SSD-Kaufratgeber

Die beste Solid State Drive für PC und Notebook

Donnerstag den 20.12.2012 um 16:40 Uhr

von Michael Schmelzle

Samsung 840 Pro 128GB (MZ-7PD128BW)
Samsung 840 Pro 128GB (MZ-7PD128BW)
30 Angebote ab 84,85€ Preisentwicklung zum Produkt
SSD-Kaufratgeber: Die beste Lösung für PC und Notebook
Vergrößern SSD-Kaufratgeber: Die beste Lösung für PC und Notebook
Wer seinen Rechner spürbar beschleunigen will, wechselt heutzutage nicht mehr die CPU, sondern die Festplatte aus und ersetzt sie durch eine Solid State Drive. PC-WELT erklärt, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Mit Datenraten von bis zu einem halben Gigabyte pro Sekunde ist die aktuelle SSD-Generation sehr schnell. Große Unterschiede bei der Geschwindigkeit gibt es zwischen den einzelnen Modellen aber nur noch punktuell. Höchstes Tempo garantieren Modelle mit synchronen Flashspeicher oder Toggle-DDR-Chips, in Kombination mit einem der folgenden SATA-3-Controllern:
Link A Media Devices LM87800, Marvell 88SS9174, Samsung MCX und MDX sowie Sandforce SF-2281. Für den Fall, dass  ihrem Rechner passende SATA-3-Anschlüsse fehlen, können Sie aber auch zu den preisgünstigeren SATA-2-Varianten greifen. Zudem haben die Hersteller Kinderkrankheiten behoben, so dass wir den Solid State Drives auch eine hohe Zuverlässigkeit attestieren können. Beim Kauf sollten Sie daher Ausstattung, Lieferumfang, Verbrauch und Service abhängig vom Einsatzzweck gewichten.

Für den Desktop-PC sollten Sie ein Modell mit mindestens 120 GB wählen. Bei dieser Kapazitätsklasse passen das Betriebssystem und die häufig benutzen Programme locker drauf. Die Solid State Drive hat dann trotzdem noch genug Reserveplatz für die automatische Speicherbereinigung und kann so für eine gleichbleibend hohe Festplattenleistung sorgen. Alle anderen Daten lagern Sie auf Ihrer alten ferromagnetischen Festplatte.
Da in einem Desktop-PC in der Regel keine Montageplätze für eine 2,5-Zoll-SSD vorgesehen sind, sollte im Lieferumfang der neuen Solid State Drive gleich ein passender 3,5-auf-2,5-Zoll-Einbaurahmen nebst Schrauben enthalten sein.

Mehr wert: SSDs mit prallem Lieferumfang
Vergrößern Mehr wert: SSDs mit prallem Lieferumfang

Im Notebook mit nur einem Festplattenschacht und keinem mSATA-Anschluss sind mindestens 240 GB Pflicht. Wollen Sie mit Ihrem Windows auf die SSD umziehen, ist eine Cloning-Software im Lieferumfang nicht verkehrt. Und zu den besonders nützlichen Extras zählen Tools, die Funktionen zur Wartung, Datenintegrität, Ausfallsicherheit und Leistungssteigerung bieten.
Besitz Ihr Notebook neben dem 2,5-Zoll-Schacht schon einen mSATA-Steckplatz, können Sie zweigleisig fahren und das Betriebssystem nebst häufig genutzer Programme auf einer mSATA-SSD wie beispielsweise der   Runcore Pro V installieren. Große Datenmengen wie Videos, MP3s, Urlaubsbilder und das aktuelle OS-Image speichern Sie hingegen auf einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte wie der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT .

Preisgünste Lösung: eine Cache-SSD
Vergrößern Preisgünste Lösung: eine Cache-SSD

Bei einem schmalen Geldbeutel bietet sich eine SSD-Cache-Lösung ab 40 Euro an, die sie zusätzlich zu Ihrer alten Festplatte einbauen. Bei einem SSD-Cache analyisiert eine Software die Lesezugriffe auf die Festplatte und speichert die zugehörigen Dateien beim erstmaligen Aufruf auf der Solid State Drive. Beim nächsten Zugriff auf die Daten werden sie von der SSD statt von der Festplatte gelesen. Die Cache-Software untersucht permanent die Aktivitäten auf der Festplatte und versucht immer möglichst die Daten von der Solid State Drive auszuliefern, die am häufigsten benötigt werden. Bei ersten Windows- oder Programmstart ist die Beschleunigung noch gering, erhöht sich aber bei jedem Neustart bis das Maximum erreicht ist.

