Intel Xeon E5

Sandy Bridge für Server

Dieses Problem will Intel mit einer neuen Familie von Xeon ® -Prozessoren auf Basis der für Desktop-Prozessoren bereits eingeführten Sandy-Bridge-Architektur adressieren. Die Xeon ® E5 Prozessoren - bislang vor allem unter dem Code-Namen "Sandy Bridge EP" bekannt - sind für Zwei-Sockel-Systeme konzipiert und verfügen über bis zu acht Cores. Dank Hyper-Threading sind sie in der Lage, 16 Threads parallel zu verarbeiten. Die neue CPU-Reihe ergänzt damit den für größere Systeme vorgesehenen Xeon ® E7 und löst den seit 2010 verfügbaren sechskernigen Xeon ® 5600 auf Basis der Westmere-Architektur ab. Mit einher geht auch eine technologisch notwendige Veränderungen des Prozessorsockels. Der neue Socket R verfügt über 2011 Pins. Ein einfacher CPU-Tausch bei bereits vorhandenen Servern auf Xeon ® -Basis ist also nicht möglich. Schade - immerhin hat Intel dem neuen Xeon ® einige interessante Neuerungen spendiert, die die Leistungsfähigkeit um bis zu 80 Prozent steigern sollen.

Das beginnt beim Flaschenhals I/O (Input/Output). Etwa Daten, die über die Netzwerkschnittstelle zur Verarbeitung an den Prozessor gereicht werden: Sie müssen zunächst vom Prozessor in den Hauptspeicher geladen werden, um dann wiederum von dort in den Cache der CPU zu kommen. Erst im Cache kann die eigentliche Rechenarbeit erledigt werden. Dadurch entstehen zwei Probleme: Zum einen erhöht sich die Verarbeitungszeit durch den Umweg in den Hauptspeicher, zum anderen benötigt das Verfahren viel Energie. Hier will die neue Prozessor-Familie Abhilfe schaffen. Die Prozessoren sind in der Lage, Daten direkt und ohne Umweg über den Hauptspeicher in den Prozessor-Cache zu laden. Ebenso können die Daten auch wieder direkt an die jeweilige Schnittstelle zurückgegeben werden. Dazu wird ein Teil des Caches für I/O reserviert. So lasse sich die I/O-Performance im Idealfall um den Faktor 2,3 steigern, verspricht der Hersteller.


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