18.08.2008, 11:05

Christian Helmiss, Verena Ottmann

Zehn Stromspar-Tipps

Ruhezustand spart viel Energie

8. Standby für Arbeitspausen
In den Energieschemas von XP haben Sie die Möglichkeit, den Rechner in den Standby-Modus zu versetzen. Unter Vista finden Sie die entsprechende Option "Deaktivieren nach" in den "Erweiterten Energieeinstellungen" unter "Energie sparen". Der Standby-Modus macht vor allem Sinn, wenn Sie länger nicht am Rechner sind - also ab etwa 30 Minuten. Er entspricht der Option "S3" beziehungsweise "Suspend to RAM" des ACPI (Advanced Configuration and Power Management Interface), einem Industriestandard für Energieverwaltung. Im Standby-Modus schaltet das Betriebssystem Festplatte(n), CPU und Monitor ab. Alle Daten werden in den Arbeitsspeicher geschrieben und stehen zur Verfügung, sobald der Rechner via Maus oder Tastatur aufgeweckt wird. Die Stromversorgung bleibt bestehen, allerdings auf einem deutlich reduzierten Level. Die Leistungsaufnahme liegt bei einem Standard-PC dann meist unter 10 Watt. Risiko: Fällt die Stromversorgung aus, muss der Rechner neu gestartet werden, und alle nicht gesicherten Daten sind verloren. Auch können manche Treiber, etwa der einer TV-Karte oder eines WLAN-Sticks, Probleme machen, da sie beim Aufwachen nicht korrekt geladen werden. Dann müssen Sie den PC neu starten. Achten Sie also auf aktuelle Treiber.
Übrigens: Unter Vista können Sie Ihren Rechner auch in den "Hybriden Standby-Modus" versetzen. Dabei speichert Windows alle geöffneten Dokumente und Programme sowohl im Arbeitsspeicher als auch auf der Festplatte. Bei einem Stromausfall sind Ihre Daten also wieder herstellbar.
9. Ruhezustand aktivieren
Alternativ zum (hybriden) Standby-Modus können Sie Ihren Rechner auch in den Ruhezustand (S4-Modus des ACPI, Suspend to Disk) schicken lassen. Dieser ähnelt dem manuellen Ausschalten und eignet sich vor allem für mehrstündige Pausen. Das System legt dabei alle Daten, die sich im Arbeitsspeicher befinden, in einer besonderen Datei auf der Festplatte (hiberfil.sys) ab. Der Rechner wird komplett heruntergefahren, die Stromversorgung unterbrochen. Wenn Sie den PC durch den Einschaltkopf hochfahren, wird der ursprüngliche Zustand über die gesicherte Datei wiederhergestellt.
Ruhezustand aktivieren: Unter Windows XP setzen Sie auf der Registerkarte in den Energieoptionen das Häkchen. Achten Sie darauf, dass Sie Plattenplatz in der Größe Ihres Arbeitsspeichers frei haben. Die Zeit legen Sie auf der Registerkarte "Energieschemas" fest. Unter Vista aktivieren Sie den Ruhezustand in den "Erweiterten Energieeinstellungen" unter "Energie sparen". Der Vorteil des Ruhezustands: Es wird kaum Strom verbraucht (1 bis 3 Watt), und das System fährt schneller hoch als bei einem herkömmlichen Neustart. Außerdem sind die gleichen Dateien und Anwendungen geöffnet wie vor dem Ruhezustand. Nachteil: Durch das ständige Abspeichern wird die Partition, auf der Windows die Datei hiberfil.sys ablegt, stark fragmentiert. Zudem dauert der Vorgang 20 bis 30 Sekunden, also deutlich länger als beim Standby-Modus. Und auch hier kann es zu Treiberproblemen beim Aufwachen kommen.
10. Ruhezustand per Knopfdruck
Unter XP können Sie den Ein- und Ausschalter Ihres Rechners so konfigurieren, dass er den PC in den Ruhemodus versetzt, statt ihn herunterzufahren. Sie finden die Option im Drop-down-Menü der "Energieoptionen" unter "Erweitert, Netzschaltervorgänge, Beim Drücken des Netzschalters am Computer". Allerdings sollten Sie Ihren Rechner etwa einmal die Woche richtig herunterfahren und neu starten, um Treiberproblemen vorzubeugen. Unter Vista finden Sie den Eintrag in den "Erweiterten Energieeinstellungen" unter "Netzschalter und Laptopdeckel, Netzschalteraktion".
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