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Telekom Speedport W724V - die besten Tipps

18.12.2015 | 11:17 Uhr |

Bei vielen Internetanbietern bekommen Sie gratis oder für wenig Geld einen WLAN-Router zum Online-Tarif. Auf den ersten Blick können diese Geräte nicht viel. Wir zeigen, was Sie aus ihnen herausholen können.

Die Zeit der Zwangsrouter ist wohl bald vorbei. Die der Provider-Router aber noch lange nicht. Durch minimale Ausstattung ermöglicht man günstige Herstellungspreise, sodass Router wohl auch weiterhin als Extra-Schmankerl zum DSL-Vertrag angeboten werden. Trotzdem kann man aus den Geräten oft mehr herausholen, als man meint. Im Folgenden stellen wir die besten Tricks zum Router Telekom Speedport W724V vor.

Siehe auch: Router-Tricks - Mehr Tempo, besserer Empfang

So kommen Sie in das Routermenü

Anlaufstelle für alle Tuning-Maßnahmen ist das Routermenü. Sie erreichen es über den Webbrowser, indem Sie eine bestimmte Webadresse oder eine IP-Adresse eingeben.

Für den Telekom Speedport W724V lautet die Webadresse für das Routermenü http://speedport.ip . Der Speedport lässt sich ebenfalls unter der IP-Adresse http://192.168.2.1 erreichen. Die Telekom liefert den Router mit einem voreingestellten Passwort aus. Sie finden es auf der Rückseite des Routergehäuses. Wenn Sie es ändern wollen, gehen Sie im Menü zu „Einstellungen -> Geräte-Passwort ändern“.

Kein Zugriff auf den Router? So klappt das Router-Login

Wichtige Infos für den Internetzugang: Bei vielen Providern bekommen Sie Benutzername und Kennwort für DSL heute nicht mehr zugeschickt. 1&1 und Vodafone geben stattdessen einen Startcode beziehungsweise einen Modem-Installationscode heraus, mit dessen Hilfe der Router komplett am Online-Zugang eingerichtet wird. Bei manchen Routern sind die Zugangsdaten aber trotzdem im Menü hinterlegt. Außerdem hält das Menü weitere wichtige Informationen bereit, etwa die externe IP-Adresse des Routers oder Daten zum Tempo und zur Qualität des DSL-Zugangs.

Bei einem Telekom-Zugang tragen Sie die zugeschickte Zugangsnummer und das Kennwort beim Einrichten ein. Später finden Sie diese Informationen im Routermenü unter „Internetverbindung -> Zugangsdaten“. Die externe IP-Adresse des Routers sehen Sie unter „Internet -> Internetverbindung -> IP-Adressinformation“. Das Tempo des DSL-Anschlusses hält der Router unter „Einstellungen -> System-Informationen“ bereit: Der DSL-Downstream zeigt dabei das Tempo vom Internet zum Router, der DSL-Upstream das in umgekehrter Richtung an. Wichtige Routerinfos erhalten Sie auch, ohne sich ins Menü einzuloggen. Geben Sie im Browser http://speedport.ip ein und klicken Sie anschließend links auf „Status-Informationen“.

Wenn sich das Routermenü nicht öffnet

Damit Sie per Browser auf das Menü des Routers zugreifen können, muss der Rechner, auf dem der Browser läuft, mit dem Router verbunden sein. Um Probleme mit dem WLAN-Zugriff auszuschließen, sollten Sie den PC daher per LAN-Kabel mit dem Router verbinden.

Prüfen Sie anschließend, ob Router und Rechner jeweils eine IP-Adresse aus demselben Subnetz haben – die Adresse darf sich nur in den letzten drei Ziffern unterscheiden. Rufen Sie für diese Information die Eingabeaufforderung auf und geben Sie als Nächstes den Befehl ipconfig ein. Die IP-Adresse des Rechners steht in der Zeile „IPv4-Adresse“, die des Routers neben „Standardgateway“. Im Rechner darf dafür keine feste IP-Adresse eingetragen sein, sondern er muss die Adresse automatisch vom Router per DHCP beziehen.

Hilft das nicht weiter, trennen Sie den Router kurz vom Stromnetz. Nach ein paar Sekunden schließen Sie das Stromkabel wieder an und warten, bis die LEDs am Router anzeigen, dass das Gerät wieder arbeitet. Probieren Sie nun erneut, per Webbrowser auf das Menü zuzugreifen.

