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Breitband-Tarife für Selbstständige und Unternehmen

11.01.2009 | 10:01 Uhr |

Die PC-WELT gibt einen Marktüberblick zu Breitband-Tarifen, die für Freelancer, Home-Office-Arbeiter und kleine Unternehmen geeignet sind. Außerdem sagen wir Ihnen, worauf Sie bei der Providerwahl achten sollten.

Wer das Internet nicht nur für private Zwecke, sondern für seinen Job und damit für den Lebensunterhalt nutzt, hat andere Bedürfnisse als ein Privatanwender. Welche speziellen DSL-Tarife für Businesskunden gibt es eigentlich? Und worin unterscheiden sie sich von den Privat- und Familientarifen?

Zunächst einmal gibt es einen wesentlichen, ja entscheidenden Unterschied zwischen der privaten und der professionellen DSL-Nutzung: Letztere kann von existenzieller Bedeutung für den Nutzer sein, eine funktionierende DSL-Leitung trägt hier zum monatlichen Einkommen bei. Fällt der DSL-Business-Zugang in einem entscheidenden Moment aus, so kostet Sie das unter Umständen bare Münze. Oder treibt Sie bei einem längeren Ausfall vielleicht sogar in den Konkurs. Somit stellt sich die Frage: Garantiert der Dienstleister eine besonders schnelle Störfallbehebung? Wie hoch ist die vertragliche zugesicherte Verfügbarkeit? Verpflichtet sich der Provider zu Schadensersatzzahlungen bei Nichtverfügbarkeit oder eingeschränkter Verfügbarkeit und ab wann leistet er diese und in welcher Höhe? Außerdem sollten Sie nachfragen, ob der Provider Ersatzlösungen für eine Übergangszeit zur Verfügung stellt, falls der reguläre Anschluss einmal nicht funktioniert. Gibt es solche Ersatzlösungen vom Provider nicht, so sollte man unbedingt selbst eine Ersatzlösung parat haben: Beispielsweise einen UMTS-Stick (wie der Web'n'walk von T-Mobile), um über das Mobilfunknetz surfen zu können. Auch MoobiAir bietet sich hierfür an. Beachten Sie dabei aber, dass die Nutzung von VoIP bei solchen UMTS-Angeboten oft untersagt ist.

Den Providern ist es in der Regel völlig egal, ob Ihre berufliche Existenz von dem DSL-Zugang abhängt. Oftmals ist zudem das Personal, das dem Kunden bei Problemen helfen sollen, nicht ausreichend geschult. In einem uns bekannten Fall funktionierte ein DSL-Zugang der T-Com mehrere Monate nicht, mehrmals rückten Techniker an, die das Problem nicht lösen konnten, obwohl der Betroffene auf seine berufliche Abhängigkeit von dem DSL-Zugang hinwies. In einem anderen Fall zeigte sich eine Dame von der Hotline der T-Com unfähig dem Kunden zu helfen, weil er seine Kundennummer nicht zur Hand hatte - die Angabe der Telefonnummer des betroffenen Anschlusses reichte ihr nicht. Als der entnervte Kunde das Gespräch mit dieser Dame beendete und einen neuen Anlauf bei der gleichen Hotlinenummer nahm, landete er tatsächlich bei einer Callcenter-Mitarbeiterin, die ihm sofort auch ohne Angabe der Kundennummer weiterhelfen konnte.

Ebenfalls wichtig: Kann man den Vertrag kurzfristig kündigen oder ist man für einen längeren Zeitraum an den Provider gebunden? Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn die Qualität der Leitung zwar nicht optimal ist - beispielsweise Aussetzer, Echo-Effekte und andere Mängel bei der Internet-Telefonie, zeitweise Ausfälle beim Internetanschluss oder eine deutlich geringere Bandbreite als ursprünglich in Aussicht gestellt - die Mängel aber nicht derart gravierend sind, dass man den Vertrag rechtskräftig auflösen kann. Alice-Kunden können in so einem Fall binnen eines Monats kündigen, Kunden von 1und1 beispielsweise sind dagegen 24 Monate an ihren Provider gebunden.

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