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Schlaues Haus und clevere Wearables

07.09.2015 | 10:50 Uhr |

Vernetzte Küchenhelfer, schlaue Schuhe, 8K-TV, ein cleveres Fahrradschloss und ein Bierbrau-Automat sind nur einige Highlights, die Technik-Fans auf der TecWatch begeistern.

Über 50 Start-ups führen in diesem Jahr zusammen mit internationalen Forschungseinrichtungen und namhaften Herstellern ihre Innovationen für Smart Home, Wearables und Fitness, 3D-Druck, intelligentes Fernsehen und mobiles Leben vor.

Vernetztes Haus

Auf der TecWatch findet man pfiffige Lösungen für das Leben im vernetzten Haushalt. So zeigt die Connected Lightning Alliance ein intelligentes Beleuchtungssystem, mit dem man sowohl im Eigenheim als auch in Firmengebäuden kabellos die Beleuchtung kontrollieren kann. Wibutler stellt für das intelligente Zuhause eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren aus: Taster, Wassersensoren, Licht- und Jalousinenaktoren und Rauchmelder. Das Triby von Invoxia wiederum soll in der Küche helfen, wenn man alle Hände voll zu tun hat. Es wird wie ein Magnet zum Beispiel an den Kühlschrank geheftet und bietet von dort Internetradio, Freisprecheinrichtung für das Telefon und Messenger. Die Übertragung erfolgt via Bluetooth. Wichtig beim Smart Home ist die reibungslose Zusammenarbeit von vernetzten Geräten unterschiedlicher Hersteller – und das Vermeiden von Insellösungen. Genau das zeigt die Demo „Plugfest“ mit Waschmaschinen von BSH, mit Herd und Waschmaschine von Miele, Homesystemen von Devolo und Diehl sowie dem Energiemanager von SMA und EEBus. Außerdem zeigt der Verband der Elektrotechnik, wie man derart vernetzte Geräte vor Hacker-Angriffen schützen kann.

Das Brauerset von Brewie eignet sich für Einsteiger wie Profis gleichermaßen. Letztere können die Zutaten variieren.
Vergrößern Das Brauerset von Brewie eignet sich für Einsteiger wie Profis gleichermaßen. Letztere können die Zutaten variieren.
© Brewie

Bier selber brauen

Wer im Smart Home sein eigenes Bier genießen will, kann das mit dem Bier-Automaten von Brewie machen. Ohne das Geheimwissen eines Bierbrauers erzeugt man damit sein eigenes köstliches Nass. Die dazu passende Brewie-App hält Sie immer über den aktuellen Zustand der Brauvorgangs auf dem Laufenden.

Intelligente Mobilität

CarZapp zeigt seine Lösung für das Flottenmanagement per Smartphone. Damit wird der klassische Autoschlüssel überflüssig, stattdessen sperrt das Smartphone das Auto auf. Für Autovermieter eine simple und kostensparende Methode.

Fahrradschloss per App

Nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit dem Fahrrad ist man stets mobil. Damit der fahrbare Untersatz nicht so leicht abhandenkommt, gibt es mehr oder weniger praktische Fahrradschlösser. Ganz ohne Gefummel mit dem Schlüssel oder sperrigen Zahlenkombinationen lässt sich mit „I Lock It“ das Fahrrad sichern. Das Fahrradschloss wird hierbei per Smartphone-App geschlossen – ganz automatisch ohne Zutun des Besitzers. Der Akku hält neun Monate, bei einem Aufbruchsversuch geht ein 120-dB-Alarm los.

Mit I Lock It sparen Sie sich das Gefummel mit dem Schlüssel oder den Ärger bei einem vergessenen Zahlencode.
Vergrößern Mit I Lock It sparen Sie sich das Gefummel mit dem Schlüssel oder den Ärger bei einem vergessenen Zahlencode.

Leihbar

Für Heimwerker und Hobbyhandwerker sowie begeisterte Hausmänner und -frauen ist „Leihbar“ gedacht. Damit kann man sich Bohrmaschinen von Bosch, eine Actioncam von GoPro oder zum Beispiel auch einen Dyson-Tierhaar-Staubsauger online mieten und dann bei Partnershops in Berlin abholen.