Haben Sie noch keinen Erfolg, leeren Sie den Cache des Browsers. Bei Google Chrome öffnen Sie dazu über das Symbol ganz rechts außen in der Adresszeile das Menü und gehen zu „Weitere Tools -> Browserdaten löschen“. Wählen Sie oben „Gesamter Zeitraum“ und bei den Optionen „Bilder und Dateien im Cache“. Außerdem darf im Browser kein Proxy aktiviert sein.

Bei den Providerroutern von AVM haben Sie noch eine letzte Möglichkeit: Geben Sie die IP-Adresse 169.254.1.1 ein. Damit sollten Sie auf jeden Fall in das Menü kommen.

Basiseinstellungen für das Heimnetz

Damit Sie aus dem Internet auf das Heimnetz zugreifen können, benötigen Sie eine feste IP-Adresse. Die bekommen Sie über einen DynDNS-Dienst.
Vergrößern Damit Sie aus dem Internet auf das Heimnetz zugreifen können, benötigen Sie eine feste IP-Adresse. Die bekommen Sie über einen DynDNS-Dienst.

Alle Geräte im Heimnetz sind über WLAN, LAN oder Powerline mit dem Router verbunden. Damit alle miteinander sprechen können, versorgt sie der Router über DHCP mit den korrekten internen IP-Adressen. Im Routermenü können Sie diese anpassen oder auch einstellen, dass ein bestimmtes Gerät immer dieselbe IP-Adresse bekommt.

Mit dem Router kontrollieren Sie darüber hinaus, wer wann wie lange aus dem Heimnetz auf das Internet zugreifen darf: Hierfür können Sie Filterregeln und Zeitschaltungen einrichten. Schließlich kann es zudem sinnvoll sein, von außen auf den Router oder das Heimnetz zuzugreifen – beispielsweise, wenn Sie zu Hause ein NAS betreiben, auf welchem wichtige Dokumente oder Fotos gespeichert sind, die Sie auch unterwegs benötigen.

Die DHCP-Funktion des Telekom-Routers richten Sie unter „Heimnetzwerk -> Heimnetzwerk (LAN), DHCP“ ein. Dort können Sie allerdings höchstens den Bereich der IP-Adressen für das Heimnetz festlegen. Der Speedport ist jedoch nicht in der Lage, einem bestimmten Heimnetzgerät immer dieselbe IP-Adresse zuzuweisen. Laut Angaben der Telekom ist kein Firmware-Update geplant, um diese Funktion nachzurüsten.

Den Internetzugang regeln Sie unter „Internet -> Filter und Zeitschaltung“. Dort lässt sich dann über eine Zeitschaltregel festlegen, wie lange welche Heimnetzgeräte online gehen dürfen. Haben Sie eine Zeitspanne festgelegt, weisen Sie diese über „Computer verwalten“ einzelnen Geräten zu. Über „Erweiterte Sperre( n)“ können Sie einzelnen Heimnetzgeräten verbieten, bestimmte Protokolle zu nutzen, um so beispielsweise das Senden und Empfangen von E-Mails zu unterbinden.

Wenn Sie den Router von unterwegs erreichen möchten, richten Sie einen DynDNS-Dienst ein. Beim Speedport gehen Sie hierzu auf „Internet -> Dynamisches DNS“.

WLAN: Sicherheit und Tempo für das Funknetz

Die meisten Heimnetzgeräte werden auch bei Ihnen per WLAN mit dem Router verbunden sein. Deshalb sollten Sie im Routermenü die WLAN-Einstellungen prüfen. Am wichtigsten sind dabei die Optionen für die Verschlüsselung: Setzen Sie unbedingt WPA2 mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES beziehungsweise CCMP ein. Falls ältere WLAN-Geräte im Heimnetz damit nicht zurechtkommen, wählen Sie als Alternative WPA2/WPA. Übrigens sollten Sie selbst bei ab Werk verschlüsselten Routern das WLAN-Passwort ändern.

Vorsichtsmaßnahme: Sichern Sie die aktuellen Routereinstellungen. Dann sind Sie schnell wieder online, selbst wenn Sie das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen müssen.
Vergrößern Vorsichtsmaßnahme: Sichern Sie die aktuellen Routereinstellungen. Dann sind Sie schnell wieder online, selbst wenn Sie das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen müssen.

Einige Router bieten weitergehende Analyse-Tools für das WLAN: Sie helfen Ihnen dabei, den besten WLAN-Kanal zu finden, damit die Übertragung möglichst störungsfrei abläuft. Um Besuchern ein WLAN anzubieten, ohne dass sie in das Heimnetz kommen, ist es möglich, ein Gäste-WLAN einzurichten.

