Fast jeder PC hat heute Anschluss ans Internet und/oder andere Netze. In diesem Match müssen Windows und Linux beweisen, wie komfortabel sich ein Zugang einrichten lässt und wie sicher und stabil die Anwendungen laufen.
Netzwerk/Internet einrichten
Die Integration in ein bestehendes Netzwerk klappt sowohl unter Windows als auch unter Linux unkompliziert. Beide Systeme erkennen die meisten Netzwerkkarten automatisch, und die Konfiguration verläuft ähnlich. Wer eine Wählverbindung oder DSL für den Internet-Zugang verwendet, ist unter Windows XP bereits mit wenigen Mausklicks am Ziel.
Linux liegt hier gleichauf, wenn weit verbreitete Hardware, beispielsweise ein serielles Modem oder eine PCI-ISDN-Karte, zum Einsatz kommen. Erfordert die Hardware spezielle Treiber (Winmodems) oder setzt der Internet-Provider eine eigene Zugangs-Software voraus, ist die Einwahl ins Internet meist nur nach der Lektüre umfangreicher Anleitungen oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht möglich.
Wertung: Der Punkt geht an Windows
Browser
Web-Browser sind technisch gesehen eher unkomplizierte Programme. Es gibt nicht viel zu konfigurieren. Die Standard-Browser Internet Explorer (Windows) und Konqueror (Linux) stellen beide HTML-Seiten nach Eingabe der URL korrekt dar.
Dem IE fehlen jedoch einige nützliche Funktionen: Es gibt vor Windows XP SP2 keinen Popup-Blocker. Außerdem lassen sich mehrere Web-Seiten nicht innerhalb eines Browser-Fensters darstellen (Tabbed Browsing). Dazu kommen die gravierenden Sicherheitsmängel des IE, die Microsoft nicht in den Griff zu kriegen scheint. Wer deshalb unter Windows bereits auf einen alternativen Browser wie Mozilla,
Firefox oder Opera umgestiegen ist, muss sich nicht umgewöhnen. Diese Programme gibt es mit fast identischer Oberfläche und Technik auch für Linux.
Wertung: Der Punkt geht an LinuxMailprogramme
Ähnlich wie der Internet Explorer ist auch das Standard-Mailprogramm Outlook Express unter Windows kein Garant für Sicherheit. Immer wieder werden Mängel aufgedeckt, die es ermöglichen, bösartige Programme auf den Rechner zu schleusen.
Linux-Mailprogramme wie Kmail oder Evolution gelten zwar als sicherer, doch auch sie sind nicht frei von Fehlern. Da sie weniger eng mit dem Betriebssystem verzahnt sind und unter Linux restriktive Zugriffsrechte gelten, bieten sie aber kaum eine Angriffsfläche für potenzielle Störenfriede.
Wer unter Linux mailen will, muss außerdem auf nichts verzichten. Kmail entspricht im Funktionsumfang etwa Outlook Express, und Evolution empfiehlt sich als fast vollwertiger Ersatz für Outlook.
Wertung: Der Punkt geht an Linux
Fazit
Unter Linux steht Internet-Nutzern modernere und leistungsfähigere Software zur Verfügung als unter Windows. Für alle, die sich mehr Sicherheit wünschen, ist Linux eine ernst zu nehmende Alternative, da Betriebssystem und Internet-Anwendungen hier säuberlich voneinander getrennt sind. Mängel gibt es lediglich bei der Konfiguration des Internet-Zugangs über spezielle Hardware.
Windows gegen Linux, 7. Runde: 1:2
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