Wearable sorgt für warme Füße

Natürlich findet man auch zahlreiche Smartwatches und intelligente Armbänder auf der TecWatch. Einen Fitness-Tracker an ungewohnter Stelle stellt Digitsole aus. Der Tracker befindet sich nämlich nicht am Handgelenk, sondern in der Sohle eines Turnschuhs. Digitsole zählt nicht nur die Schritte und die verbrannten Kalorien, sondern wärmt auch gleich noch die Füße.

Mal eben die Familie ausdrucken

Natürlich sind auch 3D-Drucker auf der IFA zu sehen. Das Angebot von 3D-button.com richtet sich nicht an Privatanwender, sondern an professionelle Nutzer. Anders verhält es sich mit den 3D-Druckern von Formlabs, mit denen man filigranen Wohnzimmerschmuck ausdrucken kann. Ähnliches zeigt Ultimaker, dessen 3DDrucker etwa auch die Kopie einer ganzen Familie ausdrucken. Damit der 3D-Druck eines Lebewesens überhaupt möglich ist, muss man die Person oder auch ein Tier erst einmal einscannen. Die Botspot GmbH zeigt einen solchen, begehbaren 3D-Scanner. Die oder der Betreffende betritt diesen Scanner, und schon erstellt dieser am PC ein lebensecht wirkendes 3D-Modell.

8K-Fernsehen

8K Ultra High Definition UHD bietet eine vier Mal höhere Auflösung als 4K. Wer also gestochen scharfe Bilder genießen will, braucht 8K. Spin digital hat dafür den passenden Video-Codec entwickelt: HEVC/H.265. Mit der neuen Videocodierung HEVC (High Efficiency Video Coding) kann man Videos in Ultra-HD-Auflösung auf ein akzeptables Datenvolumen eindampfen. Spannend: Spezielle Demonstrationen zeigen, wie man Ultra-HD-Ausschnitte vom Fernseher auf das Tablet laden kann.

HbbTV für interaktives Fernsehen

HbbTV 2.0 (Hybrid broadcast broadband TV) soll Fernsehen und Internet (via Tablet als Second Screen) so nahtlos miteinander verschmelzen, dass die Grenzen zwischen den beiden Medienwelten nahezu verschwinden. HbbTV 2.0 unterstützt auch die neue Videocodierung HEVC. Mit dem HbbTV App Toolkit von Fraunhofer Fokus kann man HbbTV-Anwendungen für interaktives Fernsehen auf der Basis von Wordpress schnell entwickeln. So eine TV-App kann zum Beispiel Inhalte auf den mobilen Bildschirm schicken – etwa einen elektronischen Programmführer, programmbezogene Informationen, Bilder, Texte und Videos.

DVB-T2 HD

DVB-T nimmt mit DVB-T2 HD einen neuen Anlauf. Dank der für Ultra-HD entwickelten, extrem effizienten Videocodierung HEVC sind mit DVB-T so scharfe Bilder möglich wie nie zuvor. Damit gibt es HDTV erstmals auch über Antenne und nicht mehr nur über Satellit, Kabel und IPTV. In den Ballungsräumen sollen damit über 40 Programme empfangbar sein. 2016 beginnt die Erprobung, 2017 folgt der Regelstart.

Das VR-Headset von Homido macht aus dem iPhone oder Android-Smartphone eine VR-Brille.
Vergrößern Das VR-Headset von Homido macht aus dem iPhone oder Android-Smartphone eine VR-Brille.
© Homido

VR-Brille zum Nachrüsten

Mit dem Virtual Reality Headset von Homido machen Sie aus Ihrem Smartphone eine VR-Brille. Dazu wird die Homido-App auf dem Smartphone installiert und das Smartphone dann in die Homido-Brille eingesetzt. Und schon können Sie virtuelle Welten mit 360-Grad-Rundumblick sowie 3D-Filme genießen.

Kamera zum Hochwerfen

Die Panono-Kamera werfen Sie in die Höhe – und schon macht sie am höchsten Punkt mit 36 Linsen ein faszinierendes 360-Grad-Bild.

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