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O2 Homebox 2 - die besten Router-Tipps

21.12.2015 | 12:56 Uhr |

Aufgepasst, wer zuhause eine O2 Homebox 2 als Router stehen hat: Mit diesen Tricks holen Sie alles aus dem Gerät heraus!

Trotz Zwangsrouter-Verbot werden die Online-Provider wohl weiter wie bislang mit kostengünstigen Routerangeboten locken. Diesen Preisvorteil erkaufen Sie sich aber meist mit einem geringen Funktionsumfang, den der Providerrouter mitbringt. Denn für den eigenen Router müssen die Internetanbieter Support leisten: Daher verzichten sie in den Menüs auf viele Funktionen, bei denen die Anwender Fehler machen, und ersparen sich so Investitionen in ihren Support.

Wer diese Einschränkungen überwinden will, kann das mit den richtigen Handgriffen aber trotzdem tun. Im Folgenden stellen wir die besten Tricks zum Router O2 Homebox 2 vor.

Siehe auch: Schnelles WLAN - und zwar sofort!

So kommen Sie in das Routermenü

Anlaufstelle für alle Tuning-Maßnahmen ist das Routermenü. Sie erreichen es über den Webbrowser, indem Sie eine bestimmte Webadresse oder eine IP-Adresse eingeben. Welche das ist, erfahren Sie im Folgenden.

Der O2-Router lässt Sie mit der Adresse http://o2.box in das Menü. Alternativ können Sie die IP-Adresse http://192.168.1.1 verwenden. Ein Kennwort können Sie beim Einrichten der Internetverbindung vergeben, nachdem der Router die Online-Verbindung geprüft hat. Nachträglich richten Sie ein Kennwort ein über „System -> Kennwort“.

Kein Zugriff auf 192.168.1.1? So klappt der Router-Login

Wichtige Infos für den Internetzugang: Bei vielen Providern bekommen Sie Benutzername und Kennwort für DSL heute nicht mehr zugeschickt. 1&1 und Vodafone geben stattdessen einen Startcode beziehungsweise einen Modem-Installationscode heraus, mit dessen Hilfe der Router komplett am Online-Zugang eingerichtet wird. Bei manchen Routern sind die Zugangsdaten aber trotzdem im Menü hinterlegt. Außerdem hält das Menü weitere wichtige Informationen bereit, etwa die externe IP-Adresse des Routers oder Daten zum Tempo und zur Qualität des DSL-Zugangs.

Beim O2-Router tragen Sie die Zugangsdaten in Einrichtungsassistenten ein. Möchten Sie diese später ändern, gehen Sie in das Menü unter „Internet -> Zugang einrichten“. Die externe IP-Adresse des Routers sehen Sie im Menü „Übersicht“.

Wenn sich das Routermenü nicht öffnet

Damit Sie per Browser auf das Menü des Routers zugreifen können, muss der Rechner, auf dem der Browser läuft, mit dem Router verbunden sein. Um Probleme mit dem WLAN-Zugriff auszuschließen, sollten Sie den PC daher per LAN-Kabel mit dem Router verbinden.

Prüfen Sie anschließend, ob Router und Rechner jeweils eine IP-Adresse aus demselben Subnetz haben – die Adresse darf sich nur in den letzten drei Ziffern unterscheiden. Rufen Sie für diese Information die Eingabeaufforderung auf und geben Sie als Nächstes den Befehl ipconfig ein. Die IP-Adresse des Rechners steht in der Zeile „IPv4-Adresse“, die des Routers neben „Standardgateway“. Im Rechner darf dafür keine feste IP-Adresse eingetragen sein, sondern er muss die Adresse automatisch vom Router per DHCP beziehen.

Hilft das nicht weiter, trennen Sie den Router kurz vom Stromnetz. Nach ein paar Sekunden schließen Sie das Stromkabel wieder an und warten, bis die LEDs am Router anzeigen, dass das Gerät wieder arbeitet. Probieren Sie nun erneut, per Webbrowser auf das Menü zuzugreifen.

Haben Sie noch keinen Erfolg, leeren Sie den Cache des Browsers. Bei Google Chrome öffnen Sie dazu über das Symbol ganz rechts außen in der Adresszeile das Menü und gehen zu „Weitere Tools -> Browserdaten löschen“. Wählen Sie oben „Gesamter Zeitraum“ und bei den Optionen „Bilder und Dateien im Cache“. Außerdem darf im Browser kein Proxy aktiviert sein.

Bei den Providerroutern von AVM haben Sie noch eine letzte Möglichkeit: Geben Sie die IP-Adresse 169.254.1.1 ein. Damit sollten Sie auf jeden Fall in das Menü kommen.

Basiseinstellungen für das Heimnetz

Alle Geräte im Heimnetz sind über WLAN, LAN oder Powerline mit dem Router verbunden. Damit alle miteinander sprechen können, versorgt sie der Router über DHCP mit den korrekten internen IP-Adressen. Im Routermenü können Sie diese anpassen oder auch einstellen, dass ein bestimmtes Gerät immer dieselbe IP-Adresse bekommt.

Mit dem Router kontrollieren Sie darüber hinaus, wer wann wie lange aus dem Heimnetz auf das Internet zugreifen darf: Hierfür können Sie Filterregeln und Zeitschaltungen einrichten. Schließlich kann es zudem sinnvoll sein, von außen auf den Router oder das Heimnetz zuzugreifen – beispielsweise, wenn Sie zu Hause ein NAS betreiben, auf welchem wichtige Dokumente oder Fotos gespeichert sind, die Sie auch unterwegs benötigen.

