben lässt sich das Video, natürlich jeweils nach dem Einloggen, auf Microsofts Online-Speicher Skydrive, Facebook, YouTube, Vimeo oder Flickr veröffentlichen.

 

 

 

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