250657

Schallplatten auf CD

17.03.2001 | 04:28 Uhr |

So erhalten Sie eine gute Klangqualität

Sie möchten Ihre teure Schallplattensammlung schonen und deshalb auf CD brennen. Wir sagen Ihnen, was Sie dazu brauchen, und geben Ihnen Tipps, wie Sie mit den gängigen Programmen eine optimale Klangqualität erzielen.

Von rc

Diese Hard- und Software brauchen Sie.

Damit Sie die analogen Signale vom Plattenspieler, Kassettenrecorder oder Tonbandgerät am PC weiterverarbeiten können, müssen sie in digitaler Form vorliegen. Die Umwandlung übernimmt die Soundkarte. Sie muss dazu einen Line-Eingang besitzen und bei 16 Bit Sample-Tiefe sowie 44,1 kHz Abtastrate - dem CD-Datenformat - aufnehmen. Gängige Soundkarten schaffen das problemlos. Auch die Qualität der Analog/Digital-Wandlung ist bei Karten für 150 bis 200 Mark meist ausreichend. Wenn Sie keine geeignete Soundkarte haben, empfehlen wir Ihnen beispielsweise die SB Live Player 5. Um die Musikdaten optimal auf CD zu bannen, brauchen Sie außerdem einen Brenner, der den DAO-Modus beherrscht ("Musik-CDs kopieren", Punkt 2). Wenn Sie Ihre Sounddateien nachbearbeiten oder restaurieren wollen (Punkte 7 und 8), sollten Sie mindestens 2,5 GB, besser 4 GB oder mehr Platz auf der Festplatte frei haben. Denn in der Regel liegen die Audiodaten, die man gerade bearbeitet, zwei-, dreimal oder noch öfter vor: im Original, als Kopie, die der Editor bearbeitet, und als temporäre Dateien, die der Editor zum Berechnen braucht und um Bearbeitungsschritte rückgängig zu machen. Restaurationsfunktionen setzen meist einen leistungsfähigen Prozessor voraus. Zum Teil laufen sie auch nur in "Echtzeit", das heißt, sie werden erst beim Abspielen der Datei berechnet - ein Pentium II 300 sollte es daher mindestens sein.

An Software benötigen Sie ein Brennprogramm, das eine Musik-CD zusammenstellen sowie beschreiben kann und den DAO-Modus beherrscht ("Musik-CDs kopieren", Punkt 4). Zusätzlich brauchen Sie einen Audio-Editor, der während der Aufnahme die Daten von der Soundkarte empfängt und auf Festplatte ablegt. Mit dem Editor können Sie das Material auch nachbearbeiten - etwa Pausen herausschneiden - und restaurieren, sprich: beispielsweise Rauschen und Knackgeräusche herausfiltern. Zwar besitzen viele Brennprogramme Audio-Editor- Funktionen - einem richtigen Audio-Editor wie Cool Edit 2000 sind sie aber gewöhnlich unterlegen (für viele Einsatzfälle genügt bereits die eingeschränkte 30-Tage-Version von Cool Edit 2000). Sie ersparen sich damit viel Frust - außer bei der Restauration: Cool Edit 2000 besitzt zwar eine Funktion, um Rauschen zu entfernen, und bietet ein separates Modul für Klickgeräusche, aber das Programm ist schwierig zu bedienen. Andererseits können Sie damit das Letzte aus Ihren Aufnahmen herausholen.

Sie müssen sich sowieso Brenn-Software anschaffen? Dann empfehlen wir als Komplettlösung Win on CD. Wer dagegen eine einfach bedienbare Allround-Software wünscht, sollte sich Clean ansehen. Allerdings dürfen Sie sich von diesem Restaurations- und Brennprogramm nicht allzu viel erwarten. Optimal ausgestattet ist, wer eines der Brennprogramme, die wir im Artikel "Ihre Musikkollektion" vorstellen, und einen Audio-Editor wie Cool Edit 2000 kombiniert. Eine extrem billige Alternative ist Exact Audio Copy.

Musik-CDs kopieren

Ihre Musikkollektion

Schallplatten auf CD

Creative Labs

0 Kommentare zu diesem Artikel
250657