Wollen Sie bestimmen, wie die Homebox IP-Adressen im Heimnetz vergibt, gehen Sie zu „Heimnetz –> LAN, DHCPv4“. Dort regeln Sie die DHCP-Einstellungen oder weisen einem Gerät immer eine bestimmte Adresse zu („Feste IP-Adressen reservieren“). Um auch von unterwegs aus auf das Routermenü zugreifen zu können, müssen Sie den Menüzugang mit Log-in-Namen und Passwort schützen. Außerdem markieren Sie unter „System -> Fernwartung“ die Option „Gerätekonfiguration über WAN erlauben“. Um die Homebox trotz wechselnder externer IP-Adressen zu erreichen, richten Sie nun unter „Internet -> DynDNS“ ein DynDNS-Konto ein.

In jedem Routermenü finden Sie eine Übersichtsseite mit den wichtigsten Infos, darunter die Firmware-Version und die IP-Adresse des Routers.
Vergrößern In jedem Routermenü finden Sie eine Übersichtsseite mit den wichtigsten Infos, darunter die Firmware-Version und die IP-Adresse des Routers.

WLAN: Sicherheit und Tempo für das Funknetz

Die meisten Heimnetzgeräte werden auch bei Ihnen per WLAN mit dem Router verbunden sein. Deshalb sollten Sie im Routermenü die WLAN-Einstellungen prüfen. Am wichtigsten sind dabei die Optionen für die Verschlüsselung: Setzen Sie unbedingt WPA2 mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES beziehungsweise CCMP ein. Falls ältere WLAN-Geräte im Heimnetz damit nicht zurechtkommen, wählen Sie als Alternative WPA2/WPA. Übrigens sollten Sie selbst bei ab Werk verschlüsselten Routern das WLAN-Passwort ändern.

Tipps und Tricks zur O2-Box 6431 & 3232

Einige Router bieten weitergehende Analyse-Tools für das WLAN: Sie helfen Ihnen dabei, den besten WLAN-Kanal zu finden, damit die Übertragung möglichst störungsfrei abläuft. Um Besuchern ein WLAN anzubieten, ohne dass sie in das Heimnetz kommen, ist es möglich, ein Gäste-WLAN einzurichten.

Die WLAN-Einstellungen finden Sie unter „Heimnetz -> WLAN“. Ab Werk haben das 2,4-GHz- und das 5-GHz-Funknetzwerk denselben Namen (SSID). Um schnellere WLAN-Geräte gezielt mit dem 5-GHz-Netz verbinden zu können, sollten Sie deshalb unter „5-GHz-Basisstation“ den Namen ändern. Der Router ist ab Werk verschlüsselt, SSID sowie Schlüssel stehen auf einem Schild auf der Rückseite. Das Passwort ändern Sie unter „Heimnetz -> WLAN -> Verschlüsselung“.

WPS aktivieren Sie, indem Sie die WLAN/WPS-Taste am Router länger als fünf Sekunden drücken, bis die WLAN-LED regelmäßig blinkt. Ein Gäste-WLAN können Sie mit der Homebox 2 jedoch nicht einrichten. Auch über weitergehende Analyse-Tools für das WLAN verfügt der O2-Router nicht. Unter „Heimnetz -> WLAN -> Basisstationen“ können Sie aber einen anderen Funkkanal einstellen, um zu testen, ob Sie damit ein höheres Verbindungstempo erreichen.

Nützliche und versteckte Zusatzfunktionen der O2-Box

Auch die Providerrouter kommen mit nützlichen Zusatzfunktionen. Manche Einstellungen sind allerdings tief in den Menüs verborgen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, Rufnummernsperren einzurichten, um ungewollte Anrufe abzuweisen. Darüber hinaus sollten Sie wissen, wie Sie den Router durch einen Reset wieder zum Laufen bringen, wenn gar nichts mehr geht.

Der O2-Router bietet keine Rufnummernsperre. Das geht nur im Webportal von O2 unter www.o2online.de/mein-o2 . Wenn die Homebox bockt, können Sie sie per Reset-Taste auf der Gehäuserückseite neu starten. Halten Sie die Taste dann rund zwei Sekunden lang gedrückt. Die Power-LED leuchtet rot auf. Wenn sie dauerhaft grün zeigt, ist die Homebox wieder einsatzbereit. Um die Box in den Werkszustand zu versetzen, halten Sie jetzt die Reset-Taste etwa zehn Sekunden lang gedrückt. Dabei gehen aber alle Einstellungen verloren.

Alternative: Das sind die schnellsten Router auf dem Markt

Extra-Tipps für die O2 Homebox 2

Firmware-Update: Bei einem Kabelrouter wie der Vodafone Homebox oder auch bei der DSL-Homebox von O2 spielt der Provider ein Firmware-Update automatisch ein. Deshalb gibt es im Menü keine Einstellungen für das Update.

Backup der Einstellungen: Wenn der Router Zicken macht, hilft wie bei einem PC meist ein Neustart weiter. Den führen Sie im Menü durch. Falls Sie dieses nicht mehr aufrufen können, trennen Sie den Router kurz vom Stromnetz. Beim Neustart bleiben die Menüeinstellungen erhalten – anders als bei einem Reset auf Werkseinstellungen. Der ist manchmal unumgänglich, zum Beispiel nach einem missglückten Firmware-Update oder wenn Sie die Zugangsdaten für das Menü vergessen haben. Dabei verlieren Sie Ihre Einstellungen – außer Sie haben sie vorher gesichert.

So geht’s: „System -> Einstellungen sichern -> Konfiguration speichern“. Zum Wiederherstellen: „System -> Einstellungen sichern -> Konfiguration laden“.

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