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Schattenbilder bei Plasma-Fernsehern

09.10.2006 | 10:37 Uhr |

Auf Ihrem Plasma-Fernseher überlagert ein Schattenbild eine Stelle des Displays, so dass Sie zwei Bilder an gleicher Position sehen. Wir erklären Ihnen, wie solche Schattenbilder entstehen und was Sie dagegen tun können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Auf Ihrem Plasma-Fernseher überlagert ein Schattenbild eine Stelle des Displays, so dass Sie zwei Bilder an gleicher Position sehen.

Lösung:

Nachbilder entstehen, wenn sehr helle oder farbintensive Bildinhalte, etwa Senderlogos, über mehrere Stunden an derselben Stelle stehen. Schwarze Randbalken können bei einem 16:9-Bildschirm als Schattenbild nachwirken, wenn Sie über einen langen Zeitraum ausschließlich Filme im 4:3-Format ansehen. Im Extremfall, etwa wenn ein Standbild tagelang angezeigt wird, brennt sich der Inhalt ins Display ein.

Nachbild loswerden: Warten Sie erst einmal ab, ob das Nachbild nach ein paar Stunden von selbst verschwindet. Tut es das nicht, lassen Sie Ihren Fernseher ein bis zwei Tage laufen. Dabei muss der Bildinhalt auf der ganzen Fläche ständig wechseln – benutzen Sie zum Beispiel einen formatfüllenden Spielfilm.

Schnelle Alternative: Das Gros der Plasma-Fernseher bietet eine "White Screen"-Funktion (siehe Handbuch). Fehlt diese Ihrem Fernseher, können Sie ihm etwa über eine DVD ein weißes Vollbild senden. Ebenso wie permanent wechselnde Bilder fordert dieses Verfahren Höchstleistung von den Plasma-Zellen – und dabei regenerieren sie sich. Einbrennen vorbeugen: Bleibt das Nachbild sichtbar, obwohl Sie die oben beschriebenen Maßnahmen ausgeführt haben? Dann handelt es sich um ein eingebranntes Bild. Das passiert in der Regel dann, wenn ein Display-Inhalt einen bis mehrere Tage unverändert bleibt. Gegen ein eingebranntes Bild können Sie nichts tun, in diesem Fall ist die Phosphorschicht bereits beschädigt. Auch der Hersteller wird Ihnen nicht weiterhelfen, da sich der Garantieanspruch nicht auf solche Schäden erstreckt. Sie können also nur vorbeugen.

Schutzfunktionen: Bei aktuellen Displays kommt Einbrennen nur noch selten vor, denn immer mehr Hersteller statten ihre Geräte mit Schutzfunktionen aus (siehe Handbuch oder Menü). Eine davon ist das Pixelshifting. Ist es aktiviert, wandern die einzelnen Bildpunkte permanent um eine Position nach oben, unten rechts oder links, so dass die Zellen häufiger die Farbe wechseln. Eine andere Methode ist, dass jede Zelle ständig ein- und ausgeschaltet wird und so-mit nie permanent aktiv ist. Von beiden Schutzfunktionen bemerken Sie beim Fernsehen nichts.

Plasma-TV: Kein Einbrennen

Plasma-Bildschirme sind anfällig für Nachbilder und Einbrennen, insbesondere in den ersten 100 Betriebsstunden. Deshalb sollten Sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen: Sehen Sie Filme möglichst oft formatfüllend an. Zoomen Sie das Bild eventuell so weit auf, dass das Senderlogo verschwindet. Lassen Sie Standbilder nicht zu lange auf dem Display verharren, etwa Videotext und Onscreen-Menüs. Drosseln Sie Kontrast und Helligkeit insbesondere bei leuchtintensiven und langsam wechselnden Bildern.

Übrigens: LCDs sind weniger anfällig für Nachbilder, erzielen dafür aber keine so gute Bildqualität. Denn das Plasma-Display besteht aus zahlreichen mit Gas gefüllten Leuchtzellen, die wie Mini-Neonröhren funktionieren. Bei LCDs steuern Millionen Transistoren einzelne Kristalle an, die aber weniger Leuchtkraft besitzen.

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