Auch der Telekom-Router kommt verschlüsselt bei Ihnen an. WLAN-SSID und Passwort stehen an der Rückseite des Speedports. Sie können das WLAN-Passwort bei der Einrichtung ändern, indem Sie die Schaltfläche „WLAN-Assistent“ drücken. Unter „Heimnetzwerk -> WLAN-Grundeinstellungen, Name und Verschlüsselung“ lässt sich dies auch später noch nachholen.

Um ein WLAN-Gerät über WPS zu verbinden, drücken Sie am Router die Anmelden-Taste für zwei Sekunden. Den WLAN-Kanal ändern Sie bei Bedarf unter „Heimnetzwerk -> WLAN-Grundeinstellungen, Sendeeinstellungen“.Ein WLAN für Besucher lässt sich mit dem Speedport nicht einrichten. Allerdings bringt er WLAN to Go mit: Ist diese Funktion aktiv, können andere Telekom-Kunden über ein getrenntes Gastnetzwerk online gehen.

Nützliche und versteckte Zusatzfunktionen

Auch die Providerrouter kommen mit nützlichen Zusatzfunktionen. Manche Einstellungen sind allerdings tief in den Menüs verborgen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, Rufnummernsperren einzurichten, um ungewollte Anrufe abzuweisen. Darüber hinaus sollten Sie wissen, wie Sie den Router durch einen Reset wieder zum Laufen bringen, wenn gar nichts mehr geht.

Um ungebetene Anrufe zu blockieren, müssen Sie sich in das Telekom-Kundencenter einloggen. Im Router selbst können Sie das nicht einstellen. Im Kundencenter gehen Sie zu „Anschluss & Tarif -> Telefonie-Einstellungen -> Telefoniecenter starten“. Als Nächstes wählen Sie Ihre Rufnummer aus und danach Anrufer blockieren.

Wenn sich das Menü nicht mehr erreichen lässt, trennen Sie den Router kurz vom Strom. Funktioniert er trotzdem nicht, müssen Sie ihn auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Hierzu drücken Sie mit einem spitzen Gegenstand fünf Sekunden in die Öffnung auf der Rückseite.

Extra-Tipps für Telekom Speedport W724V

Firmware-Update: Der Telekom Speedport wird mit aktiviertem Easy-Support ausgeliefert. Hier kann die Telekom über die TR-069-Technik neue Firmware automatisch einspielen. Haben Sie den Speedport von der Telekom gemietet, lässt sich Easy-Support nicht deaktivieren. Die Funktion können Sie über „Einstellungen -> Easy Support“ abschalten. Dann müssen Sie aber selbst regelmäßig prüfen, ob eine neue Router-Firmware vorliegt.

Aktivieren Sie die Funktion Easy Support im Speedport W724V, übernimmt die Telekom das Aktualisieren der Firmware.
Vergrößern Aktivieren Sie die Funktion Easy Support im Speedport W724V, übernimmt die Telekom das Aktualisieren der Firmware.

Backup der Einstellungen: Wenn der Router Zicken macht, hilft wie bei einem PC meist ein Neustart weiter. Den führen Sie im Menü durch. Falls Sie dieses nicht mehr aufrufen können, trennen Sie den Router kurz vom Stromnetz. Beim Neustart bleiben die Menüeinstellungen erhalten – anders als bei einem Reset auf Werkseinstellungen. Der ist manchmal unumgänglich, zum Beispiel nach einem missglückten Firmware-Update oder wenn Sie die Zugangsdaten für das Menü vergessen haben. Dabei verlieren Sie Ihre Einstellungen – außer Sie haben sie vorher gesichert.

So geht’s: „Einstellungen -> Einstellungssicherung -> Sichern“. Zum Wiederherstellen: „Einstellungen -> Einstellungssicherung -> Wiederherstellen, Durchsuchen“.

Routerlogs: Der Router hält alles fest, was Sie oder andere Teilnehmer des Heimnetzes mit ihm anstellen. In den Protokolldateien sehen Sie, welche Geräte wann online gegangen sind, wer wie lange mit wem telefoniert hat, und natürlich auch, ob jemand im Heimnetz unterwegs war, der dort nicht hingehört. Auch bei der Frage, wann und warum der Online-Zugang nicht funktioniert, liefert das Routerprotokoll nützliche Hinweise. Und so bekommen Sie es zu sehen:

Das Routerprotokoll finden Sie unter „Einstellungen -> Systeminformationen -> System-Meldungen“. Sie haben hier darüber hinaus die Möglichkeit, die Einträge im Anschluss daran noch über die Schaltfläche „Liste exportieren“ in eine Datei zu sichern.

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