18.08.2008, 08:41

Gerald Strömer

Schlösser, Sticks und sichere Passwörter

Sicherheits-Zubehör fürs Notebook

Für die meisten Notebookbesitzer ist es selbstverständlich, ihre Daten und Privatsphäre mit Software vor unberechtigtem Zugriff aus dem Internet zu schützen. Wie steht es aber um den physikalischen Schutz, beispielsweise im Falle eines Diebstahls? Mit dem richtigen Zubehör legen Sie Langfingern das Handwerk.
Der Diebstahl von Notebooks stellt in letzter Zeit ein immer ernster zu nehmendes Problem dar. Sie sind begehrt und sie sind ab einer bestimmten Preisklasse sogar als Luxusartikel einzustufen. Damit es erst gar nicht zum Verlust des Notebooks durch Diebstahl kommt, kann man sich auf dem Zubehörmarkt mit verschiedenen mechanischen Sicherungssystemen eindecken. Sie werden allgemein unter dem Begriff "Kabelschlösser" angeboten und verwenden zur Sicherung des Notebooks den so genannten Kensington-Slot am Notebook.
Über diese Vorrichtung verfügen mittlerweile fast alle modernen Notebooks. Das Kabelschloss, das in der Regel aus einem ummantelten Stahlseil besteht, wird mit dem Kensington-Slot und einem festen Objekt der näheren Umgebung - beispielsweise dem Bein eines schweren Schreibtischs - verbunden. Das gesicherte Notebook kann so zumindest nicht mehr einfach weggetragen werden und ist vor Gelegenheitsdieben geschützt.
Vor brachialen Methoden, wie etwa dem Einsatz eines Draht- oder Bolzenschneiders, bietet ein Kabelschloss jedoch keine Sicherheit. Zudem ist die Art der Verankerung des Kensington-Slots im Gehäuse des Notebooks von Bedeutung. Wenn es einfach im Plastik eingelassen ist, kann es leicht herausgebrochen werden. Besser sind deshalb in Metall eingefasste Varianten. Andere Systeme verwenden anstatt des Kensington-Slots den VGA-Anschluss des Notebooks, in dem das Schloss mit Schrauben befestigt wird. Sie funktionieren aber ansonsten nach dem gleichen Prinzip.
Hardware-Alarmanlagen
Eine weitere Möglichkeit, das Notebook vor Diebstahl zu schützen, liegt im Einsatz von Alarmanlagen. Auch hier kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Die Palette reicht von einfachen Bewegungsmeldern bis hin zu Sender-Empfänger-Systemen. Bei den letztgenannten wird eine Entfernung definiert, die sich die Sender- und Empfängereinheit maximal auseinander bewegen dürfen. Wird diese überschritten, kommt es zur Auslösung eines akustischen Alarmsignals und der Besitzer des Notebooks wird gewarnt.
Eine interessante Methode ist ein auf einer PCMCIA-Karte eingebauter Bewegungssensor. Dieses System ist mit einem integrierten Lautsprecher für das Alarmsignal ausgestattet und funktioniert bei ein- und ausgeschaltetem Betriebssystem. Solche Systeme sind auch für den Kensington-Slot erhältlich.
Neben der reinen Alarmfunktion kann auch das Sperren des Logins oder das Löschen von Passwörtern ausgelöst werden. Vereinzelt bieten Business-Notebooks auch die Möglichkeit der Bluetooth-Systemsperrung.
Sinnvoll sind Alarmsysteme für Produktmessen und in Büros, wo das Notebook auf Grund von Arbeitsabläufen häufig sich selbst überlassen bleibt. Solche Lösungen dürften auch für Reisende interessant sein. Wird das Notebook beispielsweise während eines unachtsamen Moments gestohlen, wird der Alarm ausgelöst und man hört und sieht, in welche Richtung der Dieb sich bewegt. Wichtig ist jedoch, dass das Alarmsignal in jedem Fall laut genug ertönt, um auch in einem Umfeld mit erhöhtem Geräuschniveau wahrgenommen zu werden.
Software-Alarmanlagen
Neben Hardware-gestützten Systemen sind auch eine Reihe von Software-Alarmanlagen im Angebot. Als Beispiel sei hier die Gratissoftware LaptopAlarm genannt. Ist die Software aktiviert, wird ein Alarmsignal über die internen Notebook-Lautsprecher ausgelöst, wenn die Stromversorgung unterbrochen oder das Notebook heruntergefahren wird. Auch das Entfernen des Mauskabels oder das Bewegen des Mauspfeils löst einen Alarm aus.
Beim Eintreten eines solchen Vorfalls besteht auch die Möglichkeit, dass der Besitzer per SMS benachrichtigt wird. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Verbindung zum Internet, die idealerweise per WLAN bestehen sollte. Andere Systeme nutzen als Auslöser des Alarms den Bewegungssensor, der in Notebooks verschiedener Hersteller integriert ist und eigentlich dazu dient, die Festplatte im Falle eines Schlages oder Aufpralls in einen sicheren Zustand zu versetzen.
Der Nachteil von Software-Alarmanlagen ist die Tatsache, dass das Notebook angeschaltet sein muss. Sie eignen sich damit gut für den Einsatz im Büro, aber bieten im Falle eines Diebstahlversuchs bei ausgeschaltetem Gerät keinen Schutz.
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