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Schnell erledigt: Buchhaltung in der Cloud

11.05.2013 | 07:16 Uhr |

Die Buchhaltung kostet Zeit und Nerven, und wenn man nicht aufpasst, auch noch eine Menge Geld. PC-Welt präsentiert fünf Web-Apps, mit denen Sie Ihre Buchhaltung in den Griff bekommen.

Beim Thema Buchhaltung denken viele Selbständige immer noch als erstes an Schuhkartons voller Belege und Steuerformulare auf grauem Recycling-Papier. Und an das klassische Dilemma: Selber buchen oder buchen lassen?  Wer selbst bucht, spart die Kosten für Buchhalter und Steuerberater. Allerdings  bringt dieses Verfahren neben erheblichem Zeitaufwand auch noch die Unsicherheit mit sich, ob auch  alle Buchungen korrekt vorgenommen und die steuerlichen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Steuerberater kostet Geld

Die Alternative ist der Steuerberater, der das leidige Thema zu seiner Profession gemacht hat und neben der jährlichen Einnahme-Überschussrechnung oder Bilanz auch die regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen und die Buchhaltung übernimmt. Dieses Verfahren kann jedoch erhebliche Kosten verursachen. 

Desktop-Software für die Buchhaltung

Als möglichen Ausweg aus dem Dilemma bieten verschiedene Hersteller seit Jahren schon Software an, mit denen der Anwender seine Buchhaltung selbst mit vertretbarem Zeitaufwand organisieren und die Ergebnisse elektronisch an den Steuerberater übermitteln kann. Diese Kompromisslösung birgt jedoch eine weitere Herausforderung: Installation und Bedienung dieser Programme sind in der Regel nicht einfach. Hinzu kommt der Aufwand für das Einspielen von Updates, um mit den häufigen Änderungen von Gesetzen und Vorschriften Schritt zu halten.  

Buchhaltung aus der Cloud

Einen entscheidenden Vorteil bieten demgegenüber Software-Services aus der Cloud. Sie können ohne vorherige Installation sofort eingesetzt werden und bieten darüber hinaus die Sicherheit, dass alle nötigen Änderungen automatisch vorgenommen werden. Und was die Frage des „Machen oder machen lassen?“ angeht, verfügt der Anwender bei einigen der hier vorgestellten Angebote über weitgehende Wahlfreiheit.So bieten zum Beispiel Scopevisio und Fibu1 die fachkundige Prüfung der vom Benutzer vorgenommenen Buchungen als zusätzlichen kostenpflichtigen Service im Paket mit an. Die Datev-Lösung Unternehmen online ist sogar ausschließlich über Steuerberater zu beziehen.

Aber auch die übrigen Lösungen stellen eine Möglichkeit zum Datev-Export bereit. Allerdings wird beispielsweise beim kostenlosen Angebot von FreeFibu eine einmalige Gebühr von 120 Euro fällig. Damit ist grundsätzlich sichergestellt, dass der Steuerberater übernehmen kann, wenn es schnell gehen muss oder komplexere Buchungskonstellationen auftauchen.  Darüber hinaus besteht bei vielen Angeboten die Möglichkeit, dem Buchhalter und Steuerberater Zugriff auf die Software zu gewähren. Um sicherzugehen, dass Mehraufwand durch Doppelerfassung vermieden wird, sollte der Steuerberater dennoch möglichst frühzeitig in die Entscheidung mit einbezogen werden.

Cloud-Lösungen kommen mit klarer Optik

Wer sich für Buchhaltung in der Cloud entscheidet, darf sich in der Regel über eine übersichtliche, leicht zu bedienende Benutzeroberfläche freuen. Frische Farben und ein aufgeräumtes Layout herrschen vor allem bei den jüngeren, für Nicht-Buchhalter konzipierten Tools vor. So ansprechend und übersichtlich verpackt wie bei Scopeviso oder Freefibu sinkt die Hemmschwelle vor der Beschäftigung mit dem Zahlenwerk. Das Datev-Produkt Unternehmen online hingegen kann seine Abstammung von einem für Steuerberater entwickelten System nicht ganz verleugnen.

Die Bandbreite der Funktionen seiner Software kann der Anwender durch die Auswahl einzelner Pakete festlegen – und dadurch auch die Kosten kontrollieren. Die Basisversion mit der sich im Wesentlichen nur die wichtigsten Belege wie Angebote und Rechnungen erstellen und verwalten lassen, ist bei einige Anbietern wie FreeFibu und Fibu1 sogar kostenlos zu haben. Allerdings sind die Pakete bei den Anbietern sehr unterschiedlich geschnürt. Das Versprechen, der Unternehmer zahle nur, was er auch nutze, erfüllt sich daher für die meisten  Anwender wohl nur bedingt.

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