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PC-WELT-Kauf-Tipp

Kauf-Tipp: Samsung 840 Pro Series
Vergrößern Kauf-Tipp: Samsung 840 Pro Series

Die Samsung 840 Pro Series ist die derzeit beste Solid State Drive im Test und überzeugt in allen Wertungskategorien mit guten bis sehr guten Noten. Die Flashspeicher-Festplatte bietet Rekord-Datenraten und wieselflinke Zugriffszeiten. Hinzu kommen der vorbildlich niedrige Stromverbrauch und die sehr gute Ausstattung. So verschlüsselt die SSD beispielsweise gespeicherte Daten automatisch. Dazu gibt es ein tolles Software-Paket, bestehend aus einem Cloning-Programm und der Tool-Box Samsung SSD Magician. Einziger Kritikpunkt ist der vergleichsweise schwache Befehlsdurchsatz beim zufälligen Schreiben.

Preis: ab 125 Euro

Speicherplatz: 128, 256 und 512 Gigabyte

Extras: 256-Bit-AES-Verschlüsselung, für Dauerbetrieb geeignet (1 DWPD)

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PC-WELT-Preis-Tipp

Preis-Tipp: Adata Premiere Pro SP900 128GB
Vergrößern Preis-Tipp: Adata Premiere Pro SP900 128GB

Bei der Adata Premiere Pro SP900 ist das Gigabyte bereits für 72 Cent zu haben. Trotz Schnäppchenpreis verblüfft die Solid State Drive in den Tempotests mit durchgängig hohen Datenraten und reaktionsschnellen Zugriffszeiten. Einzig beim Befehlsdurchsatz muss die Solid State Drive dem asynchron arbeitendem Flashspeicher Tribut zollen. Eine sehr gute Figur mach das Adata-Modell beim Stromverbrauch. Dank der niedrigen Leistungsaufnahme ist die Premiere Pro SP900 ideal für den mobilen Einsatz. Weitere Pluspunkte sammelt die Flashspeicher-Festplatte für die überdurchschnittlich gute Ausstattung und den vorbildlichen Firmware-Support.

Preis: ab 60 Euro  

Speicherplatz:   64, 128 und 256 Gigabyte

Extras:  mit Einbauzubehör und Cloning-Software Acronis True Image HD (Download)

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Das braucht der Technik-Fan

Das braucht der Technik-Fan: OCZ Revodrive 3 X2
Vergrößern Das braucht der Technik-Fan: OCZ Revodrive 3 X2

PCI-Express-Modelle wie die OCZ Revodrive 3 X2 , die intern als Raid-0-Verbund arbeiten, bieten dreimal so hohe Datenraten wie die besten 2,5-Zoll-SSDs. In der Höllenmaschine 4 katapultiert die Solid State Drive von OCZ die sequenziellen Datenraten auf phänomenale 1400 MB/s beim Lesen und rund 850 MB/s beim Schreiben. Exzellente Ergebnisse fährt die System-SSD der Höllenmaschine 4 auch im Atto-Disk-Benchmark ein. Der renommierte Test prüft die Transferraten bei unterschiedlichen Blockgrößen zwischen 512 Byte und 8195 KB: Mit Werten zwischen 24 und knapp 1500 MB/s beim Schreiben sowie zwischen 27 und rund 1650 MB/s beim Lesen ist die OCZ Revodrive höllisch schnell unterwegs. Auf extremem Niveau liegt auch der Befehlsdurchsatz des Revo-3-Modells von bis zu 230.000 IOPS beim zufälligen Schreiben von 4-KB-Blöcken. Allerdings sind die Hightech-SSDs wie das OCZ-Modell auch dreimal so teuer.

Preis: ab 450 Euro   

Speicherplatz:   240, 480 und 960 Gigabyte

Extras:  256-Bit-AES-Verschlüsselung, Virtualized Controller Architecture

Donnerstag den 20.12.2012 um 16:40 Uhr

von Michael Schmelzle

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