Schatten-IT

Cloud Computing sorgt für Schatten-IT in Unternehmen

Dienstag, 02.10.2012 | 10:09 von René Büst, Dietmar  Wiedemann
Schatten-IT durch Cloud Computing
Vergrößern Schatten-IT durch Cloud Computing
© iStockphoto.com/kertlis
Neu ist Schatten-IT nicht. Das Risiko einer parallelen IT-Infrastruktur wird in Zeiten von Clouds allerdings unterschätzt. IaaS unterstützt ungewollt die Bildung.
Cloud Computing ist im Infrastructure-as-a-Service ( IaaS )-Bereich beliebt und die Akzeptanz steigt. Dies belegt eine Studie des Karlsruher Instituts für Informationswirtschaft und –Management und der Proventa AG. Die Marktforscher befragten 226 IT-Spezialisten und IT-Entscheider. 58 Prozent gaben an, dass sie zukünftig Cloud Computing verwenden möchten.

Dies kann für CIOs mitunter eine schlechte Nachricht sein, da die Verwendung von Cloud-Diensten schwer zu kontrollieren ist. Mittels Kreditkarte können Mitarbeiter Investitionen ohne Kenntnis der zentralen IT-Abteilung tätigen. Darüber hinaus nutzen sie den Service über den Browser, ohne das Wissen der IT-Verantwortlichen. Dies begünstigt Schatten-IT.

Schatten-IT kein neues Phänomen

Hardware- und Softwareressourcen werden schon länger heimlich verwendet und stellen somit kein neues Schatten-IT-Problem dar. Oft können Angestellte selbstständig Software via USB-Sticks, CDs und über das Internet auf ihre Rechner installieren. Infolgedessen entsteht ahnungslos eine Schatten-IT.

Die Befragten gaben an, dass für das eigenmächtige Handeln häufig die IT-Abteilung schuld sei, da diese bürokratisch handle. Außerdem stelle die zentrale IT eine Cloud-Computing-Infrastruktur beispielsweise für Testumgebungen nicht schnell genug bereit.

Public-Cloud-Dienste fördern Schatten-IT

Neu dagegen ist, dass aktuell mittels Public-Cloud-Dienste alternative Software-Lösungen schnell und einfach bezogen werden können. Die Services sind für jedermann öffentlich zugänglich. Mitarbeiter können via Google-Docs-Dokumente erstellen oder gratis mithilfe von Dropbox-Cloud-Storage nutzen. Kritische Informationen können, obwohl der Datei-Upload gesperrt wurde, so aus dem Unternehmen gelangen. Der Inhalt muss hierzu lediglich aus dem lokalen Dokument kopiert und in das in der Cloud hinterlegte eingefügt werden.

Auch andere IaaS-Angebote fördern eine Schatten-IT. Amazons „ Elastic Compute Cloud “ (EC2), Cloud-Hosting-Services von GoGrid und RackSpace machen es mit ihren Verarbeitungs-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten  leicht eigene virtuelle Rechenzentren in der Cloud aufzubauen. Dies geschieht, ohne dass die IT-Verantwortlichen davon Kenntnis bekommen.

Dienstag, 02.10.2012 | 10:09 von René Büst, Dietmar  Wiedemann
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