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SSDs und HDDs: Das bringt die CeBIT 2014

07.03.2014 | 11:46 Uhr |

SSDs mit PCI-Express-Anschluss, extreme schnelle und hochkapazitive Speicherkarten, mehr Platz und höhere Zuverlässigkeit für HDDs - das sind die Messetrends in Sachen Festplatten auf der CeBIT. Wir stellen spannende Neuheiten vor.

In Sachen Tempo wird mittelfristig die PCI-Express-Schnittstelle den SATA-Anschluss ablösen, der inzwischen die Datenraten und Zugriffszeiten moderner SSDs limitiert. Dank des Mehrkanalkonzepts von PCI Express ist hier beim Tempo auch reichlich Luft nach oben, bereits ein einziger Datenkanal des aktuellen Standards PCI Express 3.0 transportiert bis zu 16 GBit/s.

Zudem arbeitet die Branche bereits seit geraumer Zeit an einem einheitlichen Standard für SSDs mit PCI-Express-Schnittstelle. Der  hat auch schon einen Namen: NVM Express , wobei NVM für "Non-Volatile Memory" steht. In der NVM-Express-Arbeitsgruppe arbeiten einflussreiche Firmen wie Cisco, Dell, EMC, IDT, Intel, LSI Corporation, Marvell Semiconductor, Micron, Oracle, Samsung und SanDisk zusammen.

Zu den ersten Produkten mit NVM-Express-Unterstützung gehört beispielsweise der 4x-PCI-Express-Controllerbaureihe Sandforce SF3700 . Der Controller soll auf der CeBIT 2014 am Stand von LSI (Halle 15, Stand D62) in Vorserien-SSDs mit Transferraten von bis zu 1,8 GB/s und Speicherkapazitäten von bis zu zwei Terabyte für Furore sorgen. Neben NVMe beherrscht die Sandforce-SF3700-Serie noch das AHCI-Protokoll und lässt sich damit auch in "herkömmlichen" SATA-SSD verbauen.

Die LSI-Controller-Serie Sandforce SF3700
Vergrößern Die LSI-Controller-Serie Sandforce SF3700
© LSI

Auch auf die PCI-Express-Schnittstelle setzt die  Plextor M6e . Hier kommt eine speziell optimierte Firmware-Version von Plextor (Halle 15, Stand A18) für den Marvell-Controllers 88SS9187 zum Einsatz. Mit der PCI-Express-SSD peilen die Japaner Datenraten von fast 800 MB/s an. Die SSD-Baureihe kommt mit 128, 256 sowie 512 GB auf den Markt. Das Einsteigermodell soll bereits für rund 150 Euro zu haben sein, während das Spitzenmodell knapp 500 Euro kosten wird. Von der M6-Baureihe zeigt Plextor auf der CeBIT zudem auch die SATA-3- und die mSATA-Varianten.

Plextor M6e
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© Plextor

OCZ Storage Solutions (Halle 14, Stand H66) - inzwischen eine Tochter der Toshiba Group Company - präsentiert auf der CeBIT sein neues  Z-Drive 4500. Die PCI-Express-SSD für den Unternehmenseinsatz bietet Speicherkapazitäten von 800, 1600 und 3200 Gigabyte und kombiniert den LSI-Controller Sandforce SF-2582 mit 19-Nanometer-NAND von Toshiba. Zu den Besonderheiten der Solid State Drive gehört die virtuelle Controller-Architektur.

OCZ Z-Drive 4500
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© OCZ

Flashspeicher-Spezialist Sandisk (Halle 15, Stand D21) zeigt mit der Sandisk Extreme PRO die schnellste SDXC-Speicherkarte des Planeten . Das UHS-II-Modell soll eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 250 MB pro Sekunde erreichen. Neben - laut eigener Aussage - konkurrenzlosem Lese- und Schreibtempo bietet die SDXC-Karte auch die höchste Videoleistung für die Aufnahme von 30 MB pro Sekunde in Kinoqualität von 4K, 3D und Full-HD3. Doch damit nicht genug der Superlativen: Auf der Messe wird auch die mit 128 GB größte Micro-SDXC-Karte der Welt zu sehen sein.

SanDisk Extreme PRO SDXC 64GB
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© Sandisk

Gemeinsam mit api Computerhandel (Halle 15, Stand D21) zeigt Seagate Lösungen für Privatanwender und Unternehmenskunden. Die Produktpallette reicht von professionellen Speicherlösungen für Enterprise-Anwendungen bis hin zu leistungsstarken Desktop-Festplatten. Zudem sind beim NAS-Spezialisten QNAP (Halle 2, Stand A50) erstmals alle Geräte mit Festplatten von Seagate ausgestattet.

Seagate NAS
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© Seagate

Western Digital (Halle 15, Stand H61) präsentiert auf der CeBIT nicht nur sein innovatives Zwitter-Laufwerk Western Digital Black² Dual Drive , sondern kann ebenfalls mit neuen NAS-Lösungen aufwarten. Mit der Western Digital My cloud EX 4 stellt der Festplatten-Spezialist ein Hochleistungs-NAS vor, mit dem Sie in Eigenkontrolle Ihren persönlichen Cloud-Speicher betreiben können. Das Gerät verfügt über vier 3,5-Zoll-Einschübe und kann so insgesamt bis zu 16 Terabyte Speicherplatz bereitstellen.

Western Digital My cloud EX 4
Vergrößern Western Digital My cloud EX 4
© WD


 

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