Mit dem Wissen über IP-Adressen, Adressblöcke und Domänennamen kann man sich mächtiger Tools bedienen: Mit so genannten Scannern lassen sich viele weitere Informationen über Netzwerkgeräte anzeigen und Sicherheitslücken fremder Rechner herausfinden. Die vermeintliche Anonymität und die schiere Masse an Rechnern im Internet verleiten viele Anwender zur Sorglosigkeit. Fallen Sie nicht den üblen Machenschaften anderer zum Opfer, sondern verwenden Sie einen Scanner, um Ihren eigenen Rechner in puncto Sicherheit zu überprüfen.
Man kann zum Beispiel einmal sein aktuelles Subnetz scannen. Dazu bringt man zunächst mit "Ipconfig" seine IP-Adresse in Erfahrung. Angenommen, sie lautet 21:7.80.253.200. Über Whois lässt sich jetzt der Provider in Erfahrung bringen und über ein Traceroute der Standort. In diesem Fall ist es die Deutsche Telekom, das Subnetz befindet sich im Großraum München und enthält wahrscheinlich nur DSL-Anschlüsse, da der eigene Zugang ebenfalls über DSL läuft. Die Zuordnung von Subnetzen zu Anschlüssen - ISDN oder DSL - bleibt Geheimnis der Provider und ist von außen nicht einsehbar.
Unser Subnetz ist es ein Klasse-C-Netz mit maximal 254 Rechnern. Mit einem Scanner-Tool wie
Languardlässt sich nun das Subnetz scannen. Die Ergebnisse sind erstaunlich: Rechner- und Freigabenamen sowie offene Ports und andere Infos sind schnell ermittelt. Auch wenn eine Freigabe passwortgeschützt ist, kann sie übrigens mit einer so genannten Brute-Force-Attacke ("brutale Gewalt") geknackt werden.
Je nachdem, in welchem Subnetz man sich aufhält, erhält man übrigens andere Rechner-Profile.DSL-Subnetze sind meistens ziemlich "dicht", hier arbeiten Linux- Router, oder es laufen Firewalls. ISDN-Netze sind freizügiger, besonders Windows-95/98-Anwender lassen ihren Rechner oft weit offen stehen. Durch Variieren des IP-Adressraums lassen sich weitere Netze scannen. Das Beschaffen solcher IP-Adressräume ist einfach: In Chat-Rooms oder auch im Internet Relay Chat (IRC) werden etwa häufig die echten IP-Adressen angezeigt.
Wer sich auf diesem Wege Zugriff auf fremde Festplatten verschafft, handelt hier zu Lande illegal. Verwenden Sie das Know-how ausschließlich, um die Sicherheit Ihres PCs zu testen - nur wenn Sie die Sicherheitslücken kennen, können Sie diese auch schließen.
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