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Skimming: So schützen Sie sich vor Betrug am Geldautomaten

17.01.2016 | 08:40 Uhr |

Nur ein Mal am Bank-Automaten Geld abgehoben, schon können kriminelle Skimmer mit Hilfe eines Scammers Ihre Kontodaten stehlen. Wir zeigen, wie Sie sich am besten vor Skimming schützen.

Es ist kein großes Geheimnis, dass man seine Bank- und Kontodaten schützen sollte, wenn man online einkauft. Aber auch außerhalb Ihrer vier Wände können Ihre Kreditkarten- und Kontoinformationen abhanden kommen – ohne dass Sie es überhaupt merken. Ein sogenannter Scammer – ein High-Tech-Gerät, das unmerklich an Geldautomaten angebracht wird – stiehlt sowohl EC- als auch Kreditkarteninformationen. Und die Technologie dahinter wird immer ausgereifter.

Scammer – Skimming – Skimmer

Das Verbrechen selbst wird als "Skimming" – englisch für "abschöpfen" – bezeichnet, die ausführenden Betrüger heißen "Skimmer". Vor allem in den vergangenen paar Jahren hat diese Art des Trickbetrugs immer mehr an Popularität hinzugewonnen. Aber wie genau funktionieren diese Scammer eigentlich? Und wie kann man sich vor Skimming schützen?

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So funktionieren Scammer

Scammer sind im Wesentlichen Geräte, die ein Skimmer direkt auf dem eigentlichen Kartenleser an einem Geldautomaten anbringt, um Ihre Daten für betrügerische Zwecke zu sammeln. Sobald Ihre Karte den Scammer passiert, liest das Gerät die gespeicherten Informationen auf dem Magnetstreifen aus. Darüber hinaus existieren aber auch überraschend viele Abwandlungen in der Hardware und bei den Methoden, wie ein Skimmer vorgeht.

Die Hardware selbst reicht von kleinen, billig nachgemachten Scammern, die meist sehr einfach zu erkennen sind, bis hin zu sorgfältig gefertigten Anlagen, die kaum vom echten Geldautomaten zu unterscheiden sind. Auch die Art und Weise, wie Ihre Daten gesammelt werden, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Nur die Bank- oder Kreditkartennummer auszulesen reicht meist nicht. Viele Skimmer eignen sich daher auch Ihre PIN-Nummer und Ihren dreistelligen Sicherheitscode an. Beispielsweise platzieren Skimmer dazu eine gefälschte Tastatur über dem eigentlichen Eingabefeld; neuere Geräte setzen dagegen auf kaum erkennbare Loch-Kameras, die Sie abfotografieren, während Sie Ihre PIN eingeben.

Scammer speichern die gesammelten Informationen oft lokal und werden nach einer Weile von ihren Skimmern wieder eingesammelt. Immer mehr Scammer übermitteln die Daten aber auch digital. Einige Scammer wählen sich dazu in eine Telefonleitung ein, andere benutzen sogar WLAN. Ganz neue Modelle verfügen sogar über eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone des Skimmers.

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