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Schlampen Ebay und Amazon beim Datenschutz?

24.04.2003 | 09:08 Uhr |

Gegen die Online-Auktionsplattform Ebay und den Internet-Händler Amazon.com sind in den USA getrennte Beschwerden erhoben worden. Beiden Unternehmen wird vorgeworfen, sie hätten die Datenschutzrichtlinien (Privacy policies) gegenüber Kunden nicht gewahrt. Die Beschwerden legten Konsumerschutz-Interessensgruppierungen bei der US-amerikanischen Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) ein.

Gegen die Online-Auktionsplattform Ebay und den Internet-Händler Amazon.com sind in den USA getrennte Beschwerden erhoben worden, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche . Beiden Unternehmen wird vorgeworfen, sie hätten die Datenschutzrichtlinien (Privacy policies) gegenüber Kunden nicht gewahrt. Die Beschwerden legten Konsumerschutz-Interessensgruppierungen bei der Federal Trade Commission (FTC) ein.

Die Konsumer-Interessensvertretung Junkbusters wirft Ebay vor, es missinformiere Kunden, die auf der Website des Auktionators Geschäfte treiben. Die so genannten Privacy Policies, also die Informationen darüber, wie Ebay mit den Daten seiner Kunden umgeht, veröffentliche das Unternehmen in zwei Fassungen, die sich deutlich von einander unterscheiden würden: In einer Zusammenfassung seiner Datenschutzpolitik schreibe Ebay, man gebe Kundendaten nur weiter, wenn dies "absolut notwendig" sei.

Demgegenüber veröffentliche Ebay aber auch noch eine ausführliche Version. Darin mache der Online-Versteigerer deutlich, dass er Daten nach seinem eigenen Gutdünken weitergebe, ohne seine Kunde hierüber vorher zu informieren. Dies sei, so Junkbuster-President Jason Catlett, eine grobe Irreführung der Ebay-Kunden. Noch schwerer wiegen die Vorwürfe Catletts, die von Ebay gesammelten personenbezogenen und Finanz-Kundendaten würden auf der Ebay-Website einem "substanziellen" Risiko unterliegen. Dies gelte, obwohl diverse Bemühungen existierten, diese Informationen zu schützen.

Ebay-Sprecher Kevin Pursglove verwahrte sich gegen die Anschuldigungen und bestritt, sein Unternehmen würde Kunden mit seinen Privacy Policies in die Irre führen. "Es gibt keine Irreführung. Die einzige irrige Information ist die, dass es zwei Privacy Policies gibt." Ebay veröffentliche ein Dokument zu seiner Datenschutzpolitik mit einer Zusammenfassung. Zudem gebe es zu dieser Thematik noch eine Fragen-und-Antwort-Sektion.

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